Mechau
Mechau Stadt Arendsee (Altmark)
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(264)&title=Mechau 52° 52′ N, 11° 21′ O
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| Höhe: | 23 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 14,93 km² | |||||
| Einwohner: | 264 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 18 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2011 | |||||
| Postleitzahl: | 39619 | |||||
| Vorwahl: | 039036 | |||||
Lage von Mechau in Sachsen-Anhalt
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Mechau ist eine Ortschaft und ein Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.<ref name="Hauptsatzung" />
Geographie
Mechau, ein Angerdorf mit Kirche, liegt 9 Kilometer westlich der Stadt Arendsee (Altmark) und 13 Kilometer östlich der Kreisstadt Salzwedel an der Grenze zu Niedersachsen. Östlich fließt der Flötgraben.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Nachbarorte sind Jeebel und Riebau im Westen, Kaulitz im Osten und Ritzleben im Süden.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Geschichte
Mittelalter bis 20. Jahrhundert
Mechau wurde erstmals urkundlich im Jahr 1268 als Mechowe erwähnt, als Markgraf Otto das Hospital zu St. Georg in Salzwedel mit Besitzungen in Riebow, Mechau und Thüritz beschenkte.<ref name="Riedel-14" /> Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wurde das Dorf ebenfalls als Mechowe aufgeführt.<ref name="Landbuch" /> Die von Jagow, das Hospital zu St. Georg in Salzwedel und die Clüden hatten hier Besitz.
Im 18. Jahrhundert ist auch der Name Mechowe in Gebrauch.<ref name="Fabri 1796" /> Fabri berichtete 1796: „Außer einem Schmied, Rademacher und einem Leineweber sind keine Handwerker hier. Ackerbau und Viehzucht sind die Hauptnahrungszweige.“ Bei einem Brand am Anfang des 18. Jahrhunderts sind alle alten Nachrichten vor Ort verloren gegangen.
Südlich des Dorfes stand eine Windmühle. Im Dorf gab es eine Wassermühle.<ref name="KDR-240" />
Eingemeindungen
Bis 1807 gehörte das Dorf zum Arendseeischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Danach lag es ab 1807 bis 1813 im Kanton Arendsee auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Osterburg, dem späteren Landkreis Osterburg in der preußischen Provinz Sachsen.<ref name="HOB-12" />
Am 15. Juni 1950 wurde die Gemeinde Mechau in den Landkreis Salzwedel umgegliedert.<ref name="1VO-LSA-1950" /> Am 25. Juli 1952 kam die Gemeinde zum Kreis Salzwedel und am 1. Juli 1994 zum heutigen Altmarkkreis Salzwedel.<ref name="Metzler-Poeschel" />
Am 1. Januar 2011 wurde die Gemeinde Mechau per Landesgesetz in die Stadt in Arendsee (Altmark) eingemeindet<ref name="GemNeuglG SAW" /><ref name="Destatis" /> und wurde so zur Ortschaft Mechau mit dem Ortsteil Mechau.
Einwohnerentwicklung
Gemeinde
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1993<ref name="HOB-12" />
Ortsteil
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Quelle wenn nicht angegeben, 2011–2017<ref name="EW-2011-2017" />
Religion
Die evangelische Kirchengemeinde, die früher zur Pfarrei Mechau gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute betreut vom Pfarrbereich Fleetmark-Jeetze im Kirchenkreis Salzwedel<ref name="Pfarrbereich" /> im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.
Im Jahre 1903 gehörten zur Pfarrei Mechau die Kirchengemeinde Mechau bei Binde (Altmark) im Landkreis Osterburg und die Kirchengemeinde Ritzleben im Landkreis Salzwedel. Das Kirchenpatronat in Mechau lag beim Major a. D. von Jagow auf Pollitz und Rittergutsbesitzer von Jagow auf Aulosen, das Patronat in Ritzleben lag beim Reichsfreiherrn von dem Knesebeck-Milenbonck.<ref name="Almanach1903" />
Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Laurentius in Salzwedel im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />
Politik
Ortsbürgermeister
Hartmut Baier ist Ortsbürgermeister der Ortschaft Mechau und Mitglied im Stadtrat von Arendsee. Er war auch letzter Bürgermeister der Gemeinde.<ref name="OR" /><ref name="HP" />
Ortschaftsrat
Die Ortschaftsratswahl am 9. Juni 2024 ergab diese Sitzverteilung:
- 5 Sitze Freie Wählergemeinschaft Mechau
- 1 Sitz Einzelbewerber Seehausen
Gewählt wurden eine Frau und 5 Männer.<ref name="OR" /> Die Wahlbeteiligung betrug 77,57 Prozent.<ref name="Wahl-2024" />
Wappen
Blasonierung: „In Grün eine silberne Kirche (Vorderfront) mit spitzbogiger schwarzer Toröffnung und zwei rundbogigen schwarzen Fensteröffnungen; der Turm mit runder schwarzer Öffnung, Sims und beknauftem Runddach. Links oben ein steigender, dreiblättriger, goldener Lindenzweig, rechts oben ein goldenes Rad mit 6 Speichen.“
Flagge
Die Flagge ist Grün - Weiß - Grün gestreift mit dem aufgelegten Wappen auf dem breiteren weißen Mittelstreifen.
Vereine
Die Sektion Fußball des ansässigen Sportvereins SG Eintracht Mechau e. V. trägt im Sportpark SG Eintracht Mechau seine Spiele aus.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die evangelische Dorfkirche Kirche Mechau ist ein Backsteinneubau aus den Jahren 1897 und 1898, welcher an den Feldsteinturm der alten Kirche aus dem 13. Jahrhundert angebaut wurde. Die Dächer sind mit Schiefer gedeckt.<ref name="Altmarkkirchen" />
- Auf dem zentralen Platz des Ortes mit als Naturdenkmalen geschützten Eichen wird mit einem großen Findling mit der Aufschrift „Seid der Väter wert.“ an die Kriegsopfer von 1813 gedacht.<ref name="Denkmalprojekt" />
Verkehr
Der Haltepunkt Mechau liegt an der 2004 stillgelegten Bahnstrecke Salzwedel–Geestgottberg.
Wirtschaft und Infrastruktur
Größter Gewerbebetrieb im Ort ist ein Produzent von Dämm- und Bauplatten, dessen Werk sich neben dem früheren Bahnhof befindet.
Sage aus Mechau
Im Jahre 1892 überlieferte der Pfarrer Wilhelm Zahn einen Vers über eine Schlacht bei Mechau im Dreißigjährigen Krieg.<ref name="Zahn-1892" />
„vör Mechau in de haide
då is n’ schönen plån,
då hört'n alle morgen
de Swedentrummeln slần.“
Alfred Pohlmann erzählte im Jahre 1910 dazu in der Sage „Die Schwedenschlacht bei Mechau“, dass zwischen den Dörfern Mechau, Ritzleben und Riebau ein „blutiges Treffen stattgefunden habe“. Den Vers bezeichnet er als den „Rest eines längeren geschichtlichen altmärkischen Volksliedes“.<ref name="Pohlmann-Sagen" /> Hanns H. F. Schmidt schilderte die Sage mit dem Vers im Jahr 1994 unter dem Titel „Die Schwedentrommel“.<ref name="Schmidt-Sagen-T2" />
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks
- Ortschaften – Stadt Arendsee. In: arendsee.info. Stadt Arendsee
- Mechau im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
<references> <ref name="1VO-LSA-1950"> Erste Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen vom 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 15, 22. Juni 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 227 (PDF). </ref>
<ref name="Almanach1903"> Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903 </ref>
<ref name="Altmarkkirchen"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>
<ref name="Bistum-MD"> Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 6. August 2022. </ref>
<ref name="Denkmalprojekt"> Mechau, Stadt Arendsee, Altmarkkreis Salzwedel, Sachsen-Anhalt. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. September 2014, abgerufen am 2. Oktober 2022. </ref>
<ref name="Destatis"> StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011 </ref>
<ref name="EW-1964-2007"> Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Bevölkerung der Gemeinden nach Kreisen 1964 – 2007 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Statistische Berichte / A / I / 103). Halle (Saale) Februar 2009 (statistischebibliothek.de [PDF]). </ref>
<ref name="EW-2011-2017"> Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark) (Hrsg.): Einwohnerdaten der Jahre 2011 bis 2017. 12. Januar 2018. </ref>
<ref name="EW-2021"> Christian Ziems: Arendsee im Aufwind. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 5. Januar 2022, DNB 954815971, S. 18. </ref>
<ref name="EW-2023"> Christian Ziems: Arendsee verliert über 100 Einwohner. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 25. Januar 2024, DNB 954815971, S. 16. </ref>
<ref name="EW-LSA"> Bevölkerung der Gemeinden (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Statistische Berichte / A / I / A / II / A / III / 102). Halle (Saale) – (statistischebibliothek.de). (Jahr anklicken) </ref>
<ref name="Fabri 1796"> Johann Ernst Fabri: Beyträge zur Geographie, Geschichte und Staatenkunde. Schneider und Weigel, Nürnberg 1796, S. 500 (Digitalisat). </ref>
<ref name="GemNeuglG SAW"> Gesetz über die Neugliederung der Gemeinden im Land Sachsen-Anhalt betreffend den Landkreis Altmarkkreis Salzwedel (GemNeuglG SAW) vom 8. Juli 2010. 8. Juli 2010, GVBl. LSA 2010, 410, § 2, § 4 (sachsen-anhalt.de [abgerufen am 4. September 2021]). </ref>
<ref name="Hauptsatzung"> Hauptsatzung der Stadt Arendsee (Altmark). 21. Dezember 2022 (arendsee.info [PDF; abgerufen am 14. August 2024]). </ref>
<ref name="HOB-12"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>
<ref name="HP"> Ortschaften – Stadt Arendsee. In: arendsee.info. Stadt Arendsee, abgerufen am 28. Mai 2022. </ref>
<ref name="KDR-240"> Karte des Deutschen Reiches Blatt 240: Wittenberge. Reichsamt für Landesaufnahme, 1906, abgerufen am 8. Mai 2021. </ref>
<ref name="Landbuch"> Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 397 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />uni-potsdam.de ( vom 28. April 2019 im Internet Archive)). </ref>
<ref name="Metzler-Poeschel"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>
<ref name="OR"> Politik – Stadt Arendsee, Ortschaftsräte. In: arendsee.info. Arendsee (Altmark), abgerufen am 15. August 2024. </ref>
<ref name="Pfarrbereich"> Pfarrbereich Fleetmark-Jeetze. In: kirchenkreis-salzwedel.de. Abgerufen am 12. Januar 2018. </ref>
<ref name="Pohlmann-Sagen"> Alfred Pohlmann: Sagen aus der Wiege Preußens und des Deutschen Reiches, der Altmark. Franzen & Große, Stendal 1901, S. 187–188, 8. Die Schwedenschlacht bei Mechau. (Digitalisat). </ref>
<ref name="Riedel-14"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA </ref>
<ref name="Schmidt-Sagen-T2"> Hanns H. F. Schmidt: Das große Sagenbuch der Altmark. Teil 2 von K wie Kleinau bis Z wie Zichtau. dr. ziethen verlag, Oschersleben 1994, ISBN 3-928703-42-0, S. 155. </ref>
<ref name="Wahl-2024"> Amtliches Endergebnis. Ortschaftsratswahl Mechau vom 9. Juni 2024. In: votemanager.kdo.de. Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark), 9. Juni 2024, abgerufen am 15. August 2024. </ref>
<ref name="Zahn-1892"> Wilhelm Zahn: Heimatskunde der Altmark. Verlag von R. Schindler's Buchhandlung (E. Schulze), Stendal 1892, S. 136 (Digitalisat). </ref>
<ref name="Zahn-1928"> Vorlage:BibOCLC </ref> </references>
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