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Bahnhof Orxhausen

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Vorlage:Hinweisbaustein

Orxhausen
Bahnhof Orxhausen (Niedersachsen)
Bahnhof Orxhausen (Niedersachsen)
Daten
Betriebsstellenart Betriebsbahnhof
Bahnsteiggleise 0
Abkürzung HORX
Eröffnung 1991
Lage
Stadt/Gemeinde Einbeck
Ort/Ortsteil Orxhausen
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 51′ 22″ N, 9° 59′ 17″ OKoordinaten: 51° 51′ 22″ N, 9° 59′ 17″ O
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Eisenbahnstrecken Bahnstrecken bei Orxhausen
Bahnhöfe in Niedersachsen

BW

Der Bahnhof Orxhausen ist ein Betriebsbahnhof beim Streckenkilometer 62 der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg.

Die Bahnanlage liegt östlich des Dorfes Orxhausen, das zur niedersächsischen Stadt Einbeck gehört, und trägt daher dessen Namen.<ref name="nbs-1984-211212n">DB Projektgruppe Hannover-Würzburg (Nord) (Hrsg.): Neubaustrecke Hannover–Würzburg: Bad Gandersheim. Broschüre (14 Seiten, gefaltet) mit Stand vom 1. April 1984.</ref>

Lage und Aufbau

Der rund 2000 m lange<ref name="db-1984-11"/> Bahnhof liegt zwischen Gande-Talbrücke und Hopfenbergtunnel.<ref name="bundesbahn-1984-11"/>

Der Betriebsbahnhof wurde als ein erweiterter Typ mit einem Aufstellgleis (ohne Oberleitung), vier Abstellgleisen für Bau- und Unterhaltungsfahrzeuge, einem Stellwerk sowie zwei ausgezogenen Stumpfgleisen gebaut.<ref name="bundesbahn-1984-11">Deutsche Bundesbahn, Projektgruppe Hannover–Würzburg Nord der Bundesbahndirektion Hannover: Die Neubaustrecke Hannover–Würzburg. Der Abschnitt Hannover–Northeim. Broschüre (43 Seiten) mit Stand von 1984, S. 11.</ref> Beidseits der durchgehenden Hauptgleise liegt je ein Überholgleis von 750 m Nutzlänge.<ref name="db-1984-11">Projektgruppe Hannover-Würzburg Nord der Bahnbauzentrale an der Bundesbahndirektion Hannover (Hrsg.): Neubaustrecke Hannover–Würzburg: Der Abschnitt Hannover–Würzburg: Der Abschnitt Hannover–Northeim. 42-seitige Broschüre, 1984, S. 9, 11.</ref> Die beiden südlichen Stumpfgleise sind inzwischen stillgelegt (Stand: 1. April 2011).<ref name="db-2011-04">DB Netz AG (Hrsg.): Gleise in Serviceeinrichtungen (PDF; 134 kB). Dokument mit Stand vom 1. April 2011, S. 7.</ref> Die beiden durchgehenden Hauptgleise waren im Inbetriebnahmezustand in beiden Bahnhofsköpfen durch Gleiswechsel mit jeweils vier Weichen miteinander verbunden.<ref name="db-1986-10">Deutsche Bundesbahn (Hrsg.): Neubaustrecke Hannover–Würzburg. Der Abschnitt Hannover–Northeim. Broschüre, 42-seitige Broschüre, Hannover 1986, S. 10.</ref> Der auf der Gandetalbrücke gelegene nördliche Gleiswechsel wurde Ende der 1990er Jahre zurückgebaut.

Neben einem Weichenmontageplatz<ref name="bundesbahn-1984-11"/> wurde auch eine (teilweise überdachte) Oberbau-Lagerfläche angelegt.<ref name="db-1984-07"/>

Ein elektronisches Stellwerk der Bauart EL S SIMIS C auf dem Gelände der Bahnanlage steuert den Betriebsbahnhof.<ref name="db-1984-07"/> Auch der Betriebsbahnhof Escherde wird von dort ferngesteuert.<ref name="nbs-1984-102">DB Projektgruppe Hannover-Würzburg (Nord) (Hrsg.): Giesen. Nordstemmen, Broschüre (12 Seiten, gefaltet) mit Stand vom 1. November 1984.</ref> Im Stellwerksgebäude wurden auch Sozial- und Aufenthaltsräume angelegt.<ref name="db-1984-07"/>

Die Bahnanlage liegt in weiten Teilen in einem 2 bis 6,5 m tiefen Einschnitt in einer mehrere Meter tiefen Lößlehmschicht. Die angrenzenden Böschungen sind vergleichsweise flach (Neigungsverhältnisse von 1:1,8 bis 1:2,5) geneigt. Nach Süden, zum Tunnelportal hin, erreicht der Einschnitt eine Tiefe von bis zu 21 m.<ref name="db-1984-07">DB, Projektgruppe Hannover–Würzburg (Nord) (Hrsg.): Neubaustrecke Hannover-Würzburg: Kreiensen, Orxhausen, Bentierorde, Billerbeck. Zwölfseitige Falt-Broschüre mit Stand vom 1. Juli 1984.</ref> Der Bahnhof liegt in einem Längsgefälle von 1,5 Promille.<ref name="bundesbahn-1984-11"/>

Der Bahnhof ist über eine Zufahrt an die Kreisstraße K 645 angebunden. Diese Straße war in der Bauphase des Bahnhofs auf einer Länge von 750 m neu trassiert, angehoben und auf einer Brücke über die Neubaustrecke geführt worden. Als Ersatz für mehrere durch den Bahnhof unterbrochene Wirtschaftswege wurde darüber hinaus ein neuer Wirtschaftsweg östlich der Bahnanlage gebaut.<ref name="db-1984-07"/>

Geschichte

Der Standort des Bahnhofs erwies sich als günstig, um die vorgegebene Längsneigung von 1,5 Promille nicht zu überschreiten.<ref name="db-1986-10"/>

In der Planungs- und Bauphase lag die Anlage im Planfeststellungsabschnitt 2.12 der Neubaustrecke.<ref name="db-1984-07"/> Der Bahnhof ging im Juni 1991 zusammen mit dem Abschnitt Hannover–Edesheim der Strecke in Betrieb.

Am 6. Januar 2002 entgleiste ein Turmtriebwagen (TVT) bei der Einfahrt in den Betriebsbahnhof, da die Elemente einer Weiche in nicht koordinierter Stellung waren.<ref name="eri-2002-50">Meldung Sicherheitsprobleme mit Schnellfahrweiche. In: Eisenbahn-Revue International, Ausgabe 2/2002, ISSN 1421-2811, S. 50.</ref>

Im Juni 2017 wurden auf einem Überholgleis des Bahnhofs Gleisverwerfungsversuche durchgeführt. Damit sollten neue Erkenntnisse hinsichtlich einer möglichen Gleisverwerfung infolge von genügend hohen Schienenkräften gesammelt werden.<ref name="eik-2022-41">Daniel Wilkin, Michael Mißler, Manfred Zacher: Neue Erkenntnisse zur Lagestabilität von Schottergleisen. In: Eisenbahn-Ingenieur-Kompendium. 2022, ISSN 2511-9982, ZDB-ID 2878509-5, S. 41–63.</ref>

Das Elektronische Stellwerk des Bahnhofs, einschließlich der LZB-Zentrale, wurde 2012 erneuert. Seitdem wird es aus der Betriebszentrale Hannover ferngesteuert.

Weblinks

Commons: Bahnhof Orxhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />