Uwe Menzel
Uwe Menzel (* 1974 in Potsdam) ist ein deutscher Neonazi, Musiker und Sänger. Er spielte in verschiedenen Bandprojekten und hatte eigenständige Bands. Sein Szenename Uwocaust spielt gezielt auf den Holocaust an.<ref>Ministerium des Innern, Brandenburg: Verfassungsschutzbericht 2000. Herausgegeben 2001, <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Seite 99 ( des Vorlage:IconExternal vom 18. Juli 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF).</ref> Er gilt als ein Hauptakteur in Brandenburg bei der Förderung von rechtsextremistischen Nachwuchsbands<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verfassungsschutzbericht Brandenburg 2009 ( des Vorlage:IconExternal vom 12. August 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 6,4 MB), S. 101</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verfassungsschutzbericht Brandenburg 2008 ( vom 19. April 2009 im Internet Archive) (PDF; 6 MB), S. 94</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Verfassungsschutzbericht Brandenburg 2007 ( des Vorlage:IconExternal vom 18. Juli 2011 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (PDF; 9,3 MB), S. 72</ref> und unterhält Kontakte zur rechtsextremen Musikszene in Sachsen-Anhalt.<ref>Gemeinsames Lagebild der Verfassungsschutzbehörden Brandenburg und Sachsen-Anhalt zur aktuellen Entwicklung im Rechtsextremismus 2009 (PDF; 948 kB), S. 37</ref>
Leben
Bekannt wurde Menzel mit seinem ersten Bandprojekt, Proissenheads, die „dumpfe Rassismus-Klischees“<ref>Ministerium des Innern, Brandenburg: Verfassungsschutzbericht 1998. Herausgegeben 1999, Seite 24 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (PDF)</ref> verbreitete und bundesweit bei Konzerten der verbotenen Gruppierung Blood & Honour auftrat.<ref>Heike Klefner: Endpunkt einer jahrelangen Entwicklung. In: taz vom 12. Februar 2001</ref> Diese Band probte von 1995 bis 1998 im Rahmen eines integrativen Jugendprojektes in einem städtischen Jugendclub „Club 18“ in Potsdam, bis im Jugendamt bekannt wurde, dass die Band als rechtsextrem eingestuft worden war. Bekannt wurde die Tätigkeit der Band in dem Jugendclub durch die Recherchearbeit antifaschistischer Strukturen in Potsdam.<ref>Ministerium des Innern, Brandenburg: Verfassungsschutzbericht 1998. Herausgegeben 1999, Seite 24 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Mai 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot (PDF)</ref> Menzel selbst bezeichnete Gaskammern als „nützlichste Erfindung der Menschheit“.<ref>Heike Klefner: Endpunkt einer jahrelangen Entwicklung. In: taz vom 12. Februar 2001</ref>
Das Amtsgericht Potsdam erlegte Menzel und zwei Mitangeklagten eine Geldstrafe auf, weil sie in der ersten Hälfte des Jahres 2000 illegal im Besitz von Waffen waren.<ref>Noch ein V-Mann-Fall. Verfassungsschutz des Landes Brandenburg, archiviert vom Original am 7. Juli 2017</ref>
Musikstil und Texte
Musikalisch sind die Projekte unterschiedlich. Die Projekte Burn Down und Bloodshed fallen im Gegensatz zu Uwocaust und Alte Freunde und Proissenheads in den Bereich Hatecore.<ref>Arbeitsstelle Rechtsextremismus bei Miteinander e.V., Argumente & Kultur gegen Rechts e.V. (Hrsg.): Argumentationshilfe gegen die „Schulhof-CD“ der NPD Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl 2011 Magdeburg und Bielefeld, März 2011 Seite 7 (PDF; 400 kB).</ref>
Im Jahr 2012 nahm die Thüringer Band Sonderkommando Dirlewanger (SKD), die dem Netzwerk Blood and Honour nahesteht, mit 14 anderen Rechtsrock-Bands eine gemeinsame Solidaritäts-CD für Ralf Wohlleben auf. Auch Uwocaust & alte Freunde waren darauf vertreten.<ref>Ralf Wohlleben: Rechte Szene sammelt Geld für mutmaßlichen NSU-Helfer. spiegel.de vom 17. November 2012</ref>
Diskografie
Proissenheads
- 1995 – Proissen (Demo Kassette, Eigenproduktion)
- 1997 – Sachsens Glanz und Preußens Gloria – Split EP mit „Die Moite“
- 1999 – Jung und Stolz (indiziert<ref>Bundesanzeiger vom 27. Juni 2025, folgeindiziert</ref>)
- 1999 – Bruderkrieg (indiziert<ref>Bundesanzeiger Nr. 120 vom 30. Juni 2005, Liste A</ref>)
- 2001 – Mordkommando
- 2001 – Engel der Sünde
Aryan Brotherhood
- 1998 – German – British Terrormachine Vol. 1 (indiziert<ref>Bundesanzeiger vom 30. Oktober 2023</ref>)
- 2003 – Fanatiker (indiziert<ref>Bundesanzeiger Nr. 142 vom 31. Juli 2004, Liste A</ref>)
- 2004 – C.O.T.L. Tag X (indiziert<ref>Bundesanzeiger 31.05.2012, Liste B</ref>)
- 2004 – Anpassung ist Feigheit – Sturm über Europa
- 2007 – Hass schürender Lärm 2 – Split EP mit „Macht & Ehre“ & „Die Barbaren“ (indiziert<ref>Bundesanzeiger Nr. 204 vom 31. Oktober 2007, Liste A</ref>)
- 2009 – Solidarität 3 – Rosarot
- 2021 – Gift für die Ohren 3 (Split-CD mit D.S.T.)
Bloodshed
- 2003 – Außer Kontrolle (indiziert<ref>Bundesanzeiger Nr. 224 vom 29. November 2003, Liste A</ref>)
- 2004 – Asche zu Asche
- 2005 – European Sons of Glory – Sampler (indiziert<ref>Bundesanzeiger Nr. 83 vom 31. Mai 2011, Liste A</ref>)
- 2006 – Wut (indiziert<ref>Bundesanzeiger Nr. 205 vom 31. Oktober 2006, Liste A</ref>)
- 2007 – Zorn (indiziert<ref>Bundesanzeiger Nr. 34 vom 29. Februar 2008, Liste A</ref>)
- 2007 – Die Söhne Potsdams 2 – Split EP mit „Cynic & Lost Souls“ (indiziert<ref>Bundesanzeiger Nr. 95 vom 27. Juni 2008, Liste A</ref>)
- 2009 – Die Söhne Potsdams 3 – Split
- 2011 – In Anerkennung – Patriae inserviendo consumer
- 2011 – Wenn die Flüsse rot sich färben
- 2021 – Zum letzten Gruß (indiziert<ref>Bundesanzeiger vom 30. März 2023</ref>)
Burn Down
- 2005 – Tag der Rache
- 2007 – Gift für die Ohren – Split mit XxX (indiziert<ref>Bundesanzeiger vom 31. Mai 2017, Liste A</ref>)
- 2008 – Zyklon Sturm der Vergeltung
- 2014 – Keine Gnade
Uwocaust & alte Freunde
- 2009 – Feindbild (indiziert<ref>Bundesanzeiger Nr. 32 vom 26. Februar 2010, Liste A</ref>)
- 2010 – Sprengstoffmelodien (indiziert<ref>Bundesanzeiger Nr. 181 vom 30. November 2010, Liste A</ref>)
- 2010 – NPD-Schulhof-CD – Freiheit statt BRD (indiziert<ref>Bundesanzeiger Nr. 138 vom 14. September 2010, Liste A</ref>)
- 2012 – Die Söhne Potsdams 4
- 2012 – Blutgruppe
- 2013 – Unsterblichkeit EP
Kein Leben ohne Kampf
- 2015 – Kein Leben ohne Kampf
Uwocaust und RAConquista
- 2016 – Uns leite einzig Blut und Treue
- 2018 – Kaltblütig
Blutrein
- 2019 – Naturkampf (indiziert)
- 2021 – Überlebenskampf
- 2023 – Ahnenkampf
Uwocaust and the Angry Bois
- 2022 – Das alte Feuer
- 2025 – Vom alten Schlag
Einzelnachweise
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Menzel, Uwe |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher neonazistischer Musiker und Sänger |
| GEBURTSDATUM | 1974 |
| GEBURTSORT | Potsdam |