Sandra Kiriasis
| Sandra Kiriasis Vorlage:SportPicto | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Datei:Sandra Kiriasis bei der Olympia-Einkleidung Erding 2014 (Martin Rulsch) 02.jpg | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nation | Deutschland | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 4. Januar 1975 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Dresden, DDR | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Disziplin | Zweier | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Position | Pilot | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verein | RSG Hochsauerland | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Nationalkader | seit A-Kader | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Status | zurückgetreten | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Karriereende | 2014 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Platzierungen im Bob-Weltcup | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| letzte Änderung: 30. Januar 2014 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Sandra Kiriasis, geborene Sandra Prokoff (* 4. Januar 1975 in Dresden), ist eine ehemalige deutsche Bobpilotin. Sie war von 2003 bis 2011 neunmal Gesamtweltcup-Siegerin, 2006 Olympiasiegerin und gewann sieben Weltmeistertitel.
Werdegang
Anfänge als Rodlerin
Kiriasis, die im erzgebirgischen Geising aufwuchs, begann bereits im Alter von fünf Jahren mit dem Langlauf, wechselte 1985 zum Rennrodeln, wurde 1988 an die Kinder- und Jugendsportschule (KJS) Richard Sorge in Altenberg delegiert und erlebte dort als Nachwuchssportlerin die politische Wende in der DDR. 1991 folgte sie einem Ruf nach Winterberg, wo sie zunächst weiterhin als Rennrodlerin trainierte. Im Juli 1993 wurde sie Soldatin auf Zeit, im Oktober 1993 kam sie als Sportsoldatin zur Sportfördergruppe der Bundeswehr in Warendorf. Im Juniorinnenbereich stellten sich zunächst Erfolge ein, Prokoff gewann 1993 die Bronzemedaille im Einzel und die Goldmedaille im Team bei den Juniorenweltmeisterschaften. In der Folge stagnierten allerdings die Leistungen, zumal sie an den damals höchst erfolgreichen Rodlerinnen um Gabriele Kohlisch, Susi Erdmann, Jana Bode, Sylke Otto oder Barbara Niedernhuber leistungsmäßig nicht herankam. Dies mündete darin, dass Prokoff ab der Saison 1997/98 nicht mehr zum Nationalkader gehörte und ihr Dasein als Sanitätssoldatin fristete. Erst die rasante Entwicklung im Frauenbobsport eröffnete der schon fast gescheiterten Spitzensportlerin neue Perspektiven.
Wechsel ins Boblager.
Nachdem es bereits seit der Saison 1995/96 einen Weltcup für Frauen im Bobsport gab, wurde Anfang Februar 2000 auf Prokoffs Heimbahn in Winterberg die erste Weltmeisterschaft im Frauen-Bobsport ausgetragen. Weltmeisterin wurde mit Gabriele Kohlisch recht überraschend eine ehemalige Rennrodlerin. Dieser Erfolg brachte einen enormen Schub für den deutschen Frauen-Bobsport und so wurde auch Prokoff im Sommer 2000 nordrhein-westfälischen Rodel-Landestrainer Walter Oetzel auf ein Comeback im Leistungssport, diesmal im Bobsport, angesprochen. Zusammen mit der Leichtathletin Daniela Clobes als Anschieberin fuhr Prokoff nach 15 Probefahrten in einer verbandsinternen Selektion auf den 5. Platz, bei der zweiten Selektion war sie bereits die zweitbeste Pilotin. Daraufhin meldete sie Bundestrainer Wolfgang Hoppe für den Weltcup der Saison 2000/01 an. Neben Prokoff wurde mit Susi Erdmann eine weitere ehemalige Rennrodlerin für den Bobweltcup gemeldet. Bei der ersten Weltcupstation in Winterberg gelang Prokoff fast die Sensation. Hinter der Vorjahresweltcupsiegerin Jean Racine belegte sie mit dem denkbar knappsten Rückstand von einer Hundertstel Sekunde zusammen mit Anschieberin Daniela Clobes den zweiten Platz. Es folgten im Dezember 2000 bei den nächsten drei Wettbewerben weitere Podestplätze. In Igls kam dabei Kerstin Jürgens als Anschieberin zum Einsatz. Bei den Weltcups und den Weltmeisterschaften in Übersee fuhr Prokoff mit der mittlerweile dritten Anschieberin Ulrike Holzner. Mit ihr gelang ihr beim Weltcupfinale in Park City der erste Weltcupsieg. Am Ende belegte Prokoff in ihrer ersten Weltcupsaison hinter Racine den zweiten Platz vor der drittplatzierten Susi Erdmann. Sie startete für die RSG Hochsauerland. Zum Bobteam Kiriasis gehörten zuletzt neben Kiriasis selbst Berit Wiacker und Petra Lammert als Bremserinnen, Bernhard Lehmann als Heimtrainer und Wolfram Schweizer als Technischer Berater.
Im Juli 2014 beendete Kiriasis ihre Sportkarriere. Kurz vor ihrem Ausscheiden aus der Bundeswehr im Juli 2016 wurde sie zum Stabsfeldwebel der Reserve befördert.<ref>Bundeswehrsportschule: Sandra Kiriasis verlässt BW-Schule. Westfälische Nachrichten, 29. Juni 2016, abgerufen am 11. Januar 2019.</ref> Im Jahr 2017 schloss sie ein duales Bachelorstudium in „Gesundheitssport und Prävention“ an der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam als Jahrgangsbeste mit einem Schnitt von 1,2 ab.<ref>Olympiasiegerin Kiriasis auch beim Bachelor spitze . Märkische Allgemeine, 8. Oktober 2017.</ref> Das Thema ihrer Bachelorarbeit lautete Der Spitzensportler als Spitzenunternehmer – Eine Studie über die Erfolgsgenese von Spitzensportlern als ganzheitliche Unternehmer.
Kiriasis trainierte das Frauen-Bobteam von Jamaika, das sich im Januar 2018 im Zweierbob für die Olympischen Winterspiele 2018 in Pyeongchang qualifizierte.<ref>Bob-Pilotinnen aus Jamaika erstmals bei Olympia: Von der Aschenbahn in den Eiskanal. Spiegel Online, 16. Januar 2018.</ref> Noch vor dem Frauen-Bobwettbewerb wurde sie vom jamaikanischen Bobverband entlassen.<ref>Olympia 2018: Sandra Kiriasis verlässt Bob-Team Jamaika im Streit: Zoff! Deutsche verlässt Bob-Team. sport1.de, 15. Februar 2018, abgerufen am 15. Februar 2018.</ref>
Erfolge
- Olympiasiegerin 2006 in Turin im Zweierbob mit Anja Schneiderheinze
- Olympisches Silber 2002 in Salt Lake City mit Ulrike Holzner
- 4. Platz bei Olympia 2010 in Vancouver im Zweierbob mit Christin Senkel<ref>Vancouver 2010 – Deutsche Frauen-Bobs erstmals ohne Medaille</ref><ref>Deutsche Schlitten chancenlos Blech für Kiriasis – Martini stürzt</ref>
- Gesamtweltcupsiegerin im Zweierbob 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009, 2010, 2011
- Weltcupeinzelwertungen: 45× 1. Platz, 19× 2. Platz, 16× 3. Platz
- Weltmeisterin 2005 in Calgary, 2007 in St. Moritz, 2008 in Altenberg
- Vizeweltmeisterin 2003 Winterberg, 2004 Königssee, 2012 Lake Placid
- Mannschafts-Weltmeisterin 2007 in St. Moritz, 2008 in Altenberg, 2009 in Lake Placid, 2011 Königssee
- Europameisterin 2006 in St. Moritz, 2007 in Cortina d’Ampezzo, 2008 in Cesana Torinese, 2009 in St. Moritz, 2011 in Winterberg, 2013 in Igls
- Deutsche Meisterin 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2008, 2009
Wettkampfbilanz
| Saison | Weltcup | WM | EM | OS | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Platz | Punkte | Einzel | Team | |||
| 2001/02 | 2. | 264 | – | – | – | 2. |
| 2002/03 | 1. | 246 | 2. | – | – | – |
| 2003/04 | 1. | 196 | 2. | – | – | – |
| 2004/05 | 1. | 645 | 1. | – | 2. | – |
| 2005/06 | 1. | 570 | – | – | 1. | 1. |
| 2006/07 | 1. | 730 | 1. | 1. | 1. | – |
| 2007/08 | 1. | 1735 | 1. | 1. | 1. | – |
| 2008/09 | 1. | 1679 | 7. | 1. | 1. | – |
| 2009/10 | 1. | 1608 | – | – | 3. | 4. |
| 2010/11 | 1. | 1711 | 4. | 1. | 1. | – |
| 2011/12 | 3. | 1574 | 2. | 2. | 2. | – |
| 2012/13 | 2. | 1798 | 3. | 2. | 1. | – |
| 2013/14 | 4. | 1441 | – | – | 2. | 5. |
Weltcupsiege
Zweierbob Damen
Teilnahme an Fernsehshows
Kiriasis nahm regelmäßig als Mannschaftsmitglied bei der „Wok-WM“ von TV total teil und erkämpfte sich dabei je zwei Gold- und Silbermedaillen.
Im Januar 2019 war sie Kandidatin der dreizehnten Staffel von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! und belegte dort den vierten Platz. Zum Start der dreizehnten Staffel hatte sie zusammen mit Indira Weis als Skihase feat. Bobhase das gemeinsam aufgenommene Lied Es geht auf’s Eis veröffentlicht. Anschließend nahm sie auch am „Dschungel-Special“ von Das perfekte Promi-Dinner teil. Im September 2019 trat sie in der ersten Ausgabe von Renn zur Million … wenn Du kannst! an. Im Januar 2020 war sie bei Ich bin ein Star – Die Stunde danach zu Gast; im Oktober dieses Jahres versuchte sie, ihre bei der Eröffnungs- und Abschlusszeremonie der Olympischen Winterspiele 2010 getragene gelbe Bogner-Jacke in der Sendung Die Superhändler – 4 Räume, 1 Deal zu verkaufen.
Literatur
- Kiriasis, Sandra. In: Wer war wer in der DDR? 5. Auflage. Band 1. Ch. Links, Berlin 2010, ISBN 978-3-86153-561-4, S. Vorlage:VonBis (bundesstiftung-aufarbeitung.de).
Weblinks
- Website von Sandra Kiriasis
- Sandra Kiriasis in der Datenbank der International Bobsleigh & Skeleton Federation
- Sandra Kiriasis bei IMDb
Einzelnachweise
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Vorlage:Klappleiste/Anfang 2002: Vereinigte Staaten Bakken, Flowers | 2006: Deutschland Kiriasis, Schneiderheinze | 2010: Datei:Flag of Canada (Pantone).svg Humphries, Moyse | 2014: Datei:Flag of Canada (Pantone).svg Humphries, Moyse | 2018: Deutschland Jamanka, Buckwitz | 2022: Deutschland Nolte, Levi | 2026: Deutschland Nolte, Levi Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
2000: Kohlisch, Hering | 2001: Burdet, Sutter | 2003: Erdmann, Dietrich | 2004: Erdmann, Bader | 2005: Kiriasis, Schneiderheinze | 2007: Kiriasis, Logsch | 2008: Kiriasis, Logsch | 2009: Minichiello, Cooke | 2011: Martini, Logsch | 2012: Humphries, Ciochetti | 2013: Humphries, Valois | 2015: Meyers Taylor, Garrett | 2016: Schneiderheinze, Drazek | 2017: Meyers Taylor, K. Jones | 2019: Jamanka, Drazek | 2020: Humphries, Gibbs | 2021: Humphries, L. Jones | 2023: Kalicki, Fiebig | 2024: Buckwitz, Mark | 2025: Nolte, Levi
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Navigationsleiste Weltmeister im Bob/Skeleton-TeamwettbewerbVorlage:Navigationsleiste Gesamtweltcupsiegerinnen im ZweierbobVorlage:Klappleiste/Anfang
2004: Martini, Germain | 2005: Martini, Tischer | 2006: Kiriasis, Schneiderheinze | 2007: Kiriasis, Logsch | 2008–2009: Kiriasis, Wiacker | 2010: Martini, Logsch | 2011: Kiriasis, Wiacker | 2012: Martini, Tischer | 2013: Kiriasis, Bertels | 2014: Meyer, Mayer | 2015: Schneiderheinze, Bertels | 2016: Schneiderheinze, Drazek | 2017: Jamanka, Drazek | 2018: Schneider, Drazek | 2019: Jamanka, Drazek | 2020: Sergejewa, Mamedowa | 2021: Nolte, Levi | 2022: Kalicki, Buckwitz | 2023: Nolte, Schuten | 2024: Nolte, Schuten | 2025: Nolte, Kluwig | 2026: Hasler, Pasternack
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kiriasis, Sandra |
| ALTERNATIVNAMEN | Prokoff, Sandra (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Bobpilotin |
| GEBURTSDATUM | 4. Januar 1975 |
| GEBURTSORT | Dresden, Deutsche Demokratische Republik |
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- Rennrodler (Deutschland)
- Olympiasieger (Bobsport)
- Weltmeister (Bobsport)
- Europameister (Bobsport)
- Deutscher Meister (Bobsport)
- Olympiateilnehmer (Deutschland)
- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2002
- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2006
- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2010
- Teilnehmer der Olympischen Winterspiele 2014
- Sportsoldat (Bundeswehr)
- Träger des Silbernen Lorbeerblattes
- Person (Dresden)
- Person (Altenberg, Erzgebirge)
- Teilnehmer an Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!
- DDR-Bürger
- Deutscher
- Geboren 1975
- Frau