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Lardos

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Stadtbezirk Lardos
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Basisdaten
Staat GriechenlandDatei:Flag of Greece.svg Griechenland
Region Südliche Ägäis
Regionalbezirk Rhodos
Gemeinde Rhodos
Gemeindebezirk Lindos
Geographische Koordinaten Vorlage:Infobox Ort in Griechenland/Region zu ISO-Code_type:city(1380) 36° 6′ N, 28° 1′ OKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Griechenland/Region zu ISO-Code_type:city(1380) 36° 6′ N, 28° 1′ O
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Höhe ü. d. M. 15 m
(Durchschnitt)
Fläche 42,013 km²
Einwohner 1380 (2011<ref name="VZ2011">Ergebnisse der Volkszählung 2011 beim Nationalen Statistischen Dienst Griechenlands (ΕΛ.ΣΤΑΤ) (Excel-Dokument, 2,6 MB)</ref>)
LAU-Code-Nr. 69010804
Ortsgliederung 1
Datei:Lardos, Rhodos Mai 2016 01.JPG
Brunnen am Dorfplatz
Brunnen am Dorfplatz

Lardos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) (f. sg.)) ist ein Dorf nahe der Ostküste der griechischen Insel Rhodos. Es bildet mit 1380 Einwohnern (2011) einen Stadtbezirk innerhalb des Gemeindebezirks Lindos. Von der Stadt Rhodos ist es etwa 55 km entfernt.

Geografie

Datei:Lardos 01.jpg
Blick auf Lardos, Ansicht von Osten

Der Ort Lardos liegt etwa zwei Kilometer von der Küste entfernt am Zusammenfluss des Trockenbachs Lardos auch als Fonias ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) bezeichnet, mit einem kleineren Nebenbach Meridiatis ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) auf 15 Meter über dem Meer.<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), ELSTAT. Athen 1950, Band 2, Karte 120. (griechisch, französisch)</ref> Olivenkulturen und Kiefernbestand umgeben den Ort und breiten sich im Tal und auf die angrenzenden Hügel aus. Von der etwa sechs Kilometer östlich gelegenen Stadt Lindos wird der Ort durch das unfruchtbare Bergland des Marmari ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) getrennt, der auf 458 Meter über dem Meer ansteigt. Der südwestlich von Lardos gelegene Berg Chortis ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) erreicht 309 Meter Höhe. Dieser Berg ist als etwa 7 km² große Wildschutzgebiet Katafygio Agrias Zois Chortis ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value))<ref>Chortis (Lardou Rodou), Europäische Umweltagentur</ref> ausgewiesen. Der Küstenbereich mit dem Badestrand entlang der Bucht von Lardos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) wird von zahlreichen Hotelanlagen gesäumt. Das Gebiet von Lardos erstreckt sich von der Küste nordwestwärts in Richtung Laerma über fast 42 km². Der nordöstliche Nachbarort Pylonas ist auf einem niedrigen Sattel in 120 Meter gelegen. Etwa 4 km westlich von Lardos auf 180 Meter Höhe liegt das Kloster Ypseni teilweise von Kiefernwald umgeben.

Der Trockenbach Lardos ist eines der vier Hauptgewässer von Rhodos, die einen Großteil der winterlichen Niederschläge des Inselzentrums entwässern und im Sommer überwiegend trockenfallen. Seine etwa 2 km südlich der Siedlung Lardos gelegene Mündung ist als kleines Inselfeuchtgebiet durch ein Präsidialdekret geschützt. Wegen teils ungenehmigter Baumaßnahmen und der touristischen Nutzung des Strandbereichs ist sie als Biotop von geringer Bedeutung.<ref>Giorgos Catsadorakis, Kaloust Paragamian (Γιώργος Κατσαδωράκης, Καλούστ Παραγκαμιάν): {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) WWF Griechenland, 2007, ISBN 978-960-85918-4-4, S. 336. (griechisch); ROD007 - Εκβολή χειμάρρου Λάρδου, oikoskopio.gr (griechisch)</ref> In den wenigen sommerlichen Tümpeln des Bachs überlebt eine recht bedeutende Population der auf Rhodos endemischen Fischart Ghizani ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), Ladigesocypris ghigii).<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.life-gizani.grΡέμα Λάρδου (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2026. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot, LIFE-Nature Project Gizani (griechisch)</ref>

Geschichte

An mehreren küstennahen Stellen geben zahlreich aufgefundene Steinwerkzeuge und verschiedenartige Keramikscherben unterschiedlicher Qualität Hinweise auf intensive menschliche Tätigkeiten während der Jungsteinzeit. Teilweise ist die Keramik mit Funden aus der Agios-Georgios-Höhle bei Kalythies vergleichbar. Reste von Behausungen lassen auf eine größere Siedlung schließen, auch kleinere Höhlen in Meeresnähe wurden bewohnt. Diese Höhlen werden als Zufluchtsorte prähistorischer Fischer und Viehzüchter angesehen, die offensichtlich die Felsenküste zum Fischen auswählten. Obsidian ist zu verschiedenartigen Klingenformen verarbeitet, er stammt von der Kykladeninsel Milos, ein geringerer Anteil von der Insel Nisyros, in geringerem Umfang diente auch einheimischer Feuerstein zur Werkzeugherstellung.<ref>Adamantios Sampson: Η νεολιθική περίοδος στα Δωδεκάνησα. Athen 2003, 2. Auflage, ISBN 960-214-217-0, S. 19., S. 101–103., S. 117., S. 122., S. 133. (griechisch)</ref>

Aus der näheren Umgebung des Ortes sind weitere archäologische Fundplätze aus späteren Epochen bekannt. Neben Kammergräbern der spätmykenischen Zeit um 1400 v. Chr. ein weiteres Gräberfeld aus der 2. Hälfte des 8. Jahrhunderts bis ins 7. Jahrhundert v. Chr. des geometrischen Stils. Aus archaischer Zeit sind ebenfalls Kammergräber bekannt sowie der Beginn des Abbaus von „Lartios-Marmor“ in mehreren Steinbrüchen. Aus hellenistischer Zeit sind Überreste einer befestigten Siedlung und auch Gräber nachgewiesen. Aus frühchristlicher Zeit sind Gebäudereste, eine Ölpresse sowie eine Basilika die später von einer einschiffigen Kapelle überbaut wurde mit Fresken aus dem 15. Jahrhundert bis 17. Jahrhundert. Über die Gründungszeit und die Baugeschichte des vermutlich während byzantinischer Zeit erbauten Kastros Lardos ist nichts bekannt.<ref>Griechisches Gesetzesblatt vom 22. September 2000 (ΦΕΚ B1170 22.09.2000). {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)</ref>

Mittelalter:

Datei:Lardos 02.jpg
Mittelalterliche Burgruine

Der genuesische Adlige Vignolo de Vignoli war aufgrund einer Verleihung durch den byzantinischer Kaiser Andronikos II. im Besitz der Inseln Kos und Leros sowie des Guts (casale) Lardos. In einem Vertrag mit dem Großmeister des Johanniterordens Foulques de Villaret trat er die Inseln 1306 ab, das casale Lardos ohne die Burg<ref>Stephen C. Spiteri: Fortresses of the Knights. Malta 2001, ISBN 978-99909-72-06-1, S. 134.</ref> und ein weiteres casale wurden ihm zum Lehen gegeben. Das Gut Lardos ging 1326 an Vignolos Bruder Folco de Vignoli als feudum nobile und blieb im Besitz der Familie, bis es 1402 an Dragonetto Clavelli Herr von Nisyros verkauft wurde. Nach dessen Tod 1415 wechselte das Gut Lardos von dessen Witwe Agnese Crispo an den Johanniterorden.<ref>Anthony Luttrell, Greg O’Malley: The Countryside of Hospitaller Rhodes 1306–1423: Original Texts and English Summaries. Routledge 2019, ISBN 978-1-351-72324-4, S. 47.</ref> Lardos kam unter die Herrschaft von Lindos. Über die Gründungszeit und die Baugeschichte der Burg Lardos ist nichts bekannt, vermutlich hatte sie nur lokale Bedeutung. Die Bewohner waren 1474 und 1479 angewiesen im Gefahrenfall in Lindos Zuflucht zu suchen.<ref>Lardos Castle, Ministerium für Kultur und Sport (englisch)</ref>

Verwaltungsgliederung und Bevölkerungsentwicklung

Während der italienischen Zeit hatte der Ort Lardo 369 Einwohner im Jahr 1921, 432 Einwohner 1931 und 478 Einwohner für das Jahr 1936.

Nach dem Anschluss des Dodekanes an Griechenland 1948 bildete Lardos die gleichnamige Landgemeinde Lardos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)).<ref>{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) (Hrsg.): {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) Band 2, ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Athen 2002, ISBN 960-7509-47-1, S. 13. (griechisch)</ref> Mit der Gebietsreform 1997 erfolgte der Zusammenschluss mit fünf weiteren Landgemeinden zur Gemeinde Lindos.<ref>Gesetz 2539/1997, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) S. 8798. PDF Online (griechisch)</ref> Diese wiederum ging mit der Umsetzung der Verwaltungsreform 2010 als Gemeindebezirk in der Gemeinde Rhodos auf, wo Lardos nunmehr einen Stadtbezirk im Gemeindebezirk Lindos bildet.<ref>Kallikratis-Programm, Gesetz 3852/2010, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) S. 1788. PDF Online (griechisch)</ref>

Einwohnerentwicklung von Lardos<ref>Einwohnerzahlen von Lardos 1947–2011 Griechisches Statistisches Amt ELSTAT, Digitale Bibliothek; Census 2011 (griechisch)</ref>
Name 1947 1951 1961 1971 1981 1991 2001 2011
Lardos 549 619 696 474 610 912 1212 1380

Lartios Lithos

Seit der Antike wurde in der Umgebung von Lardos in mehreren Steinbrüchen der sogenannte Lartios-Marmor abgebaut. Der als grobkörnig beschriebene Lartios Lithios wurde in hellenistischer und römischer Zeit wegen seiner Eigenschaft sich in großen, flachen Abschlägen von Oberflächen zu lösen hauptsächlich für Bauarbeiten, Statuenbasen, Altäre und Grabdenkmäler verwendet; für Skulpturen war er weniger geeignet.<ref>Jane Burr Carter: Isotopic Analysis of Seventh-Century B.C. Perirrhanteria. In: Norman Herz, Marc Waelkens (Hrsg.): Classical Marble: Geochemistry, Technology, Trade. Springer 2013, ISBN 978-90-481-8313-5, S. 419–432., hier S. 421. </ref> In frühchristlicher Zeit diente der Stein als Baumaterial von Basiliken, ab dem 10. Jahrhundert für bauplastische Elemente von Ikonostasen und Mittelpfosten der Fenster, während der Johanniterzeit für Wappen, Grabsteine und Sarkophage, in osmanischen Zeit als Bau- und Dekorationsstein von Moscheen sowie in italienischer Zeit zu Bauarbeiten und zu Restaurierungszwecken.<ref>Eleni Papavassiliou, Kalliopi Bairami, Yannis Maniatis, Dimitris Tambakopoulos: The usage of Lartian stone through the centuries. In: Marina Panagiotaki, Ilias Tomazos, Fotios Papadimitrakopoulos (Hrsg.): Cutting-edge Technologies in Ancient Greece: Materials Science applied to trace ancient technologies in the Aegean world. Oxbow Books, 2020, ISBN 978-1-78925-298-9; S. 165–172.</ref>

Panagia Ypseni

Das Kloster Panagia Ypseni ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist teilweise von Kiefernwald umgeben etwa vier Kilometer westlich von Lardos auf 180 Meter Höhe gelegen. Die ersten schriftlichen Belege für die Existenz eines Klosters stammen aus dem 15. Jahrhundert. Vermutlich wurde das Kloster auf dem Gebiet einer frühchristlichen Basilika gegründet. Nach der Inschrift am Eingang wurde das Katholikon 1855 errichtet. Das Kloster beherbergt eine Ikone vom Hodegetria-Typ. Sie wurde mehrfach übermalt, die älteste Malschschicht entstand um das 14. Jahrhundert die jüngste zu Beginn des 17. Jahrhunderts.<ref>Ιερά Μονή Παναγίας Υψενής (Moni Panagia Ypseni), Metropolie Rhodos (griechisch)</ref>

Verkehr

Je nach Jahreszeit existieren mehrmals täglich Busverbindungen mit der Stadt Rhodos. Durch Lardos verläuft die Landstraße ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) von der Ostküste über Laerma und Agios Isidoros auf die Westseite von Rhodos.

Tourismus

Datei:Lardos Beach 02.jpg
Paralía Lárdos

Der Strand von Lardos ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) wurde 2003 als Badegewässer ausgewiesen. Seit 2010 wird die Wasserqualität regelmäßig nach der EG-Badegewässerrichtlinie überprüft und seit 2014 immer mit ausgezeichnet bewertet. In der Mitte des Strandes mündet der Fonias. Der angrenzende Küstenabschnitt ist touristisch erschlossen mit Hotels, Privatunterkünften, Restaurants und Freizeiteinrichtungen.<ref>Λάρδος (Lardos) GRBW149296237, Badegewässerprofil PDF Online, Ministerium für Umwelt und Energie (griechisch)</ref>

Südlich des Dorfes gibt es ein privates Volkskundemuseum.<ref>Folklore Museum in Lardos</ref>

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Lardos – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien