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Zaria

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Zaria
Koordinaten 11° 4′ N, 7° 42′ OKoordinaten: 11° 4′ N, 7° 42′ O
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Symbole
Datei:Flag of the Zaria Emirate.svg
Flagge
Flagge
Basisdaten
Staat Nigeria
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Kaduna
Fläche 300 km²
Einwohner 663.909 (Berechnung 2012)
Dichte 2213 Ew./km²
Ahmadu Bello University
Ahmadu Bello University
Datei:Nigeria-karte-politisch-kaduna.png
Zaria im Bundesstaat Kaduna

Zaria (Saria) ist eine Stadt in Nigeria. Ihr früherer Name war Zazzau. Sie hat über 663.000 Einwohner (Berechnung 2012)<ref>World Gezatteer 2012. Ehemals im Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 1. Januar 2012.@1@2Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive )</ref> und liegt im Bundesstaat Kaduna.

Geografie

Zaria liegt im Norden des Landes, zwischen Kaduna und Kano am Fluss Galma.

Geschichte

Bereits im 10. Jahrhundert lässt sich eine ausgeprägte Stadtkultur der Hausa im späteren Nordnigeria nachweisen. Die heidnischen Habe-Könige herrschten in Zaria von 1486 bis 1804, wurden aber im Laufe der Zeit islamisiert. Aus dem 15., 16. oder 17. Jahrhundert ist die bereits islamische Königin Amina von Zazzau bekannt, die frühestens um 1430, spätestens um 1576/1589 an die Macht kam und bis zu ihrem Tod (um 1610/1623?) regierte.

Im Jahre 1804 wurde Zaria durch die Fulani erobert und eine Islamisierung der Region begann. Der letzte Habe-Herrscher floh mit seinen Anhängern nach Süden, nach Zuba und konnte sich weiterer Fulaniangriffe erwehren. Seine Nachfolger errichteten im Gebiet der heutigen Hauptstadt Nigerias, in Abuja, einen eigenen Staat und nannten sich noch im Jahre 2010 Herrscher von Zazzau.

Zum Ende des 19. Jahrhunderts war Zaria Hauptstadt der Provinz Segseg im afrikanischen Fulbereich Sokoto und lag damals im westlichen Sudan. Es wurde als wichtiger Handelsplatz beschrieben und hatte 50.000 Einwohner. Hugh Clapperton, Adamu Baiki und Richard Lander besuchten die Stadt.

Die jüngste Geschichte Zarias ist durch religiöse Auseinandersetzungen geprägt. In den 1980er Jahren wurden Kirchen zerstört. Der südliche Teil des Bundesstaats Kaduna, in dem Zaria liegt, ist überwiegend von Christen besiedelt, der Norden von Muslimen. Im Jahr 2000 wurde durch Papst Johannes Paul II. das römisch-katholische Bistum Zaria errichtet.

Wirtschaft

In der Region wird Baumwolle angebaut. Die Stadt dient als bedeutender Verkehrsknotenpunkt.

Zaria ist eine Universitätsstadt. Die Ahmadu Bello University ist die größte Universität Nigerias und die zweitgrößte in Afrika (nach der Universität Kairo). Die Universität fiel durch islamistische Intellektuelle auf.

Veranstaltungen

Das Durbar-Festival ist ein traditionelles Fest mit Paraden von Reitern und Fußsoldaten,<ref>Katrin Koops, The role of the horse in Hausa culture, University of Wisconsin-Madison, 1996, S. 304</ref><ref>Dunbar, UNESCO</ref> das alljährlich zum Fest des Fastenbrechens oder zum Islamischen Opferfest in Zaria und anderen Orten veranstaltet wird.<ref name='pan'>Durbar Festival auf thepanafrica.com</ref>

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • Wale Ogunyemi: Queen Amina of Zazzau, University Press PLC, Ibadan, Nigeria 1999, ISBN 978-030567-X
  • M. G. Smith: Government in Zazzau, 1800–1950, Oxford University Press, London, New Yoprk, Toronto 1960

Einzelnachweise

<references/>

Weblinks

Commons: Zaria – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Hinweisbaustein