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Amrullah Saleh

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Amrullah Saleh (2011)

Amrullah Saleh (paschtunisch und persisch امرالله صالح, DMG {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); * 15. Oktober 1972) ist ein afghanischer Politiker und seit 2019 de jure Erster Vizepräsident der Islamischen Republik Afghanistan.

Seit der Flucht von Staatspräsident Ghani aufgrund des Vormarsches der Taliban im August 2021 ist Saleh einer der Anführer des sogenannten Pandschschir-Widerstands. Am 17. August 2021 erklärte er sich zum legitimen Übergangspräsidenten Afghanistans.<ref>tagesschau.de: Entmachteter Präsident: Ghani findet Zuflucht in den Emiraten. Abgerufen am 18. August 2021.</ref> Nach der Machtübernahme der Taliban in Pandschschir drei Wochen später am 6. September 2021 flüchtete Saleh aus dem Land.<ref name="intercept">Afghan resistance leaders, long backed by CIA, have fled following Taliban takeover. 21. September 2021, abgerufen am 26. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Leben

Im Alter von 24 Jahren wurde er im Jahr 1997 zum Kontaktmann der Vereinten Front für internationale Hilfsorganisationen und ausländische Geheimdienste. Die Vereinte Front kämpfte von 1995 bis 2001 unter der Führung von Ahmad Schah Massoud gegen die afghanischen Taliban und die Terrororganisation Al-Qaida. Nach dem Fall des Talibanregimes wurde Amrullah Saleh im Jahr 2004 zum Direktor des afghanischen Geheimdienstes National Directorate of Security ernannt.<ref name="ORFfeidlich">Pakistan „feindlich gesinntes Land“. In: ORF. 16. Mai 2011, abgerufen am 16. Mai 2011.</ref> Im Juni 2010 trat er von diesem Posten aufgrund politischer Differenzen mit dem Präsidenten Hamid Karzai zurück.

Ende 2010 gründete Saleh eine politische Bewegung, das National Movement, auch Afghanistan Green Trend, gegen die „Talibanisierung“ und für die Demokratisierung Afghanistans. Unter anderem stehen der Paschtune Hanif Atmar (ehemaliger Innenminister),<ref name="Afghanistan Analyst Network">The Green Trend mobilisation. In: AAN. 18. Mai 2011, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 8. März 2012; abgerufen im Januar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Abdullah Abdullah (Karzais stärkster Gegenkandidat bei den Präsidentschaftswahlen 2009), Ustad Atta Mohammad Noor (Gouverneur von Balch) und Ahmad Zia Massoud Amrullah Saleh politisch nahe. Im Mai 2011 demonstrierten mehr als 10.000 seiner Anhänger in der Hauptstadt Kabul gegen die Gewalt der Taliban in Afghanistan.<ref name="New York Times">Thousands of Afghans Rally in Kabul. In: New York Times. 5. Mai 2011, abgerufen am 16. Mai 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Die Taliban waren nach Angaben der Vereinten Nationen für 76 % der zivilen Todesopfer in Afghanistan im Jahr 2009, 75 % im Jahr 2010 und 80 % im Jahr 2011 verantwortlich.<ref name="The Weekly Standard">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: The Weekly Standard, 10. August 2010 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name="The New York Times">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: The New York Times, 13. Februar 2011 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name="UNAMA">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: United Nations Assistance Mission in Afghanistan, 9. März 2011 (english).Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref><ref name=Kegley>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref>

Amrullah Saleh kritisierte die Unterstützung Pakistans für die Taliban und bezeichnete Pakistan als „feindlich gesinntes Land“.<ref name="ORFfeidlich" /> Das größte Problem sei, dass Pakistan den Anführern der Taliban einen sicheren Zufluchtsort biete.<ref name="Sueddeutsche Zeitung">Vorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/NameVorlage:Cite book/Name Vorlage:Cite book/URL In: Sueddeutsche Zeitung, 16. Mai 2011Vorlage:Cite book/URL Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2</ref>

Im Januar 2012 unterzeichnete Amrullah Saleh mit der National Front, welche als Nachfolgeorganisation der United Front (Nordallianz) angesehen wird, und US-amerikanischen Kongressabgeordneten nach einem Treffen in Berlin eine gemeinsame Erklärung. Sie fordert die Einbindung der Anti-Taliban-Afghanen in den Friedensprozess, die Stärkung regionaler und nationaler Institutionen, sowie eine Änderung des Wahlrechts.<ref name="Berlin Meeting">Rep. Rohrabacher Leads Bipartisan Delegation’s Afghanistan Strategy Session With National Front Leaders in Berlin. In: rohrabacher.house.gov. 9. Januar 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 16. September 2012; abgerufen am 14. Januar 2012 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Am 23. Dezember 2018 nominierte ihn Staatspräsident Ghani als Innenminister.<ref>Ghani appoints Pakistan critics to top security posts. Afghan president nominates new heads for defence, interior ministries. 24. Dezember 2018, abgerufen am 24. Dezember 2018 (englisch).</ref>

Um bei der Afghanischen Präsidentschaftswahl am 28. September 2019 als Vizepräsident unter dem derzeitigen Präsidenten Ashraf Ghani antreten zu können, trat Amrullah Saleh im Januar 2019 von der Position des Innenministers zurück.<ref>Afghan interior minister resigns to join President Ghani's election... In: Reuters. 19. Januar 2019 (reuters.com [abgerufen am 13. März 2019]).</ref>

Am 28. Juli 2019 überlebte er einen Anschlag auf die Zentrale seiner Partei "Afghanistan Green Trend", bei dem zwanzig Menschen getötet und etwa fünfzig verletzt wurden.<ref>tagesschau.de: Tote bei Anschlag auf Parteizentrale in Kabul. Archiviert vom Vorlage:IconExternal; abgerufen am 28. Juli 2019.</ref> Ebenso überlebte er einen Anschlag auf seinen Konvoi am 9. September 2020 in Kabul, bei dem zehn Personen getötet und mindestens zwölf verletzt wurden.<ref>Amrullah Saleh: Afghanistans Vizepräsident überlebt Bombenattentat. In: Spiegel Online. 9. September 2020, abgerufen am 7. Juni 2023.</ref>

Nach der Eroberung von Kabul durch die Taliban am 15. August 2021 zog er sich in die Pandschschir-Provinz zurück und erklärte sich zum legalen Übergangspräsidenten der Islamischen Republik Afghanistan.<ref>Tweet vom 17. Aug. 2021, 17:31. In: Twitteraccount Office of President Amrullah Saleh. 17. August 2021, abgerufen am 17. August 2021.</ref> Er führt zusammen mit Ahmad Massoud den Pandschschir-Widerstand an.<ref>Versagen der afghanischen Armee: Die falschen Sündenböcke. Abgerufen am 18. August 2021.</ref> Nach Angaben des Sohnes von Amrullah Saleh erschossen die Taliban den Bruder von Amrullah, als sie diesen bei einer Fahrzeugkontrolle im September 2021 identifizierten.<ref>Afghanistan: Taliban sollen Bruder von Ex-Vizepräsident Saleh getötet haben. In: Der Spiegel. Abgerufen am 11. September 2021.</ref><ref>Brother of Afghan opposition figure executed by Taliban, family says. 10. September 2021, abgerufen am 11. September 2021 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Berichten zufolge floh Saleh zusammen mit Massoud kurz nach der Machtübernahme der Taliban in Pandschschir am 6. September 2021 nach Tadschikistan.<ref name="intercept" />

Weblinks

Commons: Amrullah Saleh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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