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Giovanni Franzoni (* 30. März 2001 in Brescia) ist ein italienischer Skirennläufer. Er gehört aktuell dem Kader des italienischen Skiverbandes an und hat seine Stärken in den Disziplinen Abfahrt und Super-G.
Werdegang
Giovanni Franzoni stammt aus Manerba del Garda in der Provinz Brescia und startet für die Gruppo Sciatore der Fiamme Gialle. Im Alter von 16 Jahren bestritt er in Gröden seine ersten FIS-Rennen. Nach mehreren Spitzenergebnissen in nationalen Jugendrennen gab er noch im Februar 2018 in den Abfahrten im Sarntal sein Debüt im Europacup. Am Ende der Saison gewann er in der Abfahrt seinen ersten italienischen Jugendmeistertitel. Im Februar 2019 nahm er am Europäischen Olympischen Winter-Jugendfestival in Bosnien-Herzegowina teil und belegte die Ränge zehn und elf in Slalom und Riesenslalom. Ein Jahr später gelangen ihm auf der Sella Nevea seine ersten Europacup-Platzierungen in den Punkterängen, darunter mit Rang zwei in der Kombination auch sein erster Podestplatz. Bei den Juniorenweltmeisterschaften 2020 in Narvik fuhr er auf die Ränge fünf und 13 in Super-G und Abfahrt. Zu Beginn der nächsten Saison kürte er sich in Sulden erstmals zum Staatsmeister im Riesenslalom. Nach guten Europacup-Ergebnissen reiste er als einer der Favoriten zu den Juniorenweltmeisterschaften 2021 in Bansko. Dort gewann er im Super-G mit knappem Vorsprung die Goldmedaille, im Riesenslalom holte er Silber.<ref>Auf Gold folgt Silber: Franzoni trumpft auf. SportNews.bz, 4. März 2021, abgerufen am 6. März 2021. </ref>
Am 20. Dezember 2020 gab Franzoni im Riesenslalom auf der Gran Risa sein Weltcup-Debüt. Nach zwei weiteren Starts in Adelboden, wo er jeweils ohne Punkte blieb, wurde er für die Heimweltmeisterschaften 2021 in Cortina d’Ampezzo nominiert. Dort belegte er in der Kombination nach Einfädler und Zurücksteigen im Slalom mit mehr als 23 Sekunden Rückstand den 23. und letzten Platz. Im Riesenslalom belegte er den 14. Platz. Erfolgreicher verlief die Europacupsaison 2021/22. Mit Siegen in Zinal, Saalbach-Hinterglemm und Oppdal sicherte er sich den Sieg in der Gesamtwertung und in der Super-G-Wertung. Damit erhält Franzoni ein Startrecht bei allen Super-Gs der folgenden Weltcupsaison, außerhalb des Nationenkontingents. Im selben Winter gelang ihm mit Rang 24 beim Riesenslalom von Adelboden erstmals der Gewinn von Weltcuppunkten.
In seiner ersten vollen Weltcupsaison konnte sich Franzoni zweimal unter den besten 30 platzieren, wobei seine beste Platzierung ein 22. Rang beim Super-G von Bormio war. Im Winter 2023/24 startete Franzoni wieder vermehrt im Europacup. Mit Podestplätzen in Sella Nevea und Kvitfjell belegte er in der Super-G-Wertung hinter dem Franzosen Florian Loriot den zweiten Platz, wodurch er erneut einen Fixstartplatz für die kommende Weltcupsaison erhielt. Am 8. Dezember 2024 belegte Franzoni beim ersten Super-G der Saison in Beaver Creek den vierten Platz, seine mit Abstand beste Platzierung im Weltcup bis zu diesem Zeitpunkt. Auf den drittplatzierten Lukas Feurstein fehlten ihm am Ende nur 13 Hundertstelsekunden.
Nach weiteren Top-10-Resultaten fuhr er im Dezember 2025 als Dritter im Super-G auf der Saslong in Gröden erstmals auf das Podest. Vier Wochen später, im Januar 2026, feierte er in der gleichen Disziplin auf dem Lauberhorn in Wengen seinen ersten Weltcupsieg. Er widmete diesen Sieg seinem verstorbenen Teamkollegen Matteo Franzoso.<ref>Celine Jäntsch: Weltcup in Wengen - Giovanni Franzoni siegt im Super-G für verstorbenen Matteo Franzoso: "Gibt mir die nötige Kraft". Eurosport, 16. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026. </ref> Am folgenden Tag fuhr er dort in der Abfahrt hinter Marco Odermatt und Vincent Kriechmayr auf Rang drei, womit er seinen ersten Podestplatz in dieser Disziplin feierte. Eine Woche später gewann der 24-Jährige nach zwei Trainingsbestzeiten die Hahnenkammabfahrt in Kitzbühel.<ref>Ski alpin: Franzoni triumphiert in Kitzbühel-Abfahrt. In: sport.orf.at. ORF, 24. Januar 2026, abgerufen am 24. Januar 2026. </ref>
Bei den Olympischen Spielen 2026 gewann er in Bormio hinter Franjo von Allmen die Silbermedaille in der Abfahrt.
Erfolge
Olympische Spiele
Weltmeisterschaften
Weltcupwertungen
| Saison
|
Gesamt
|
Abfahrt
|
Super-G
|
Riesenslalom
|
| Platz
|
Punkte
|
Platz
|
Punkte
|
Platz
|
Punkte
|
Platz
|
Punkte
|
| 2021/22 |
138. |
8 |
– |
– |
53. |
1 |
51. |
7
|
| 2022/23 |
133. |
14 |
59. |
5 |
58. |
9 |
– |
–
|
| 2023/24 |
140. |
5 |
– |
– |
52. |
5 |
– |
–
|
| 2024/25 |
49. |
187 |
32. |
40 |
13. |
147 |
– |
–
|
| 2025/26 |
10. |
663 |
5. |
378 |
4. |
285 |
– |
–
|
Weltcup
- 5 Podestplätze, davon 2 Siege:
Europacup
- Saison 2020/21: 10. Gesamtwertung, 6. Kombinationswertung
- Saison 2021/22: 1. Gesamtwertung, 1. Super-G Wertung, 4. Riesenslalomwertung
- Saison 2023/24: 4. Gesamtwertung, 2. Super-G-Wertung
- 10 Podestplätze, davon 3 Siege:
Juniorenweltmeisterschaften
Europäisches Olympisches Jugendfestival
Weitere Erfolge
Weblinks
Einzelnachweise
<references />