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Theodor-Haecker-Preis

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Der Theodor-Haecker-Preis wurde von der Stadt Esslingen am Neckar ab 1995 alle zwei und wird seit 2017 alle drei Jahre an Personen vergeben, die sich durch „besonderen politischen Mut und Aufrichtigkeit“ ausgezeichnet haben. Er ist nach dem deutschen Schriftsteller Theodor Haecker benannt und derzeit mit € 10.000 dotiert.

Der Preis wurde bisher an folgende Personen vergeben:

Der Esslinger Gemeinderat beschloss aufgrund der Verleihung 2011 an Shiva Nazar Ahari am darauffolgenden Tag einstimmig eine Resolution, mit der er die deutsche Bundesregierung ersuchte auf die iranische Regierung einzuwirken, dass die unmittelbar drohende Strafe für Ahari – 74 Peitschenhiebe und 4 Jahre Haft – ausgesetzt wird. Ahari konnte den Menschenrechtspreis nicht persönlich entgegennehmen.<ref>TOP Resolution des Gemeinderats am 18. April 2011, abgerufen am 27. Februar 2020</ref>

Im Vorfeld der Verleihung an Leyla Yunus 2013 versuchte der aserbaidschanische Honorarkonsul und ehemalige Sprecher der deutschen Bundesregierung, Otto Hauser, vergeblich, durch einen Anruf beim Esslinger Oberbürgermeister Jürgen Zieger diese Auszeichnung zu verhindern.<ref name="swr-südwesten"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Die Aserbaidschan-Connection und der Südwesten (Memento des Vorlage:IconExternal vom 8. Juli 2021 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.swr.de. In: Südwestrundfunk, 8. Juli 2021. Abgerufen am 8. Juli 2021.</ref> Hauser weigerte sich auch später, sich für Yunus einzusetzen.<ref>„Wir sind in großer Sorge um ihr Leben“. In: esslinger-zeitung.de. 26. August 2015, abgerufen am 8. Juli 2021.</ref>

Zusätzlich zum Hauptpreis kann eine Person oder eine Gruppe mit der „Theodor-Haecker-Ehrengabe“ ausgezeichnet werden. Bislang waren dies mehrheitlich Wissenschaftler oder Privatpersonen, die sich um die Erforschung des Lebens und Werks von Theodor Haecker verdient gemacht haben. Erstmals als Gruppe wurde 2007 das Fanprojekt des SV Babelsberg 03 mit der Ehrengabe bedacht. Als Grund wurde das herausragende Beispiel gelungener Arbeit mit Jugendlichen gegen Gewalt, Rassismus und neonazistische Tendenzen genannt. Weitere Preisträger waren das Jugendtheater Stage Divers(e), der lokale Club von Soroptimist International, Heroes (Projekte zur Gewaltprävention) sowie die „Esslinger Suppkultur“. 2001 erhielt eine Schülerin die Ehrengabe für ihre Erzählung über die Deportation eines jüdischen Mädchens in ein Konzentrationslager.

Weblinks

Einzelnachweise

<references/>