Urtica rupestris
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| Guss. |
Urtica rupestris ist eine Art aus der Gattung der Brennnesseln (Urtica). Sie trägt im italienischen den Trivialnamen „Ortica rupestre“, was im deutschen als „Felsen-Brennnessel“ übersetzt werden kann. Sie kommt nur auf Sizilien vor.<ref name="Euro+Med" />
Beschreibung
Urtica rupestris wächst als ausdauernde Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 100 cm.<ref name = "FE1" /> Der verzweigte, teilweise gewundene Stängel ist am Grund verholzt, zylindrisch<ref name="Corsi+al1999" /> weißlich und wie die Blattstiele unbehaart und mit wenigen<ref name="Corsi+al1999" /> Brennhaaren besetzt. Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Der dünne Blattstiel weist eine Länge von 1,5 bis 4,5 cm auf. Die einfache, kahle oder spärlich behaarte, oberseits dunkelgrüne, glänzende<ref name="Corsi+al1999" /> Blattspreite ist eiförmig mit einer Länge von 1,5 bis 10 cm und einer Breite von 1 bis 6 cm. Der Spreitengrund ist gestutzt bis keilförmig, die Spreitenspitze zugespitzt.<ref name = "FE1" /> Der Blattrand besitzt breite, stumpfe Zähne.<ref name="Corsi+al1999" /> Die länglichen Zystolithen befinden sich vor allem auf der Spreitenunterseite.<ref name="Corsi+al1999" /> Die vier freien, hinfälligen Nebenblätter sind lanzettlich und kürzer als der Blattstiel.<ref name="Corsi+al1999" /><ref name = "Weddell"/>
Urtica rupestris ist meist zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch).<ref name = "FE1" /> Die je Knoten paarweise angeordneten<ref name="Corsi+al1999" /> achselständigen, sehr selten kurz verzweigten, aufrecht-abstehenden traubigen<ref name="Kavalali" /> männlichen Blütenstände erreichen eine Länge von 2 bis 8 cm.<ref name = "FE1" /> Die Blütenstandsachse ist ringsum von grünlichen<ref name="Corsi+al1999" /> Blüten umgeben und nicht von Brennhaaren besetzt. Die in der Fruchtreife abstehenden bis hängenden, ebenfalls traubigen weiblichen Blütenstände sind nur bis zu 2 cm lang und damit kürzer als die männlichen.<ref name = "FE1" /> Die eiförmigen Achänen sind 1 bis 1,25 mm lang.<ref name = "Weddell"/>
Die Blütezeit reicht von April bis Juni.<ref name="Corsi+al1999" />
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = etwa 26.<ref name="IPCN" />
Vorkommen
Urtica rupestris ist ein Endemit des südöstlichen Siziliens und kommt als Tertiärrelikt<ref name="dipbot" /> vor allem in den Hybläischen Bergen vor.<ref name = "Corsi+al1999" /><ref name = "Chrtek1979"/><ref name = "FE1 "/><ref name="Euro+Med" /> Sie siedelt in Spalten beschatteter Felsen auf Kalk- und Vulkangestein<ref name = "Weddell"/><ref name="Corsi+al1999" /> in Höhenlagen zwischen 0 und 600 Metern.<ref name="Pignatti" />
Taxonomie
Die Erstbeschreibung von Urtica rupestris erfolgte 1821 durch Giovanni Gussone.<ref name = "Gussone" /><ref name="Euro+Med" /> Sie gehört zur Untergattung Dendrourtica <templatestyles src="Person/styles.css" />Chrtek.<ref name="Chrtek1979" />
Einzelnachweise
<references> <ref name="Weddell">Hugh Algernon Weddell: Monographie de la famille des Urticées. In: Archives du Muséum d'Histoire Naturelle, Paris. Band 9, Nr. 1–2, 1856, S. 1–592 (hier: S. 83), Digitalisat</ref> <ref name="Pignatti">Sandro Pignatti (Hrsg.): Flora d'Italia. Band 1. Edagricole, Bologna 2003, ISBN 88-506-2449-2, S. 126 (Dritter unveränderter Nachdruck der 1. Auflage von 1982).</ref> <ref name="Chrtek1979">Jindřich Chrtek: Bemerkungen zur Gliederung der Gattung Urtica L. In: Folia Geobotanica et Phytotaxonomica. Band 14, Nr. 3, 1979, S. 265–266, doi:10.1007/BF02854393.</ref> <ref name="FE1">P. W. Ball, D. V. Geltman: Urtica. In: </ref> <ref name="Gussone">Giovanni Gussone: Catalogus plantarum quae asservantur in Regio horto Francisci borbonii principis juventutis in Boccadifalco, prope Panormum. Addunter nonnullae adnotationes, ac descriptiones novarum aliquot specierum. Angeli Trani, Neapoli 1821, S. 83 Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden..</ref> <ref name="Corsi+al1999">Gabriella Corsi, Fabio Garbari, Francesca Maffei: Il genere Urtica L. (Urticaceae) in Italia. Revisione biosistematica. In: Webbia. Band 53, Nr. 2, 1999, ISSN 0083-7792, S. 193–239.</ref> <ref name="Kavalali">Gulsel Kavalali: An introduction to Urtica (botanical aspects). In: Gulsel Kavalali (Hrsg.): Urtica. Therapeutic and nutritional aspects of stinging nettles. Taylor & Francis, London 2003, ISBN 0-415-30833-X, S. 18.</ref> <ref name="Euro+Med">Pertti Uotila: Urticaceae. Urtica rupestris. In: Euro+Med Plantbase – the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity. Berlin 2011.</ref> <ref name="dipbot">Giovanni Furnari, Anna Guglielmo, Nunzio Longhitano, Pietro Pavone, Cristina Salmeri, Fabrizio Scelsi: Tavole di Botanica sistematica. Urticaceae. Università degli Studi di Catania Dipartimento di Botanica.</ref> <ref name="IPCN">Urtica rupestris bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> </references>
Weblinks
Fotos von Urtica rupestris: