Fleetmark
Fleetmark Stadt Arendsee (Altmark)
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|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(515)&title=Fleetmark 52° 48′ N, 11° 23′ O
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| Höhe: | 34 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 29,04 km² | |||||
| Einwohner: | 515 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 18 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2011 | |||||
| Postleitzahl: | 39619 | |||||
| Vorwahl: | 039034 | |||||
Lage von Fleetmark in Sachsen-Anhalt
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Fleetmark ist eine Ortschaft und ein Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.
Geographie
Lage
Fleetmark, ein aus zwei Dörfern zusammengewachsenes Dorf mit Kirche, liegt etwa 17 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Salzwedel in der Altmark am Rademiner Fleetgraben.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref> Der nordwestliche Teil des Dorfes war früher das Dorf Kallehne, der südöstliche Teil war das Dorf Velgau.
Ortschaftsgliederung
Zur Ortschaft gehören folgende Ortsteile und Wohnplätze:<ref name="Hauptsatzung" /><ref name="OT-LSA-2013" />
Geschichte
Mittelalter bis 20. Jahrhundert
Die Gemeinde Fleetmark entstand am 1. April 1939 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Kallehne und Velgau im Landkreis Osterburg.<ref name="AB-RB-Magdeburg" /> Gleichzeitig entstand der Wohnplatz (das Dorf) Fleetmark – die Namen der Wohnplätze der beiden ehemaligen Gemeinden wurden nicht mehr verwendet.
Die erste Erwähnung von Kallehne und Velgau stammt vom 27. Januar 1324 als tu Kalene, to Velghowe, als Agnes, die Herzogin von Braunschweig, Albrecht von Alvensleben mit der Bede in drei Dörfern belehnte.<ref name="Riedel-17 S.58" /> Am 1. Mai 1324, als Hans und Heinecke von Kröcher das Schloss Kalbe mit den zugehörigen Dörfern an Albrecht von Alvensleben verkaufen,<ref name="Riedel-17 S.378" /> wurde ein Calcouene in der Urkunde erwähnt, das als Kallehne interpretiert werden könnte. Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wurden beide Dörfer als Calene et Velegowe aufgeführt.<ref name="Landbuch" />
Bei der Bodenreform wurden 1945 ermittelt: 75 Besitzungen unter 100 Hektar hatten zusammen 895 Hektar, drei Kichenbesitzungen hatten 45 Hektar und die Gemeinde hatte 4 Hektar Land. Enteignet und aufgeteilt wurden 16,8 Hektar. Im Jahre 1948 hatten aus der Bodenreform zwei Vollsiedler jeder über 5 Hektar erhalten.
Im Jahre 1953 entstand die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft, die LPG Typ III „8. Mai“.<ref name="HOB-12" />
Eingemeindungen
Am 15. Juni 1950 wurde die Gemeinde Fleetmark vom Landkreis Osterburg in den Landkreis Salzwedel umgegliedert.<ref name="1VO-LSA-1950" /> Am 20. Juli 1950 wurde der Wohnplatz Ziegelei Ladekath nach Fleetmark eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" /> Am 25. Juli 1952 wechselte Fleetmark in den Kreis Salzwedel. Am 1. Januar 1973 erfolgte die Eingemeindung der Gemeinde Molitz in die Gemeinde Fleetmark. Am 1. Juli 1994 kam die Gemeinde Fleetmark zum heutigen Altmarkkreis Salzwedel.<ref name="Metzler-Poeschel" />
Am 1. Januar 2011 wurde die Gemeinde Fleetmark per Landesgesetz in die Stadt Arendsee (Altmark) eingemeindet<ref name="GemNeuglG SAW" /><ref name="Destatis" /> und als Ortschaft errichtet. Ortsteile der ehemaligen Gemeinde Fleetmark und heutigen Ortschaft sind Lüge, Molitz und Störpke.
Einwohnerentwicklung
Gemeinde
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1993<ref name="HOB-12" />
Ortsteil
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Quelle, wenn nicht angegeben, 2011–2017<ref name="EW-2011-2017" />
Religion
Die evangelische Kirchengemeinde Fleetmark, die früher zusammen mit Velgau zur Pfarrei Callehne gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute betreut vom Pfarrbereich Fleetmark-Jeetze im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Laurentius in Salzwedel im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />
Politik
Ortsbürgermeister
Jörg Kratz ist seit September 2021 Ortsbürgermeister der Ortschaft Fleetmark.<ref name="AZ 2021-09-24" /><ref name="OR" />
Der letzte Bürgermeister der Gemeinde war Klaus Ahlfeld. Er war bis Juni 2015 Ortsbürgermeister. Seine Nachfolgerin bis Ende Juli 2021 war Angelika Muhabbek (CDU).<ref name="VS" /><ref name="AZ 2021-09-24" />
Ortschaftsrat
<templatestyles src="Wahldiagramm/styles.css" />
Bei der Ortschaftsratswahl am 9. Juni 2024 waren 7 Sitze zu besetzen, zwei Sitze mehr als bei der Wahl 2019.<ref name="Wahl-2024" /><ref name="AZ 2021-09-24" /> Je 1 Sitz errangen:
- CDU
- Einzelbewerber Kratz
- Einzelbewerber Hartmann
- Einzelbewerber Schulz
- Einzelbewerberin Holz
- FREIE LISTE Altmarkkreis Salzwedel (FL)
- Einzelbewerber Eichenberg
Gewählt wurden 2 Frauen und 5 Männer.<ref name="OR" /> Die Wahlbeteiligung betrug 65,49 Prozent.<ref name="Wahl-2024" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Dorfkirche
Die evangelische Dorfkirche Fleetmark (früher Kallehne) ist ein Feldsteinbau aus dem späten 12. Jahrhundert.<ref name="Altmarkkirchen" /> In der Mitte des 13. Jahrhunderts wurde ein Querturm über dem Westteil erbaut, das Westportal eingebaut, das Schiff erhöht sowie große Rundbogenfenster, Apsis und Ostgiebel aus Backstein hinzugefügt. Der offene verbretterte Dachstuhl und die schlichte hölzerne Einrichtung stammt von einem Umbau im Jahr 1883. Die ornamentale Deckenbemalung ist auf das Jahr 1947 datiert. Im Turm befinden sich drei Leinwandgemälde: ein Bildnis des Pfarrers Johann Hermann († 1697), eine Darstellung der Kreuzigung aus dem 17./18. Jahrhundert und ein Bild der Auferstehung Christi, die vermutlich von einem Altar des 19. Jahrhunderts stammt. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Siehe auch“ ist nicht vorhanden.
Wirtschaft und Infrastruktur
In Fleetmark wird ein Windpark betrieben. Fleetmark hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Stendal–Uelzen. Es verkehren Linienbusse und Rufbusse der Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel.<ref>PVGS Altmarkkreis Salzwedel. In: pvgs-salzwedel.de. Abgerufen am 4. Februar 2023.</ref> Zudem gibt es in Fleetmark mehrere Handwerkliche Unternehmen, 3 Bildungseinrichtungen und eine „nah & gut“ Filiale.<ref>Stadt Arendsee. vg-arendsee-kalbe.de, abgerufen am 14. November 2023.</ref><ref>Konsum Optimal Kauf. optimal-kauf.de, abgerufen am 22. Juni 2024.</ref>
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
Weblinks
- Ortschaften – Stadt Arendsee. In: arendsee.info. Stadt Arendsee
- Fleetmark im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
<references> <ref name="1VO-LSA-1950"> Erste Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen vom 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 15, 22. Juni 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 227 (PDF). </ref>
<ref name="2VO-LSA-1950"> Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 279 (PDF). </ref>
<ref name="AB-RB-Magdeburg"> Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1939, ZDB-ID 3766-7, S. 11, 49 f. </ref>
<ref name="Almanach1903"> Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903 </ref>
<ref name="Altmarkkirchen"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>
<ref name="AZ 2021-09-24"> Jens Heymann: Fleetmarker Rat nun – unfreiwillig – kleiner. In: Altmark Zeitung. 24. September 2021 (az-online.de [abgerufen am 27. Mai 2022]). </ref>
<ref name="Bistum-MD"> Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 17. April 2022. </ref>
<ref name="Destatis"> StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011 </ref>
<ref name="EW-1964-2007"> Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Bevölkerung der Gemeinden nach Kreisen 1964 – 2007 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Statistische Berichte / A / I / 103). Halle (Saale) Februar 2009 (statistischebibliothek.de [PDF]). </ref>
<ref name="EW-2011-2017"> Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark) (Hrsg.): Einwohnerdaten der Jahre 2011 bis 2017. 12. Januar 2018. </ref>
<ref name="EW-1946"> Regierung der Deutschen Demokratischen Republik, Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Systematisches und alphabetisches Verzeichnis der Gemeinden der Deutschen Demokratischen Republik (Gebietsstand 1. Januar 1952). Berlin 1952, S. 30. </ref>
<ref name="EW-2021"> Christian Ziems: Arendsee im Aufwind. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 5. Januar 2022, DNB 954815971, S. 18. </ref>
<ref name="EW-2023"> Christian Ziems: Arendsee verliert über 100 Einwohner. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 25. Januar 2024, DNB 954815971, S. 16. </ref>
<ref name="EW-LSA"> Bevölkerung der Gemeinden (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Statistische Berichte / A / I / A / II / A / III / 102). Halle (Saale) – (statistischebibliothek.de). (Jahr anklicken) </ref>
<ref name="GemNeuglG SAW"> Gesetz über die Neugliederung der Gemeinden im Land Sachsen-Anhalt betreffend den Landkreis Altmarkkreis Salzwedel (GemNeuglG SAW) vom 8. Juli 2010. 8. Juli 2010, GVBl. LSA 2010, 410, § 2, § 4 (sachsen-anhalt.de [abgerufen am 4. September 2021]). </ref>
<ref name="Hauptsatzung"> Hauptsatzung der Stadt Arendsee (Altmark). 21. Dezember 2022 (arendsee.info [PDF; abgerufen am 14. August 2024]). </ref>
<ref name="HOB-12"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>
<ref name="Landbuch"> Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 385. </ref>
<ref name="Metzler-Poeschel"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>
<ref name="OR"> Politik – Stadt Arendsee, Ortschaftsräte. In: arendsee.info. Arendsee (Altmark), abgerufen am 15. August 2024. </ref>
<ref name="OT-LSA-2013"> Verzeichnis Gemeinden und Gemeindeteile. Gebietsstand: 1. April 2013 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Verzeichnisse / 003. Nr. 2013). Halle (Saale) Mai 2013, S. 26 (destatis.de [PDF; 1,6 MB; abgerufen am 24. August 2019]). </ref>
<ref name="Pfarrbereich"> Pfarrbereich Fleetmark-Jeetze. In: ekmd.de. Abgerufen am 21. Januar 2024. </ref>
<ref name="Riedel-17 S.378"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA </ref>
<ref name="Riedel-17 S.58"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA </ref>
<ref name="VS"> Helga Räßler: 25 Jahre Amtszeit: Klaus Ahlfeld geht. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Salzwedel. 24. Juni 2015 (volksstimme.de [abgerufen am 27. Mai 2022]). </ref>
<ref name="Wahl-2024"> Amtliches Endergebnis. Ortschaftsratswahl Fleetmark vom 9. Juni 2024. In: votemanager.kdo.de. Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark), 10. Juni 2024, abgerufen am 15. August 2024. </ref> </references>
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