Krassolzheim
Krassolzheim Markt Sugenheim
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(172)&title=Krassolzheim 49° 37′ N, 10° 21′ O
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| Höhe: | 326 (323–333) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 9,25 km²<ref name="Gemarkung"/> | |||||
| Einwohner: | 172 (31. Dez. 2014)<ref name="Einwohner">Endbericht Fortschreibung lokaler Nahverkehrsplan – Endbericht Nahverkehrsplan - Tabellen. (PDF; 3.9 MB) Landratsamt Neustadt a.d.Aisch-Bad Windsheim, S. 16, abgerufen am 15. August 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 19 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 1972 | |||||
| Postleitzahl: | 91484 | |||||
| Vorwahl: | 09165 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Krassolzheim (fränkisch: Grasldsa<ref>W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 103. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „grasḷdsa“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Sugenheim im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Krassolzheim hat eine Fläche von 9,252 km². Sie ist in 743 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 12452,41 m² haben.<ref name="Gemarkung">Gemarkung Krassolzheim (091247). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref><ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 4. Oktober 2024.</ref>
Geographische Lage
Das Pfarrdorf liegt auf freier Flur im südlichen Steigerwald im nördlichen Teil des Ehegrunds am Ursprung der Kleinen Ehe, die am Südrand des Ortes aus dem bedeutenderen rechten Biegenbach und dem kurzen linken Riedgraben zusammenfließt und dann zunächst ostwärts am Ortsrand entlang zieht. Im Norden von Krassolzheim erstreckt sich von West nach Ost ein größerer bewaldeter Rücken des Mittelgebirges. Dort wird an den südlichen Hängen des Hüllerbergs und des Birkenranken auf bis über 410 m ü. NHN Höhe in der Lage Krassolzheimer Pfaffenberg Wein angebaut.
Die Kreisstraße NEA 31 führt nach Kottenheim (1,4 km südlich) bzw. nach Ingolstadt (1,8 km östlich). Die Kreisstraße NEA 32/KT 2 führt nach Nenzenheim zur Staatsstraße 2418 (6 km nordwestlich).<ref>Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 25. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 816 in der Stiftungsurkunde des Benediktinerklosters Meingozhausen als „Graszulzun“ erstmals urkundlich erwähnt.<ref>Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3877070132 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref><ref>Erwin Riedenauer: Jahrbuch für fränkische Landesforschung. Hrsg.: Sigrid Strauß-Morawitzky. Band 68. Wissenschaftlicher Kommissionsverlag, 2008, ISBN 978-3-940049-09-4, Nachgefragt. Fünf Stolpersteine fränkischer Geschichte, S. 17 (wikommverlag.de [PDF; 328 kB; abgerufen am 10. Juni 2011]). <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />wikommverlag.de ( des Vorlage:IconExternal vom 5. November 2010 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> Das Grundwort des Ortsnamens ist ‚sulze‘ (ahd. für Salzwasser, verraster Sumpfboden), das Bestimmungswort ‚gras‘ (Ahd. für Gras) und bedeutet demnach ‚Zum Heim am grasigen Sumpf‘.<ref>W. D. Ortmann: Landkreis Scheinfeld, S. 103ff.</ref>
Mitten im Dorf liegt das Gelände des ehemaligen Wasserschlosses. Der Turm der Nicolaikirche liegt zwar in diesem Bereich, gehört aber nicht zum ehemaligen Schloss.<ref>G. Hojer: Landkreis Scheinfeld, S. 164ff.</ref> Im Mittelalter saßen auf dem Schloss meist die Herren von Seinsheim bzw. die Seckendorff. Teilweise war der Ort Lehen des Klosters Michelsberg in Bamberg.
Im Jahre 1806 kam Krassolzheim zum Königreich Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts (frühes 19. Jahrhundert) wurde Krassolzheim dem Steuerdistrikt Nordheim zugeordnet.<ref name="OV 1818"/> Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Krassolzheim. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Hohenlandsberg zugeordnet<ref>Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, OCLC 869860423, S. 83 (Digitalisat).</ref> und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Scheinfeld,<ref name="OV 1818"/> nach dessen Auflösung im Jahr 1818 dem Rentamt Iphofen. 1850 kam Krassolzheim an das Landgericht Markt Bibart. Für die Verwaltung war ab 1862 das Bezirksamt Scheinfeld zuständig (1939 in Landkreis Scheinfeld umbenannt) und für die Finanzverwaltung ab 1879 das Rentamt Markt Bibart (1919–1929: Finanzamt Markt Bibart, von 1929 bis 1972: Finanzamt Neustadt an der Aisch, seit 1972: Finanzamt Uffenheim). Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Markt Bibart, von 1880 bis 1973 war das Amtsgericht Scheinfeld zuständig, seitdem ist es das Amtsgericht Neustadt an der Aisch. 1964 hatte die Gemeinde eine Gebietsfläche von 9,255 km².<ref name="OV 1961" /> Am 1. Januar 1972 wurde Krassolzheim im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Sugenheim eingemeindet.<ref></ref><ref>Sugenheim > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 2. Juni 2025.</ref>
Baudenkmäler
In Krassolzheim gibt es sechs Baudenkmäler:<ref name="Denkmalliste">Denkmalliste für Sugenheim (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>
- Haus Nr. 4: Torpfeiler
- Haus Nr. 14: Ehemaliger Gasthof
- Haus Nr. 39: Ehemaliges Pfarrhaus
- Haus Nr. 52: St. Nikolaus, evangelisch-lutherische Kirche
- Torhalle des Friedhofs
- Neun Grenzsteine
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- ehemalige Baudenkmäler
- Haus Nr. 34: Ehemals mit dem Schloss in Krassolzheim verbundener Meiereihof. 1480 genannt, 1529 Hans von Seckendorff gehörig. Nach mehrfachem Besitzwechsel gelangt 1751 der „Kargerhof“ in Besitz von Johann Meyer, fürstlich Schwarzenbergische Schultheiß zu Krassolzheim. Das jetzige Gebäude modern. Im Innern Backtrog aus einem Halben gehölten Eichenstamm mit mehrfach profilierter Wand und glattem übergreifendem Deckel, im Friesteil bezeichnet „IOHANES MEIER · ANNO 17 12“. Steht auf dreibeinigen Böcken.<ref name="H167">G. Hojer: Landkreis Scheinfeld, S. 167. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen.</ref>
- Haus Nr. 36: Gasthaus zur Linde. Am Eckpfosten bezeichnet „Johann Steinmetz 1819“. Erdgeschossiges Fachwerkhaus Krüppelmansarddach auf profiliertem Traufgesims. Kellersockel. Einfaches Gitterfachwerk mit wandhohen Streben; Giebelseite dreiachsig.<ref name="H167"/>
- Haus Nr. 48: Erdgeschossiges Wohnstallhaus, 18. Jahrhundert, ursprünglich Fachwerk, im 19. Jahrhundert mit Quadermauern unterfangen. Satteldach. Zweigeschossiger Giebel mit Schmuckfachwerk: Zweidrittelstreben, Feuerböcke, Andreaskreuze.<ref name="H167"/>
Bodendenkmäler
In der Gemarkung Krassolzheim gibt es acht Bodendenkmäler.<ref name="Denkmalliste"/> Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Einwohnerentwicklung
Religion
Krassolzheim ist Sitz der Pfarrei St. Nikolaus, die seit der Reformation evangelisch-lutherisch ist.
Weinbau
In Krassolzheim wird Weinbau betrieben. Der Lagename ist Krassolzheimer Pfaffenberg. Die Rebfläche umfasst 9,23 ha, die von 22 Winzern bewirtschaftet werden.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Weinbergslagen in Bayern - in alphabetischer Reihenfolge – ( des Vorlage:IconExternal vom 27. November 2016 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF), auf regierung.unterfranken.bayern.de, abgerufen am 31. Mai 2011</ref>
| Rebsorte | Ertrag | |
|---|---|---|
|
Bacchus | 2,6 ha |
| Müller-Thurgau | 2,36 ha | |
| Grüner Silvaner | 1,47 ha | |
| Kerner | 0,43 ha | |
| Grauer Burgunder | 0,1 ha | |
| Weißer Burgunder | 0,1 ha | |
| Johanniter | 0,3 ha | |
|
Dornfelder | 0,3 ha |
| Blauer Zweigelt | 0,3 ha | |
| Domina | 0,2 ha | |
| Regent | 0,1 ha | |
| Schwarzriesling | 0,1 ha |
Erstmals wurde der Weinbau in Krassolzheim im Jahre 1338 urkundlich erwähnt. Der Ritter Erkinger von Seinsheim zu (Hohen-)Kottenheim stiftete für die Ewigmesse zu Nordheim zwei Morgen „Weinwachs“ zu Krassolzheim.<ref>Jesko Graf zu Dohna, Robert Schuh (Hrsg.): Auf den Spuren der Fürsten Schwarzenberg in Franken. LAG Südlicher Steigerwald, Scheinfeld 2006, ISBN 3-89014-253-2, Krassolzheim.</ref>
Literatur
- Gerhard Hojer: Landkreis Scheinfeld (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 35). Deutscher Kunstverlag, München 1976, DNB 760102457, S. 164–167.
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Ortmann Landkreis Scheinfeld
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Krassolzheim in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Krassolzheim im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Deutenheim | Dutzenthal | Ezelheim | Hürfeld | Ingolstadt | Krassolzheim | Krautostheim | Modelsmühle | Neundorf | Rüdern | Sugenheim | Ullstadt | Wiesenmühle
Wüstung: Buchhof
- Seiten mit Skriptfehlern
- Wikipedia:Defekter Dateilink
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:BibISBN
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2019-04
- Wikipedia:Vorlagenfehler/Vorlage:Literatur/Interner Fehler
- Wikipedia:Defekte Weblinks/Ungeprüfte Archivlinks 2026-01
- Ortsteil von Sugenheim
- Ehemalige Gemeinde (Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim)
- Ort im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim
- Gemeindeauflösung 1971
- Ersterwähnung 816
- Weinort in Franken
- Kirchdorf (Siedlungstyp)
- Gemarkung im Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim