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Lindisfarne (Insel)

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Lindisfarne

Datei:LindisfarneCastleHolyIsland.jpg
Lindisfarne Castle
Gewässer Nordsee
Geographische Lage 55° 40′ 41″ N, 1° 47′ 44″ WKoordinaten: 55° 40′ 41″ N, 1° 47′ 44″ W
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Fläche 4 km²
Einwohner ca. 150 (2013)
38 Einw./km²
Hauptort Holy Island Village
Datei:Lindisfarne Castle auf Holy Island.jpg
Bucht von Lindisfarne
Bucht von Lindisfarne

Datei:Holy Island (Overview).jpg
Seekarte (1866) von Lindisfarne (HOLY ISLAND)

Lindisfarne, auch Holy Island genannt, ist eine Gezeiteninsel an der Nordostküste Northumberlands in England. Ein großer Teil der Insel sowie die Gezeitenzone sind Vogelschutzgebiet. Hier können bis zu 300 Vogelarten, sowohl Zugvögel als auch einheimische Vögel, beobachtet werden. Lindisfarne ist durch eine nur bei Niedrigwasser befahrbare Straße mit dem Festland verbunden.

2021 wurden 150 Einwohner gezählt.<ref>Holy Island. UK Census Data, 13. Dezember 2022, abgerufen am 1. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Viele Häuser werden nur als Sommerhäuser genutzt. Es fehlt bezahlbarer Wohnraum, besonders für junge Leute.<ref>Mark Rowe, Fatal attraction: the residents of Lindisfarne in Northumberland are facing a Catch 22: although the future of the Holy Island depends on the development of tourism, many fear that it will end up destroying its distinctive character. Geographical 86/5, 2014.</ref>

Geschichte

Im 7. Jahrhundert gründete der irische Mönch St. Aidan auf Holy Island das Kloster Lindisfarne. Am 8. Juni 793 wurde Lindisfarne von Wikingern überfallen, wie die Angelsächsische Chronik berichtet. Die Heiden plünderten und zerstörten die Kirche und erschlugen die Bewohner.<ref>Imanuel Geiss: Geschichte griffbereit. Band 3: Schauplätze. Die geographische Dimension der Weltgeschichte. (=rororo-Handbuch 6237), Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1981, ISBN 978-3-499-16237-4, S. 172.</ref> Dieser Überfall markiert den Beginn der Wikingerzeit. In der Folge schickte der Gelehrte Alkuin einen Brief an Higbald, den Bischof von Lindisfarne, worin er erklärte, der beste Schutz gegen solche Vorfälle seien ein besserer Lebenswandel und die Anrufung der Heiligen.<ref>Neil Christie, Richard Hodges, Anxious Abbots? Questions of Monastic Security and Insecurity in Early Medieval Europe. In: Neil Christie, Hajnakla Herold (Hrsg.), Fortified Settlements in Early Medieval Europe, defended Communities of the 8th-10th Centuries. Oxford, Oxbow Books, 139. Stable URL: Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)</ref> Die Insel wurde so in angelsächsischer Zeit nie befestigt.<ref>Neil Christie, Richard Hodges, Anxious Abbots? Questions of Monastic Security and Insecurity in Early Medieval Europe. In: Neil Christie, Hajnakla Herold (Hrsg.), Fortified Settlements in Early Medieval Europe, defended Communities of the 8th-10th Centuries. Oxford, Oxbow Books, 141. Stable URL: Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)</ref> Im 9. Jahrhundert wurden das Kloster und vermutlich die ganze Insel weitgehend aufgegeben, wie auch Hartlepool, Jarrow, Monkwearmouth, Tynemouth und Whitby.<ref>Neil Christie, Richard Hodges, Anxious Abbots? Questions of Monastic Security and Insecurity in Early Medieval Europe. In: Neil Christie, Hajnakla Herold (Hrsg.), Fortified Settlements in Early Medieval Europe, defended Communities of the 8th-10th Centuries. Oxford, Oxbow Books, 144. Stable URL: Modul:JSTOR * Modul:JSTOR:170: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)</ref>

Sehenswürdigkeiten

Das im 11. Jahrhundert errichtete Benediktinerkloster ist seit der Klosterauflösung 1541 eine Ruine. Sie wird von Historic England verwaltet.

Auf einem steilen Hügel liegt Lindisfarne Castle, das um 1540 zum Schutz des Hafens gegen schottische Angriffe errichtet wurde. Die Ruine wurde 1903 von Edwin Lutyens zu einem Privathaus umgebaut und gehört heute dem National Trust.

Der Holy Island Waggonway bestand aus drei miteinander verbundenen Schmalspurbahnen zum Transport von Kalkstein, die von 1846 bis 1883 in Betrieb waren.<ref>Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung S. 25 u. 31.</ref>

Jedes Jahr besuchen etwa 500.000 Touristen die Insel. Der schlecht koordinierte Besucheransturm entwickelt sich zunehmend zu einem Problem.<ref>Mark Rowe: Fatal attraction: the residents of Lindisfarne in Northumberland are facing a Catch 22: although the future of the Holy Island depends on the development of tourism, many fear that it will end up destroying its distinctive character. Geographical 86/5, 2014.</ref>

Weblinks

Commons: Lindisfarne – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />