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Eucera nigrescens

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Eucera nigrescens
Datei:20140419 124455 6342M.JPG

Eucera nigrescens (Männchen)

Systematik
Teilordnung: Stechimmen (Aculeata)
Überfamilie: Apoidea
ohne Rang: Bienen (Apiformes)
Familie: Echte Bienen (Apidae)
Gattung: Eucera
Art: Eucera nigrescens
Wissenschaftlicher Name
Eucera nigrescens
Pérez, 1879

Eucera nigrescens ist eine Biene aus der Familie der Apidae. Sie wird auf Deutsch auch Mai-Langhornbiene<ref name=":0" /> oder Frühe Langhornbiene<ref>Langhornbienen: Eucera nigrescens. Abgerufen am 16. Dezember 2020.</ref> genannt, da sie etwa einen Monat früher als die nahe verwandte Eucera longicornis (= Juni-Langhornbiene) fliegt, von der sie im Gelände praktisch nicht zu unterscheiden ist. Sehr ähnlich ist auch E. interrupta.<ref name=":0">P. Westrich: Die Wildbienen Deutschlands. E. Ulmer Verl., Stuttgart 2018, ISBN 978-3-8186-0123-2, S. 664 f.</ref>

Merkmale

Die Bienen haben eine Körperlänge von 13 bis 15 mm (Weibchen) bzw. 12 bis 15 mm (Männchen). Die Weibchen sind braun behaart. Ihre Schienenbürste (Scopa) ist weiß. Das matte Mesonotum ist nur unregelmäßig und oberflächlich punktförmig strukturiert. Das dritte Tergit besitzt an den Seiten deutliche Haarflecken. Die Männchen sind rotbraun behaart, die Haare am dritten bis siebten Tergit sind schwarz. Das Labrum und die Stirnplatte (Clypeus) sind gelb. Das Mesonotum ist schwach und nur oberflächlich, mit größeren Zwischenräumen punktförmig strukturiert. Den Tergiten fehlen Binden am Hinterrand. Das Fersenglied (Metatarsus) bei den Hinterbeinen ist ungekrümmt und hat parallele Seitenkanten.

Lebensraum

Die Langhornbiene kommt vor allem in Fettwiesen, insbesondere in zweischürigen Streuobstwiesen vor. Die Hauptpollenquelle ist Zaun-Wicke, darum sind die Bienen vor allem dort anzutreffen, wo größere Wicken Bestände sind. Vom Flachland bis in die kolline Höhenstufe.<ref name=":0" /><ref name=":1">E. Scheuchl, W. Willner: Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas. Quelle & Meyeer, Wiebelsheim 2016, ISBN 978-3-494-01653-5, S. 390 f.</ref>

Die Mai-Langhornbienen nisten in selbst gegrabenen Hohlräumen in der Erde. Nistplätze sind an schütter bewachsenen horizontalen Flächen oder an Böschungen, bevorzugt an sandigem oder lehmigem Boden.<ref name=":1" />

Lebensweise

Die Tiere fliegen in einer Generation von Anfang Mai bis Mitte Juni.<ref name=":0" /> Die Männchen schlüpfen ca. 3 Wochen früher als die Weibchen. Pollen wird ausschließlich von Schmetterlingsblütlern (Faboideae) gesammelt. In Mitteleuropa ist die Zaun-Wicke die Haupt-Pollenquelle.

Die Männchen sind Bestäuber der Hummel-Ragwurz, in der Schweiz auch der Wespen-Ragwurz, durch Pseudokopulation.<ref name=":1" />

Kuckucksbiene der Art ist Nomada sexfasciata.

Verbreitung

Die Art ist in Süd-, Mittel- und dem südlichen Nordeuropa verbreitet (im Norden bis Südengland). Im Osten ist die Art bis in den Kaukasus verbreitet. In Deutschland ist die Art im Norden seltener als im Süden, in Schleswig-Holstein nicht und in Mecklenburg-Vorpommern nur historisch nachgewiesen. In Österreich außer in Tirol in allen Bundesländern nachgewiesen. In der Schweiz außer im Engadin und in den höheren Lagen der Alpen weit verbreitet.<ref name=":1" />

Einzelnachweise

<references />

Literatur

  • Felix Amiet, M. Herrmann, A. Müller, R. Neumeyer: Fauna Helvetica 20: Apidae 5. Centre Suisse de Cartographie de la Faune, 2007, ISBN 978-2-88414-032-4.

Weblinks

Commons: Mai-Langhornbiene (Eucera nigrescens) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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