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Fritz Max Hofmann-Juan

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Fritz Max Hofmann-Juan (* 9. Juli 1873 in Dresden; † 31. Mai 1937 ebenda) war ein deutscher Maler und Grafiker.

Leben

Datei:Irena Rüther-Rabinowicz Grab Dresden.JPG
Grabstätte von Fritz Max Hofmann-Juan

Fritz Max Hofmann-Juan, wie er sich etwa seit 1906 nannte, studierte an der Kunstakademie in Dresden und etwa ab 1895 in Paris an der Académie Julian. Seine Lehrer in Dresden waren unter anderem Leon Pohle und Ferdinand Pauwels sowie Leonhard Gey und Julius Scholtz. Er gehörte nach seiner Rückkehr aus Frankreich 1910 der Münchner Künstlergruppe Sema an,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein., Galerie Königstraße</ref> deren erster Schriftführer er zeitweise war.<ref>Susanne M. I. Kaufmann: Die „Künstlervereinigung Sema“. Eine Künstlergruppierung zwischen expressionistischer Kunstauffassung und den Mechanismen des Kunstmarktes. (PDF; 11,3 MB) LMU München, 2008, S. 15 mit Anm. 56, abgerufen am 6. Juli 2016.</ref> 1915 wurde eines seiner Werke als „sicherlich eine der stärksten Leistungen“ der Jahresausstellung von 1914 im Glaspalast in München gelobt.<ref>Die Kunst. Monatshefte für freie und angewandte Kunst. Band 31. F. Bruckmann, München 1915, S. 63 (Textarchiv – Internet Archive).</ref> Später lebte er in Dresden, wo er mit dem Jakob-Böhme-Bund in Kontakt kam. Eine Indienreise im Jahr 1927 inspirierte ihn nachhaltig. In den 1930er Jahren entwickelte sich sein Stil von einem eher eruptiven Expressionismus zu einer klassischen Strenge, die an spanische Werke des 17. und 18. Jahrhunderts erinnerte.

In der Zeit des Nationalsozialismus war Hofmann-Juan obligatorisch Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste.

Hofmann-Juan wurde in einer Gemeinschaftsgrabstelle auf dem Loschwitzer Friedhof bestattet. Dort sind auch seine Ehefrau Liddy (1884–1935), die Künstlerin Irena Rüther-Rabinowicz, ihr Mann, der Künstler Hubert Rüther, ihr zweiter Gatte und ihre Mutter begraben;<ref name="Juden in Mittelsachsen">Dresdens jüdische Künstler: Irena Rüther-Rabinowicz. In: Juden-in-Mittelsachsen.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 4. März 2016; abgerufen am 6. Juli 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.juden-in-mittelsachsen.de</ref> laut Peter Richter wurde Hofmann-Juan „zwischen seiner Ehefrau, seiner Geliebten und deren Ehemann aufrecht stehend sowie mit einer Pistole und einer Schachtel Zigaretten in der Hand“ beerdigt.<ref>Peter Richter, Journalist und Schriftsteller. In: Sächsische Zeitung. 7. Oktober 2006, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 9. August 2016; abgerufen am 6. Juli 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sz-online.de</ref>

Ein Porträt Hofmann-Juans schuf Willy Kriegel.<ref>Öffentliche Beschlüsse des Stadtrates der Großen Kreisstadt Freital vom 27. Juni 2007 und 5. Juli 2007. In: freital.de. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar); abgerufen am 6. Juli 2016.</ref> 2001 fand in Freital eine Ausstellung mit Bildern Hofmann-Juans statt.<ref>Heute in den Feuilletons: FAZ, 24.04.2001. In: Perlentaucher.de. Abgerufen am 6. Juli 2016.</ref>

Einzelne Werke

Eine Lithographie aus der Zeit in Frankreich trägt den Titel Notre-Dame de Paris. Ein Abzug dieses 1912 entstandenen Werks befindet sich im Los Angeles County Museum of Art.<ref>Notre-Dame de Paris. In: LACMA Collections. Abgerufen am 6. Juli 2016.</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/Wartung/TodayDer Wert des Parameters archive-today muss ein Datum der Form YYYYMMDD oder Zeitstempel der Form YYYY.MM.DD-hhmmss bzw. YYYYMMDDhhmmss sein. Eintrag im Katalog der La Vera Pohl Collection of German Expressionism.</ref> Während seiner Aufenthalte in Paris entwickelte Hofmann-Juan als Maler zunächst einen Stil, der dem der französischen Impressionisten nahekam. Zu seinen Hauptwerken aus dieser Schaffensphase gehört das 81 cm hohe und 66 cm breite Ölgemälde Frauenraub, das um 1910 entstand.

Datei:Fritz Max Hofmann-Juan Baalbek Sonnentempel.jpg
Sonnentempel von Baalbek

Ungefähr um dieselbe Zeit schuf Hofmann-Juan mehrere Bilder des Sonnentempels von Baalbek, von denen er eines 1911 in München ausstellte.<ref>Fritz Max Hofmann-Juan „Baalbe[c]k (Syrien) Sonnentempel“. Wohl vor 1911. In: BeyArs.com. Abgerufen am 6. Juli 2016.</ref>

Die Gesellschaft im Freien, ein Werk, das offenbar zeitweise auch den Titel Ruinen eines Heiligtums trug, dürfte von Édouard Manets Frühstück im Grünen beeinflusst sein. Hofmann-Juan malte es 1922 und löste damit einen Skandal aus.

Das Bild Heiliger Tempelteich gehört zu einer Reihe von Gemälden, die 1927 auf der Dresdner Kunstausstellung gezeigt wurden und wohl den Höhepunkt des Schaffens Hofmann-Juans darstellen. Seine Indienreise hatte er angetreten, um die Fresken in den Tempeln von Ajanta zu restaurieren.<ref>Fritz Max Hofmann-Juan. Schmidt Kunstauktionen Dresden, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. August 2016; abgerufen am 6. Juli 2016.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schmidt-auktionen.de</ref>

Zu den spätesten Werken des Malers gehört das Porträt der Künstlerin Irena Rüther-Rabinowicz. Es zeigt die Malerin, die sich 1919 als erste weibliche Studentin an der Kunstakademie Dresden immatrikuliert hatte, in eleganter Kleidung vor der angedeuteten Silhouette Dresdens. Im Katalog der Städtischen Kunstsammlung Freital wird dieses Bild mit den Repräsentationsporträts im Spanien des 17. Jahrhunderts verglichen.<ref name="Juden in Mittelsachsen" /> Ein weiteres Porträt der Künstlerin, das Hofmann-Juan ebenfalls 1935 schuf, zeigt diese im Reiterkostüm vor einem Pferd. Hofmann-Juan hatte sie während ihres Studiums von 1919 bis 1922 finanziell unterstützt, und sie blieb ihm lebenslang verbunden.<ref>Dresdens jüdische Künstler. 2005, S. 61 (Ausstellungskatalog)</ref>

Ausstellungen (unvollständig)

Sicher belegte Teilnahme an Ausstellungen in der Zeit des Nationalsozialismus

  • 1933: Dresden, Brühlsche Terrasse („Die Kunst dem Volke“)
  • 1935: Dresden („Dresdner Kunstausstellung mit Sonderschau Kriegsbilder“)
  • 1936: Dresden („Kunstausstellung Dresden“)

Postume Ausstellungen mit Werken Hofmann-Juans

Literatur

  • Holger Fischer, Rolf Günther: Fritz Hofmann-Juan 1873–1937. Städtische Sammlungen, Freital 2001 (Katalog der gleichnamigen Ausstellung, 8. April bis 20. Mai 2001).
  • Rolf Günther: Fritz Hofmann-Juan. In: Weltkunst, Jg. 71 (2001), S. 633, ISSN 0043-261X.

Weblinks

Commons: Fritz Max Hofmann-Juan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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