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Olsborg

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Olsborg

Datei:Olsborg.JPG
Olsborg vom Ufer (2011)
Gewässer Großer Plöner See
Geographische Lage 54° 9′ 10,3″ N, 10° 25′ 44,5″ OKoordinaten: 54° 9′ 10,3″ N, 10° 25′ 44,5″ O
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Länge 280 m
Breite 120 m
Fläche 2 ha
Höchste Erhebung 22 m ü. NN
Einwohner unbewohnt
Datei:Burgwallinsel Plön.jpg
Slawische Burg Plune
Slawische Burg Plune

Olsborg ist eine heute unbewohnte Insel im Großen Plöner See und steht unter Naturschutz.

Lage und Beschreibung

Die mittlerweile bewaldete Insel liegt etwa 150 m südlich des Nordufers des Sees und der Stadt Plön, der Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Schleswig-Holstein. Sie besitzt eine annähernde Tropfenform und hat bei einer Länge (in Ost-West-Richtung) von etwa 280 m und einer maximalen Breite von 120 m eine Fläche von ca. 2 Hektar. Die natürliche Erhebung von Olsborg liegt mit einer Höhe von ca. 22 m etwa einen Meter über dem durchschnittlichen Seespiegel von 21,1 m über NHN.

Historie

Olsborg wurde nach heutigem Erkenntnisstand aufgrund dendrologischer Untersuchungen gegen Mitte des 10. Jahrhunderts erstmals von Wagriern besiedelt. Sie befindet sich östlich des Limes Saxoniae. Auf der Insel befand sich wohl auch die slawische Siedlung Plune (die Keimzelle des heutigen Plön), die Adam von Bremen in seiner Gesta Hammaburgensis ecclesiae pontificum und auch der Chronist Helmold von Bosau in der Chronica Slavorum beschreibt. Zu dieser Zeit führte eine Brücke auf die Insel. In der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts wurde die Burg wieder aufgegeben. Nach einer Urkunde von Albert von Stade wurde die Burg 1173 auf den heutigen Schlossberg von Plön verlegt.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />"Olsborg - ein mittel- bis spätslawischer Zentralplatz im Osten Schleswig-Holsteins" (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.uni-kiel.de, Internetveröffentlichung des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, 2011</ref> Bei Grabungen und unterwasserarchäologischen Untersuchungen in den Jahren 1949/50 und 2004–2007 wurden zahlreiche Siedlungsreste sowie Fundstücke (u. a. Tierknochen, Keramikteile und Reste der Brücke) freigelegt bzw. geborgen.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie aus dem Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Kiel, Band 165 (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/webcl3top.rz.uni-kiel.de, herausgegeben von Ulrich Müller, Sunhild Kleingärtner und Florian Huber, Verlag Dr. Rudolf Habelt GmbH, Bonn 2009, PDF-Datei</ref><ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Olsborg-Plune, Eine spätslawische Inselburg in Schleswig-Holstein (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/webcl3top.rz.uni-kiel.de, Internetveröffentlichung des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Uni Kiel, Inhalt von Dr. Ralf Bleile und Dr. Sunhild Kleingärtner</ref>

Ab dem Jahre 1222 wurde das Wasser des Plöner Sees zum Betrieb von Wassermühlen aufgestaut. Dabei wurde die Insel überflutet und tauchte erst 1882 wieder auf, nachdem das Wasser wieder abgesenkt wurde.

Siehe auch

Weblinks

Commons: Olsborg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />