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Geraldine Peroni

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Geraldine Peroni (* 5. Juli 1953 in Manhattan, New York City; † 3. August 2004 ebenda) war eine US-amerikanische Filmeditorin, die insbesondere durch ihre Zusammenarbeit mit dem Regisseur Robert Altman Bekanntheit erlangte.

Leben

Obwohl in Manhattan geboren, wuchs Geraldine Peroni in Rockaway Beach, Queens mit ihrer Schwester Pamela und ihrem Bruder Peter auf.<ref name="nytimes">Ben Sisario: Geraldine Peroni, 51; Film Editor Worked With Robert Altman auf nytimes.com vom 7. August 2004 (englisch), abgerufen am 21. Juni 2011</ref> Im Laufe ihres jungen Lebens übte sie unterschiedlichste Berufe aus. So arbeitete sie in einem Frauenhaus, war Kellnerin, arbeitete in einer High-School und im U.S. Post Office Poughkeepsie.<ref name="blogofdeath"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Geraldine Peroni (Memento vom 3. Januar 2011 im Internet Archive) auf blogofdeath.com (englisch), abgerufen am 21. Juni 2011</ref> Außerdem war sie eine der ersten Frauen, die das schriftliche Feuerwehrexamen des New York City Fire Department 1977 bestanden.<ref name="variety">@1@2Vorlage:Toter Link/www.variety.comGeraldine Peroni (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche im Internet Archive )Vorlage:Toter Link/archivebot auf variety.com vom 7. August 2004 (englisch), abgerufen am 21. Juni 2011</ref><ref name="indepedent">Tony Sloman: Geraldine Peroni - Oscar-nominated film editor on 'The Player' auf independent.co.uk vom 31. August 2004 (englisch), abgerufen am 21. Juni 2011</ref> Als sie Taxis für Ann Service Company in New York City fuhr, lernte sie einen angehenden Drehbuchautoren kennen, der am Hunter College studierte und sie davon überzeugte es ihm gleichzutun. Sie schrieb sich ein und graduierte erfolgreich im Bereich Film.<ref name="blogofdeath"/>

Nach ihrem Studium erhielt sie 1983 erstmals die Chance für das Drama Drei Frauen in New York als Schnittassistentin arbeiten zu dürfen. Anschließend assistierte sie Sonya Polonsky in Matewan und Elizabeth Kling in Vasallen des Satans, bevor sie der Oscarpreisträgerin Thelma Schoonmaker zweimal in Die letzte Versuchung Christi und New Yorker Geschichten assistieren konnte.

Insbesondere mit dem US-amerikanischen Autorenfilmer Robert Altman verband sie eine langjährige Zusammenarbeit und tiefe Freundschaft. Nachdem er sie Ende der 1980er-Jahre nach Frankreich einlud, bot er ihr ihren ersten eigenverantwortlichen Filmschnitt in der Filmbiografie Vincent und Theo an.<ref name="editorsguild">Sharon Benoit: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Picture Editor Geraldine Peroni (Memento vom 5. Januar 2016 im Internet Archive) auf editorsguild.com (englisch), abgerufen am 21. Juni 2011</ref> Es sollten sieben weitere Filme folgen, darunter Short Cuts, Prêt-à-Porter und Dr. T and the Women. Laut Altmans Aussage, war das Verhältnis zueinander auf einer tiefen Vertrauensbasis begründet, dass sie sich einander blind verstanden. (I trusted her totally with everything [...] She and I saw very much the same way – we just read each other so well.)<ref name="variety"/> Das ging sogar so weit, dass Altman während des Drehens oft mit dem Hintergedanken arbeitete, ob es seiner persönlichen Editorin gefiele, was er dort produziere. (It gets to the point where I could be shooting a scene and a little bird will jump into my ear and say, 'Gerri's not going to like this'.)<ref name="nytimes"/><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Archivierte Kopie (Memento vom 4. Juli 2008 im Internet Archive)</ref> Er vertraute so sehr auf ihr Urteil, dass sie sich beim Filmschnitt immer wieder durchsetzen konnte. So schnitt sie Szenen mit den Gaststars Patrick Swayze und Jeff Daniels in The Player heraus. Für diesen Filmschnitt wurde sie auch 1993 mit einer Oscar-Nominierung für den Besten Schnitt bedacht.<ref name="indepedent"/>

Neben ihrer 19-jährigen Mitgliedschaft der American Cinema Editors<ref name="editorsguild"/> war sie vor allen Dingen dafür bekannt, dass sie noch mit alten Maschinen wie Steenbeck oder Moviola schnitt und das Erlernen der digitalen Schneidetechnik Avid verweigerte.<ref name="blogofdeath"/>

Am 3. August 2004 beging Geraldine Peroni, nach Angaben des Gerichtsmediziners, Suizid in ihrem Haus in Manhattan, was durch die Familie bestritten wurde. Sie verstarb während der Dreharbeiten zu Brokeback Mountain, weswegen der Rest ihrer Arbeit von ihrem ehemaligen Assistenten, dem Editor Dylan Tichenor, übernommen wurde. Beide wurden später unter anderem für einen British Academy Film Award und einen Eddie Award nominiert. Ebenfalls erhielt sie posthum einen Satellite Award.

Filmografie (Auswahl)

Auszeichnungen

  • Eddie Awards
    • 1993: Best Edited Feature Film – The Player (nominiert)
    • 2006: Best Edited Feature Film – Brokeback Mountain (nominiert)

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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