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Azurkopftangare

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Azurkopftangare
Datei:Azurkopftangare01.jpg

Eine Azurkopftangare

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Tangaren (Thraupidae)
Unterfamilie: Thraupinae
Gattung: Schillertangaren (Tangara)
Art: Azurkopftangare
Wissenschaftlicher Name
Stilpnia cyanicollis
(d’Orbigny & Lafresnaye, 1837)

Die Azurkopftangare (Stilpnia cyanicollis, Syn.: Tangara cyanicollis) ist eine im tropischen Südamerika beheimatete Vogelart aus der Familie der Tangaren (Thraupidae). Die Azurkopftangare gilt auf Grund des sehr großen Verbreitungsgebietes und des anscheinend stabilen Bestandes als nicht gefährdet.

Merkmale

Azurkopftangaren erreichen eine Körperlänge von 13 cm und ein Gewicht von 17 g<ref name="Hilty"/>. Der Kopf ist fast gänzlich türkisblau und steht in starkem Kontrast zu der schwarzen Brust und dem schwarzen Mantel. Die Zügel sind schwarz, die Kehle gewöhnlich mehr dunkel violett. Der größtenteils violett-blaue Bauch ist zur Bauchmitte hin schwarz durchsetzt. Schultern und Bürzel sind strohgelb bis gelblich-grün. Die Federn der Flügel und die Steuerfedern sind gelblich-grün gesäumt und die Flügeldecken kupfer-gelb.<ref name="BoP"/><ref name="passerines"/> Iris, Schnabel und Beine sind schwarz.<ref name="NBO"/> Der Kopf der Weibchen ist weniger kräftig gefärbt, ansonsten ähneln sie den Männchen. Die Oberseite der Jungvögel ist überwiegend bräunlich-grau mit blass gelbem Bürzel und blasserer Unterseite.<ref name="NBO"/>

Bei den Unterarten S. c. hannahiae und S. c. melanogaster ist der Bauch gänzlich schwarz. Der Bürzel von S. c. cyanopygia ist türkisblau.<ref name="passerines"/> Das Gesicht von S. c. caeruleocephala ist indigoblau, Oberkopf und obere Ohrdecken sind blasser, Steiß und Unterschwanzdecken gräulich. S. e. cyanopygia hat einen blauen Bauch und blaue Flanken, Steiß und Unterschwanzdecken sind grün. S. c. granadensis ähnelt S. c. caeruleocephala, Bürzel und Schwanzdecken sind aber blassgrün. Die großen Flügeldecken sind schwarz und breit gelb gesäumt.<ref name="NBO"/>

Lebensraum und Lebensweise

Azurkopftangaren sieht man gewöhnlich einzeln, in Paaren und in Gruppen von drei bis vier Individuen an Waldrändern und in Gebieten mit wenig Baumbestand, jedoch nicht im Innern von Wäldern.<ref name="Hilty"/><ref name="Colombia"/> Sie sind gelegentlich in Höhen von 350 m, meist aber von 800 bis 2000 m zu finden.<ref name="BoP"/> Azurkopftangaren ernähren sich von Beeren (zum Beispiel von Miconia-Arten<ref name="Hilty"/>), Früchten und Insekten.

Systematik und Verbreitung

Die Erstbeschreibung erfolgte 1837 durch Alcide Dessalines d’Orbigny und Frédéric de Lafresnaye unter dem wissenschaftlichen Namen Aglaia cyanicollis. Erst später wurde sie der Gattung Tangara zugeordnet.

Datei:Tangara cyanicollis qtl1.jpg
Azurkopftangare (Tangara cyanicollis)

Es sind sieben Unterarten beschrieben:<ref>IOC World bird list Tanagers and allies</ref>

  • Stilpnia cyanicollis albotibialis <templatestyles src="Person/styles.css" />Traylor, 1950 – Veadeiros (Goiás), im Osten Zentralbrasiliens.
  • Stilpnia cyanicollis caeruleocephala (<templatestyles src="Person/styles.css" />Swainson, 1838) – Kolumbien bis Nordperu.
  • Stilpnia cyanicollis cyanicollis (<templatestyles src="Person/styles.css" />d’Orbigny & <templatestyles src="Person/styles.css" />Lafresnaye, 1837) – Östliche Anden von Peru und nach Süden bis Bolivien.
  • Stilpnia cyanicollis cyanopygia (<templatestyles src="Person/styles.css" />Berlepsch & <templatestyles src="Person/styles.css" />Taczanowski, 1884) – Gesamte westliche Anden Ecuadors.
  • Stilpnia cyanicollis granadensis (<templatestyles src="Person/styles.css" />Berlepsch, 1884) – Kolumbianische Anden.
  • Stilpnia cyanicollis hannahiae (<templatestyles src="Person/styles.css" />Cassin, 1864) – Nordkolumbien und Bergregionen Venezuelas.
  • Stilpnia cyanicollis melanogaster <templatestyles src="Person/styles.css" />Cherrie & <templatestyles src="Person/styles.css" />Reichenberger, 1923 – Isolierte Population in der Tiefebene des Amazonasbeckens in Zentralbrasilien und in Zentralbolivien.

Einzelnachweise

<references> <ref name="passerines">Robert S. Ridgely, Guy Tudor: The Birds of South America: The oscine passerines. University of Texas Press, 1989, ISBN 978-0-292-70756-6, S. 233.</ref> <ref name="Hilty">Steven L. Hilty: Birds of Venezuela. Princeton University Press, 2002, ISBN 978-0-691-09250-8, S. 773.</ref> <ref name="Colombia">Steven L. Hilty, William L. Brown: A guide to the birds of Colombia. Princeton University Press, 1986, ISBN 978-0-691-08372-8, S. 613.</ref> <ref name="BoP">Thomas S. Schulenberg: Birds of Peru. Princeton University Press, 2010, ISBN 978-0691130231, S. 566.</ref> <ref name="NBO">T. S. Schulenberg: Blue-necked Tanager (Tangara cyanicollis), Neotropical Birds Online. Ithaca: Cornell Lab of Ornithology. (online)</ref> </references>

Weblinks

Commons: Azurkopftangare (Stilpnia cyanicollis) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien