Binde (Arendsee)
Binde Stadt Arendsee (Altmark)
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(220)&title=Binde 52° 51′ N, 11° 23′ O
{{#coordinates:52,854444444444|11,386388888889|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Binde | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 31 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 15,9 km² | |||||
| Einwohner: | 220 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 14 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2010 | |||||
| Postleitzahl: | 39619 | |||||
| Vorwahl: | 039036 | |||||
Lage von Binde in Sachsen-Anhalt
| ||||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Binde ist eine Ortschaft und ein Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.<ref name="Hauptsatzung" />
Geographie
Lage
Binde, ein gebogenes Straßendorf mit Kirche, liegt rund sieben Kilometer westlich des Arendsees und 17 Kilometer östlich der Kreisstadt Salzwedel an der B 190. Südlich des Dorfes fließt der Flötgraben. Im Nordosten liegt der Röthenberg.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Ortschaftsgliederung
Zur Ortschaft Binde gehören die Ortsteile Binde und Ritzleben.<ref name="Hauptsatzung" />
Geschichte
Mittelalter bis 20. Jahrhundert
Binde wurde 1184 erstmals urkundlich als Binden erwähnt, als Markgraf Otto einige Dörfer dem Nonnenkloster Arendsee überlässt.<ref name="Riedel-17" /> Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird der Ort als Binde aufgeführt.<ref name="Landbuch" /> Im Jahre 1378 wird der Ort als Bynda genannt.<ref name="Riedel-14" />
Der Ort gehörte im Mittelalter dem Kloster Arendsee.
Links und rechts des Weges nach Kläden am Fuß des Röthenbergs stand jeweils eine Windmühle. Die Mühlengehöfte sind erhalten.
Eingemeindungen
Bis 1807 gehörte das Dorf zum Arendseeischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Danach lag es ab 1807 bis 1813 im Kanton Arendsee auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Osterburg, dem späteren Landkreis Osterburg.<ref name="HOB-12" />
Am 15. Juni 1950 wurde die Gemeinde Binde in den Landkreis Salzwedel umgegliedert.<ref name="1VO-LSA-1950" /> Am 25. Juli 1952 ist Binde dem Kreis Salzwedel zugeordnet worden. Am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde Ritzleben in Binde eingemeindet. Am 1. Juli 1994 kam die Gemeinde Binde zum heutigen Altmarkkreis Salzwedel.<ref name="Metzler-Poeschel" />
Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Binde am 24. Juni 2009 die Eingemeindung in die Stadt Arendsee (Altmark). Der Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2010 in Kraft.<ref name="AB-SAW" /><ref name="Destatis" />
Nach Eingemeindung der bisher selbstständigen Gemeinde Binde wurden Binde und Ritzleben Ortsteile der Stadt Arendsee (Altmark). Für Binde wurde die Ortschaftsverfassung nach den §§ 86 ff. Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Die eingemeindete Gemeinde Binde und künftigen Ortsteile Binde und Ritzleben wurden zur Ortschaft der aufnehmenden Stadt Arendsee (Altmark). In der eingemeindeten Ortschaft Binde wurde ein Ortschaftsrat mit fünf Mitgliedern einschließlich eines Ortsbürgermeisters gebildet.
Einwohnerentwicklung
Gemeinde
|
|
|
Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1993<ref name="HOB-12" />
Ortsteil
|
|
Quelle, wenn nicht angegeben, 2011–2017<ref name="EW-2011-2017" />
Religion
Die evangelische Kirchengemeinde Binde, die früher zur Pfarrei Binde gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute betreut vom Pfarrbereich Fleetmark-Jeetze im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
Im Jahre 1903 gehörten zur Pfarrei Binde die Kirchengemeinden Binde, Kaulitz und die kombinierte Mutterkirche Schernikau mit der Kirchengemeinde Kassuhn.<ref name="Almanach1903" />
Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Laurentius in Salzwedel im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />
Politik
Ortsbürgermeisterin
Simone Radtke ist seit Juli 2024 Ortsbürgermeisterin der Ortschaft Binde.<ref name="OR" />
Ihr Vorgänger Kurt Gabriel war von Januar 2010 bis Juni 2024 Ortsbürgermeister und davor Bürgermeister der Gemeinde.<ref name="VS 2024-07-10" />
Ortschaftsrat
Die Ortschaftsratswahl am 9. Juni 2024 ergab die folgende Sitzverteilung:<ref name="Wahl-2024" /><ref name="Wahl-2024-Listen" />
- 3 Sitze Wählergemeinschaft Ritzleben/Binde
- 2 Sitze ZukunftsGemeinschaft Binde Ritzleben (ZGBR)
Gewählt wurden 2 Frauen und 3 Männer. Die Wahlbeteiligung betrug 69,79 Prozent.<ref name="Wahl-2024" />
Wappen
Das Wappen wurde am 6. Oktober 2000 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.
Blasonierung: „In Grün zwischen zwei aufrechten goldenen Ähren am Halm mit je einem zum Schildrand gekehrten aufrechten Blatt ein aufgeschlagenes goldenes Buch, überhöht von drei aufgerichteten goldenen Kegeln nebeneinander, der mittlere beknauft.“
Die Farben der ehemaligen Gemeinde sind Gold (Gelb) - Grün.
Flagge
Die Flagge der ehemaligen Gemeinde ist Grün – Gelb – Grün gestreift (1:3:1) und auf dem Mittelstreifen mit dem Gemeindewappen belegt.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Die evangelische Dorfkirche Binde ist ein flach gedeckter Feldsteinbau vom Ende des 12. Jahrhunderts.<ref name="Altmarkkirchen" />
Sport
Der SV Binde ist mit der Sparte Bohlekegeln im Jahr 2010 in die 2. Bundesliga Süd/Ost aufgestiegen. Am 10. März 2024 erfolgte der Aufstieg in die 1. Bundesliga.
Wirtschaft und Infrastruktur
Unternehmen
Bei Binde befindet sich eine große Schweinemastanlage der LFD Holding, die noch einige weitere derartige Anlagen in den neuen Bundesländern betreibt. Die Anlage ist für 30.438 Tiere zugelassen und soll auf 55.770 erweitert werden.
Verkehr
Binde liegt an der B 190. Der Bahnhof Binde-Kaulitz liegt an der 2004 stillgelegten Bahnstrecke Salzwedel–Geestgottberg.
Es verkehren Linienbusse und Rufbusse der Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel.<ref>PVGS Altmarkkreis Salzwedel. In: pvgs-salzwedel.de. Abgerufen am 10. Juli 2022.</ref>
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks
- Ortschaften – Stadt Arendsee. In: arendsee.info. Stadt Arendsee
- Binde im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
<references> <ref name="1VO-LSA-1950"> Erste Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen vom 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 15, 22. Juni 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 227 (PDF). </ref>
<ref name="AB-SAW"> Gebietsänderungsvertrag - Eingemeindung der Gemeinde Binde in die Stadt Arendsee (Altmark) mit Genehmigung des Altmarkkreises Salzwedel vom 12. August 2009. In: Altmarkkreis Salzwedel (Hrsg.): Amtsblatt Altmarkkreis Salzwedel. 15. Jahrgang, Nr. 8, 26. August 2009, S. 215–217 (altmarkkreis-salzwedel.de [PDF; 307 kB; abgerufen am 22. August 2021]). </ref>
<ref name="Almanach1903"> Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903 </ref>
<ref name="Altmarkkirchen"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>
<ref name="Bistum-MD"> Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 6. August 2022. </ref>
<ref name="Destatis"> StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2010 </ref>
<ref name="EW-1964-2007"> Bevölkerung und Erwerbstätigkeit. Bevölkerung der Gemeinden nach Kreisen 1964 – 2007 (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Statistische Berichte / A / I / 103). Halle (Saale) Februar 2009 (statistischebibliothek.de [PDF]). </ref>
<ref name="EW-2011-2017"> Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark) (Hrsg.): Einwohnerdaten der Jahre 2011 bis 2017. 12. Januar 2018. </ref>
<ref name="EW-2021"> Christian Ziems: Arendsee im Aufwind. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 5. Januar 2022, DNB 954815971, S. 18. </ref>
<ref name="EW-2023"> Christian Ziems: Arendsee verliert über 100 Einwohner. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel. 25. Januar 2024, DNB 954815971, S. 16. </ref>
<ref name="EW-LSA"> Bevölkerung der Gemeinden (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Statistische Berichte / A / I / A / II / A / III / 102). Halle (Saale) – (statistischebibliothek.de). (Jahr anklicken) </ref>
<ref name="HOB-12"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>
<ref name="Hauptsatzung"> Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark) (Hrsg.): Hauptsatzung der Stadt Arendsee (Altmark). 21. Dezember 2022 (arendsee.info [PDF; abgerufen am 15. August 2024]). </ref>
<ref name="Landbuch"> Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 396 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />uni-potsdam.de ( vom 28. April 2019 im Internet Archive)). </ref>
<ref name="Metzler-Poeschel"> Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an. </ref>
<ref name="OR"> Politik – Stadt Arendsee, Ortschaftsräte. In: arendsee.info. Arendsee (Altmark), abgerufen am 15. August 2024. </ref>
<ref name="Pfarrbereich"> Pfarrbereich Fleetmark-Jeetze. In: ekmd.de. Abgerufen am 21. Januar 2024. </ref>
<ref name="Riedel-14"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA </ref>
<ref name="Riedel-17"> Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA </ref>
<ref name="VS 2024-07-10"> HZ: Simone Radtke ist neue Ortschefin. In: Salzwedeler Volksstimme, Jeetze-Kurier Salzwedel (E-Paper). 10. Juli 2024, DNB 954815971, S. 17. </ref>
<ref name="Wahl-2024"> Amtliches Endergebnis. Ortschaftsratswahl Binde vom 9. Juni 2024. In: votemanager.kdo.de. Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark), 9. Juni 2024, abgerufen am 15. August 2024. </ref>
<ref name="Wahl-2024-Listen"> Stadtratswahl Stadt Arendsee (Altmark) vom 9. Juni 2024. In: arendsee.info. Stadt Arendsee (Altmark), 17. April 2024, abgerufen am 14. August 2024. </ref>
<ref name="Zahn-1928"> Vorlage:BibOCLC </ref> </references>
Arendsee (Altmark) | Binde | Dessau | Fleetmark | Genzien | Gestien | Harpe | Höwisch | Kassuhn | Kaulitz | Kerkau | Kerkuhn | Kläden | Kleinau | Kraatz | Ladekath | Leppin | Lohne | Lübbars | Lüge | Mechau | Molitz | Neulingen | Rademin | Ritzleben | Sanne | Sanne-Kerkuhn | Schernikau | Schrampe | Störpke | Thielbeer | Vissum | Zehren | Ziemendorf | Zießau | Zühlen