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Niederasphe

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Niederasphe
Gemeinde Münchhausen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(759)&title=Niederasphe 50° 57′ N, 8° 40′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(759) 50° 56′ 35″ N, 8° 39′ 56″ O
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Höhe: 249 (249–280) m ü. NHN
Fläche: 13,95 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 759 (2020)<ref name="EW" />
Bevölkerungsdichte: 54 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 35117
Vorwahl: 06423
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Niederasphe ist ein Ortsteil der Gemeinde Münchhausen im mittelhessischen Landkreis Marburg-Biedenkopf.

Geographie

Niederasphe liegt in Nordhessen an den Südausläufern des Rothaargebirges und dem Ederbergland. Der Ort liegt in der Nähe des Christenberges mit 384 m ü. NN.

Nachbarorte sind Oberasphe, Simtshausen, Amönau und Treisbach.

Geschichte

Datei:Kirche Niederasphe (05).jpg
Kirche in Niederasphe

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Ortsgeschichte

Die älteste bekannte schriftliche Erwähnung erfolgte unter dem Namen Asfo in einer Kurmainzer Urkunde aus dem Jahr 1108. Zwischen Ober- und Unterasphe wurde seit Ende des 13. Jahrhunderts unterschieden, als Folge der Teilung des Gerichts Asphe in den Langsdorfer Verträgen von 1263.<ref name="lagis" />

Im 14. Jahrhundert wurde eine Pfarrkirche im gotischen Stil errichtet. Das 1574 genannte Nieder-Simtshausen gehörte bereits seit 1577 zur Gemarkung Niederasphe. Im Jahre 1577 wurde ein Burgsitz derer von Hatzfeld erwähnt. Von 1623 bis 1624 wütete die Pest. Im Jahre 1717 starb das Geschlecht von Dersch aus; es kam zu einem Wechsel des Patronatsrechts.


Im Jahre 1821 grassierten die Schwarzen Blattern. Im Jahre 1842 wurde eine Schule gebaut. Von 1910 bis 1914 wurde in Niederasphe die Flurbereinigung durchgeführt. Im Jahre 1922 erhielt der Ort elektrisches Licht. Die Wasserleitung wurde von 1929 bis 1934 gebaut. Im Jahre 1955 erhielt der Ort ein Dorfgemeinschaftshaus, das erste im damaligen Landkreis Marburg.

Im Jahre 1988 wurde die Kläranlage eingeweiht.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Zum 1. Juli 1974 wurden im Zuge der hessischen Gebietsreform die bis dahin selbständigen Gemeinden Münchhausen, Niederasphe, Simtshausen und Wollmar sowie der Ortsteil Oberasphe der Nachbarstadt Battenberg (Eder) im Landkreis Waldeck-Frankenberg kraft Landesgesetz zur neuen Großgemeinde Münchhausen zusammengeschlossen.<ref>Gesetz zur Neugliederung der Landkreise Biedenkopf und Marburg und der Stadt Marburg (Lahn) (GVBl. II 330-27) vom 12. März 1974. In: Der Hessische Minister des Innern (Hrsg.): Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Hessen. 1974 Nr. 9, S. 154, § 2 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 3,0 MB]).</ref><ref></ref> Der Sitz der Verwaltung wurde der Ortsteil Münchhausen. Für alle durch die Gebietsreform in die Großgemeinde eingegliederten Gemeinden wurde je ein Ortsbezirk gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 79 kB) § 6. In: Webauftritt. Gemeinde Münchhausen, abgerufen im Juli 2021.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Niederasphe angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Gerichte seit 1821

Mit Edikt vom 29. Juni 1821 wurden in Kurhessen Verwaltung und Justiz getrennt. Der Kreis Marburg war für die Verwaltung und das Justizamt Wetter als Gericht in erster Instanz für Niederasphe zuständig.<ref name="NK" /> Nach der Annexion Kurhessens durch Preußen 1866 erfolgte am 1. September 1867 die Umbenennung des bisherigen Justizamtes in Amtsgericht Wetter.<ref>Verordnung über die Gerichtsverfassung in vormaligen Kurfürstentum Hessen und den vormals Königlich Bayerischen Gebietstheilen mit Ausschluß der Enklave Kaulsdorf vom 19. Juni 1867. (PrGS 1867, S. 1085–1094)</ref><ref>Verfügung vom 7. August 1867, betreffend die Einrichtung der nach der Allerhöchsten Verordnung vom 19. Juni d. J. in dem vormaligen Kurfürstentum Hessen und den vormals Königlich Bayerischen Gebietstheilen mit Ausschluß der Enklave Kaulsdorf, zu bildenden Gerichte (Pr. JMBl. S. 221–224http://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10509837~SZ%3D237~doppelseitig%3D~LT%3DPr.%20JMBl.%20S.%20221%E2%80%93224~PUR%3D)</ref> Auch mit dem Inkrafttreten des Gerichtsverfassungsgesetzes (GVG) 1877 blieb das Amtsgericht bestehen. 1943 wurde es zur Zweigstelle des Amtsgerichts Marburg und 1946 wurde auch die Zweigstelle geschlossen. Der Bezirk des Amtsgerichts Wetter ging im Bezirk des Amtsgerichts Marburg auf.

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag dem 9. Mai 2011 in Niederasphe 840 Einwohner. Darunter waren 9 (= 1,1 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 138 Einwohner unter 18 Jahren, 339 zwischen 18 und 49, 198 zwischen 50 und 156 und 165 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 330 Haushalten. Davon waren 75 Singlehaushalte, 75 Paare ohne Kinder und 138 Paare mit Kindern, sowie 39 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 54 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 213 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Alle Angaben einschließlich Untersimtshausen.

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1577: 78 Hausgesesse
• 1580: 29 Ackerleute (29 Einläuftige)
• 1630: 53 Hausgesesse (3 dreispännige, 8 zweispännige, 15 einspännige Ackerleute, 27 Einläuftige).
• 1681: 44 hausgesessene Mannschaften.
• 1747: 80 Haushalte.
• 1838: 703 Einwohner (Familien;81 nutzungsberechtigte, 33 nicht nutzungsberechtigte Ortsbürger, 3 Beisassen)
Niederasphe: Einwohnerzahlen von 1789 bis 2020
Jahr  Einwohner
1789
  
463
1800
  
?
1834
  
733
1840
  
753
1846
  
792
1852
  
841
1858
  
812
1864
  
790
1871
  
731
1875
  
770
1885
  
823
1895
  
778
1905
  
805
1910
  
813
1925
  
817
1939
  
836
1946
  
1.145
1950
  
1.095
1956
  
967
1961
  
965
1967
  
942
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
840
2015
  
882
2020
  
758
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />; Dorfentwicklungsplan<ref name="EW" />

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1861: alle Einwohner evangelisch-lutherisch
• 1885: 822 evangelische (= 99,88 %), ein katholischer (= 0,12 %) Einwohner
• 1961: 897 evangelische (= 92,95 %), 68 katholische (= 7,05 %) Einwohner

Historische Erwerbstätigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1789: Erwerbspersonen: 2 Grobschmiede, 4 Schreiner, 1 Wirt, 2 auswärtig beschäftigte Müller, 29 Leineweber, 1 Tagelöhner.
• 1838: Familien: 114 Ackerbau, 3 Gewerbe.
• 1961: Erwerbspersonen: 345 Land- und Forstwirtschaft, 133 Produzierendes Gewerbe, 36 Handel und Verkehr, 52 Dienstleistungen und Sonstiges.

Politik

Für Niederasphe besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Niederasphe) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat für den Ortsbezirk Niederasphe besteht aus sieben Mitgliedern. Die Wahlbeteiligung zur Wahl des Ortsbeirats bei der Kommunalwahl 2021 betrug 54,57 %. Alle Kandidaten gehörten der „Einheitsliste Niederasphe“ an.<ref>Ortsbeiratswahl Niederasphe. In: Votemanager. Gemeinde Münchhausen, abgerufen im August 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Roland Wehner zum Ortsvorsteher.<ref>Ortbeirat Niederasphe. In: Webauftritt. Gemeinde Münchhausen, abgerufen im September 2023.</ref>

Söhne und Töchter des Ortes

Literatur

Weblinks

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise <references> <ref name="lagis">Niederasphe, Landkreis Marburg-Biedenkopf. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 21. Oktober 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E"> Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,0 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 30 und 70, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> <ref name="KF-Hessen"> Georg Landau: Beschreibung des Kurfürstenthums Hessen. T. Fischer, Kassel 1842, S. 389 (online bei HathiTrust’s digital library). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 123 f. (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="NK"> Neueste Kunde von Meklenburg, Kur-Hessen, Hessen-Darmstadt und den freien Städten, aus den besten Quellen bearbeitet. im Verlage des G. H. G. privil. Landes-Industrie-Comptouts., Weimar 1823, S. 158 ff. (online bei HathiTrust’s digital library). </ref> <ref name="EW"> Integriertes kommunales Entwicklungskonzept der Gemeinde Münchhausen. (PDF; 6 MB) Gemeinde Münchhausen, S. 189, abgerufen im September 2023. </ref> </references>

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