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Bariumazid

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Strukturformel
Bariumion <math>\mathrm{ \ \Biggl[}</math> Azidion <math>\mathrm{ \ \!\ \Biggr]_2^-}</math>
Allgemeines
Name Bariumazid
Andere Namen

Bariumdiazid

Summenformel Ba(N3)2
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu Vorlage:Linktext-Check in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 242-594-6
ECHA-InfoCard 100.038.706
PubChem 49868104
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 221,37 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS" />

Dichte

2,936 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

120 °C (Zersetzung)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

löslich in Wasser (173 g·l−1 bei 17 °C)<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol Gefahrensymbol

Gefahr

H- und P-Sätze H: 206​‐​301+331​‐​315​‐​319​‐​335
P: 210​‐​264​‐​280​‐​305+351+338​‐​310<ref name="GESTIS" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Bariumazid ist eine instabile chemische Verbindung aus der Gruppe der Bariumverbindungen und Azide.

Gewinnung und Darstellung

Bariumazid kann durch Reaktion von Stickstoffwasserstoffsäure mit Bariumhydroxid gewonnen werden.<ref name="brauer">Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band II, Ferdinand Enke, Stuttgart 1978, ISBN 3-432-87813-3, S. 930.</ref>

<math>\mathrm{2 \ HN_3 + Ba(OH)_2 \longrightarrow Ba(N_3)_2 + 2 \ H_2O}</math>

Eigenschaften

Bariumazid ist ein weißer Feststoff, welcher löslich in Wasser ist. Er zersetzt sich ab einer Temperatur über 120 °C explosionsartig, wobei Stickstoff und Bariumnitrid entsteht. Trockenes Bariumazid ist durch Stoß oder Hitze explosionsfähig und entzündet sich an der Luft von selbst.<ref name="GESTIS" /> Die Verbindung ist bei einer Belastung von 240 N reibempfindlich.<ref name="Explosivstoffe">Köhler, J.; Meyer, R.; Homburg, A.: Explosivstoffe, zehnte, vollständig überarbeitete Auflage. Wiley-VCH, Weinheim 2008, ISBN 978-3-527-32009-7.</ref>

Einzelnachweise

<references />