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Titanocendichlorid

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
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Strukturformel
Strukturformel von Titanocen
Allgemeines
Name Titanocendichlorid
Andere Namen
  • Dichloridobis(cyclopentadienyl)titan(IV)
  • Bis(η5-cyclopentadienyl)-titandichlorid
Summenformel C10H10Cl2Ti
Kurzbeschreibung

roter, geruchloser Feststoff<ref name="alfa"/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 215-035-9
ECHA-InfoCard 100.013.669
PubChem 5284468
ChemSpider 34981141
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Eigenschaften
Molare Masse 248,98 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

1,6 g·cm−3<ref name="alfa">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>

Schmelzpunkt

289–290°C<ref name="alfa"/>

Löslichkeit

Zersetzung in Wasser<ref name="alfa"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="Sigma">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Sigma-AldrichVorlage:Abrufdatum (PDF).</ref>
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​335
P: 261<ref name="Sigma" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Titanocendichlorid (Dichlorobis(cyclopentadienyl)titan(IV)), mit der Halbstrukturformel [Ti(Cp)2Cl2] oder auch [Ti(C5H5)2Cl2], ist eine metallocenähnliche Verbindung, das heißt eine metallorganische Verbindung mit aromatischen Ringsystemen. Das zentrale Titan(IV)-ion ist hierbei tetraedrisch von zwei Cyclopentadienylringen und zwei Chlorliganden umgeben. Aufgrund seiner Reaktivität mit Wasser und Oxidationsempfindlichkeit muss es unter Argon oder noch besser in einem erst evakuierten und anschließend mit Argon beschickten Gefäß (beispielsweise einem Schlenkrohr) gelagert werden.

Verwendung

Datei:Cp2TiCl2Sample.jpg
Festes Titanocendichlorid

Titanocendichlorid kann als homogener Katalysator in einer Ziegler-Natta-ähnlichen Polymerisation verwendet werden. Gebräuchliche Monomere sind z. B. Styrol oder Propen. Das zur Methylenierung verwendete Tebbe-Reagenz kann aus Titanocendichlorid hergestellt werden.

Vorlage:Formel

Geschichte

Erste Synthese von Ernst Otto Fischer und Geoffrey Wilkinson. Diese erhielten 1973 den Nobelpreis für Chemie für ihre Arbeiten über metallorganische Verbindungen, die auch die Bindungsverhältnisse in sog. Metallocenen erklärten.

Einzelnachweise

<references />