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Siedenlangenbeck

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Siedenlangenbeck
Gemeinde Kuhfelde
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(146)&title=Siedenlangenbeck 52° 45′ N, 11° 5′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(146) 52° 45′ 3″ N, 11° 5′ 21″ O
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Höhe: 28 m
Fläche: 18,55 km²
Einwohner: 146 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 8 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 2009
Postleitzahl: 29416
Vorwahl: 039035
Siedenlangenbeck (Sachsen-Anhalt)
Siedenlangenbeck (Sachsen-Anhalt)
Lage von Siedenlangenbeck in Sachsen-Anhalt
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Siedenlangenbeck ist ein Ortsteil der Gemeinde Kuhfelde der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geographie

Siedenlangenbeck, ein Angerdorf mit Kirche,<ref name="HOB-12" /> liegt etwa 12 km südwestlich der Kreisstadt Salzwedel in der Altmark und 20 km östlich bzw. südlich der Landesgrenze zu Niedersachsen.

Der Ortsteil umfasst eine Fläche von 18,55 km² und liegt naturräumlich am Übergang von der Mildeniederung im Osten in die Jeetze-Dumme-Lehmplatte im Westen. Es erstreckt sich von der Jeetze und der Hartau im Osten (ca. 25 m ü. NHN) langsam ansteigend bis an den Rand des Waldgebietes Bierstedter Holz im Westen, wo mit 89 m die höchste Erhebung von Siedenlangenbeck erreicht wird. Im äußeren Nordosten des Ortsteils wird am Hüttenberg Kies abgebaut.

Nachbarorte sind Hohenlangenbeck im Westen, Leetze im Nordwesten, Wöpel im Norden, Groß Gischau im Südosten und Püggen im Südwesten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Im Jahre 1112 wurde ein Ort namens Langebecke (Langenbeck) genannt. Dem Kloster Hamersleben gehörten dort fünf Höfe.<ref name="Riedel-16, S. 393" /> Im Jahre 1178 wurde ein Ort namens lungebike (Langenbeck) genannt, der Kloster Hamersleben gehörte.<ref name="Leuckfeld 1710" />

Ob obiges Langenbeck in den Urkunden für Siedenlangenbeck oder Hohenlangenbeck steht, lässt sich nicht genau sagen, da sind sich die Historiker heute einig.<ref name="HOB-12" /><ref name="AZ 2012" />

Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 werden bereits beide Langenbecks aufgeführt: Langebeke und Wendischen Langebeke, die beide dem Kloster Dambeck gehören.<ref name="Landbuch" />

Obiges Langebeke wurde später Deüdsche Langebegk, Teutschen Langebeck,<ref name="HOB-12" /> 1775 Nieder- oder Sieden-Langenbeck<ref name="Büsching" /> und 1804 Sieden- oder Deutsch Langenbeck<ref name="Bratring" /> genannt.

Bei der Bodenreform wurden 1945 ermittelt: 29 Besitzungen unter 100 Hektar hatten zusammen 501, eine Kirchenbesitzung hatte 2,7 Hektar, der Gemeinde gehörten 2,9 Hektar Land.<ref name="HOB-12"/>

Archäologie

1934 wurden steinzeitliche Funde an der Kattinschenburg bei Siedenlangenbeck oder Katherinenburg bei Siedenlangenbeck beschrieben, die im Jahre 1932 entdeckt worden waren. Sie wurden beschrieben als Schaber, Kratzer, Bohrer und Klingen sämtlich aus Feuerstein durch Schlag und Druckdengelung geformt.<ref name="Kupka 1934" />

Auf historischen Messtischblättern ist die Katinkenburg dargestellt, ein Ringwall, der von der ehemaligen Bahnlinie durchschnitten wird. Er liegt 3 Kilometer südlich des Dorfes in der Gemarkung Rohrberg in der Hartauniederung.<ref name="MTB-1679" /><ref name="MTB-68" />

Eingemeindungen

Siedenlangenbeck gehörte ursprünglich zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Von 1807 bis 1813 lag es im Kanton Beetzendorf auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen kam es 1816 in den Kreis Salzwedel, den späteren Landkreis Salzwedel im Regierungsbezirk Magdeburg in der Provinz Sachsen in Preußen.<ref name="HOB-12" />

Am 20. Juli 1950 wurde die Gemeinde Wöpel aus dem Landkreis Salzwedel in die Gemeinde Siedenlangenbeck eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" /> Am selben Tag erfolgte der Zusammenschluss der Gemeinden Hohenlangenbeck und Leetze aus dem Landkreis Salzwedel zur neuen Gemeinde Heidberg. Am 1. März 1973 wurde diese Gemeinde Heidberg aus dem Kreis Salzwedel eingemeindet.<ref name="Metzler-Poeschel" />

Bereits bei der Auflösung des Gutsbezirks Tylsen am 30. September 1928 war das Vorwerk Wötz mit der Landgemeinde Leetze vereinigt worden.<ref name="AB-RB-Magdeburg" /> Der Ortsteil Wötz kam demnach am 30. September 1928 von Tylsen zu Leetze, am 20. Juli 1950 dann zu Heidberg und am 1. März 1973 zu Siedenlangenbeck.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschlossen die Gemeinderäte der Gemeinden Kuhfelde, Siedenlangenbeck, Valfitz und Püggen, dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Kuhfelde vereinigt werden. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Juli 2009 in Kraft.<ref name="AB-SAW 2009-02" /><ref name="Destatis" /> Seit 2011 gehört die Gemeinde Kuhfelde mit ihren Mitgliedsgemeinden zur Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf mit Sitz in Beetzendorf.

Seit dem 1. Juli 2009 gehören also der neue Ortsteil Siedenlangenbeck und die früheren Ortsteile der Gemeinde Siedenlangenbeck – das sind Hohenlangenbeck, Leetze, Wöpel und Wötz zur Gemeinde Kuhfelde.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1734 114
1774 126
1789 109
1798 120
1801 110
1818 130
Jahr Einwohner
1840 204
1864 230
1871 225
1885 212
1892 [00]244<ref name="Zahn-1928" />
1895 226
Jahr Einwohner
1900 [00]255<ref name="Zahn-1928" />
1905 266
1910 [00]293<ref name="Zahn-1928" />
1925 275
1939 259
1946 443
Jahr Einwohner
1964 364
1971 332
1981 496
1993 438
2006 466
2007 464
Jahr Einwohner
2015 [00]149<ref name="EW-2018" />
2018 [00]142<ref name="EW-2018" />
2020 [00]143<ref name="EW-2021" />
2021 [00]138<ref name="EW-2021" />
2022 [00]148<ref name="EW-2022" />
2023 [0]146<ref name="EW-2023" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006:<ref name="HOB-12" />

Religion

Die evangelischen Christen aus Siedenlangenbeck gehören zur Kirchengemeinde Kuhfelde, die zur Pfarrei Kuhfelde gehörte.<ref name="Almanach1903" /> Heute gehört die Kirchengemeinde zum Kirchspiel Kuhfelde und zum Pfarrbereich Salzwedel, St. Katharinen des Kirchenkreises Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Politik

Wappen

Blasonierung: „In Grün eine silberne Windmühle mit 6 (3:3) pfahlweise gestellten schwarzen Fensteröffnungen und goldenen Flügeln, begleitet von je einer silbernen Pflugschar, im goldenen Schildfuß ein blauer Wellenbalken.“

Das Wappen wurde vom Heraldiker Uwe Reipert gestaltet.

Flagge

Die Flagge der Gemeinde ist Grün – Weiß – Grün gestreift und auf dem breiteren weißen Mittelstreifen mit dem Gemeindewappen belegt. (Hissflagge: Streifen von oben nach unten, Querflagge: Streifen von links nach rechts verlaufend)

Sehenswürdigkeiten

  • Die evangelische Dorfkirche in Siedenlangenbeck ist ein mittelalterlicher Feldsteinbau mit einem Fachwerkturm über dem Westteil und einer ornamental bemalten Balkendecke.<ref name="Altmarkkirchen" /> Sie war eine Filialkirche der Kirche in Kuhfelde.<ref name="Pfarrerbuch" />


Verkehrsanbindung

Das Dorf ist im Gegensatz zu den meisten Gebieten der Altmark verkehrstechnisch gut erschlossen. Es liegt unmittelbar östlich der Bundesstraße 248, die das Gemeindegebiet von Südwesten nach Nordosten durchquert und von Rohrberg nach Salzwedel führt. Die durch Siedenlangenbeck führende Bahnstrecke Oebisfelde–Salzwedel von Kusey nach Salzwedel wurde 2004 stillgelegt.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 279 (PDF).</ref>

<ref name="AB-RB-Magdeburg">Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1928, ZDB-ID 3766-7, S. 217.</ref>

<ref name="AB-SAW 2009-02">Altmarkkreis Salzwedel: Gebietsänderungsvertrag über die Bildung einer neuen Gemeinde aus den Gemeinden Kuhfelde, Siedenlangenbeck, Valfitz und Püggen zum 1. Juli 2009 mit Genehmigung des Altmarkkreises Salzwedel vom 21. Januar 2009. In: Amtsblatt für den Altmarkkreis Salzwedel. 15. Jahrgang, Nr. 2, 18. Februar 2009, S. 28–30 (PDF [abgerufen am 19. August 2021]).</ref>

<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>

<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="AZ 2012">Kai Zuber: Jubiläum soll mit Kuhfeldes Gemeindefest gefeiert werden. Hohenlangenbecks Alter ungewiss. In: Altmark Zeitung. 6. Februar 2012 (az-online.de).</ref>

<ref name="Bratring">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Berlin 1804, S. 380 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000737~SZ%3D00408~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="Büsching">Anton Friedrich Büsching: Vollständige Topographie der Mark Brandenburg. Verlag der Buchhandlung der Realschule, Berlin 1775, S. 153 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A11062208~SZ%3D00231~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="Destatis">StBA: Gebietsänderungen vom 02. Januar bis 31. Dezember 2009</ref>

<ref name="EW-2018">Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.</ref>

<ref name="EW-2021">Anke Pelczarski: Nur Wallstawe und Jübar legen zu. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 15. Januar 2022, DNB 1047268213, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2022">Anke Pelczarski: Wenn die Männer das Sagen haben. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 14. Januar 2023, DNB 1047268213, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2023">Anke Pelczarski: 65 Geburten und 190 Sterbefälle. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 17. Januar 2024, DNB 1047268213, S. 15.</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Kupka 1934">Paul Kupka: Neue vorgeschichtliche Funde aus der Altmark. Mesolithische Steingeräte von der Kattinschenburg bei Siedenlangenbeck. Hrsg.: Paul Kupka im Auftrag des Altmärkischen Museumsvereines zu Stendal (= Beiträge zur Geschichte, Landes- und Volkskunde der Altmark. Band VI., Heft 3). 1934, ZDB-ID 212026-4, S. 170–171.</ref>

<ref name="Landbuch">Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 404 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />uni-potsdam.de (Memento vom 22. März 2019 im Internet Archive)).</ref>

<ref name="Leuckfeld 1710">Johann Georg Leuckfeld: Antiquitates Michaelsteinenses et Amelunxbornenses, das ist historische Beschreibung derer vormahls berühmten Cistercienser-Abteyen Michaelstein und Amelunxborn… Freytag, Wolffenbüttel 1710, S. 37 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D%7B%7B%7B1%7D%7D%7D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10006631~SZ%3D00053~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref>

<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="MTB-68">Messtischblatt 68: Beetzendorf. Reichsamt für Landesaufnahme, 1873, abgerufen am 31. Mai 2023.</ref>

<ref name="MTB-1679">Messtischblatt 1679: Beetzendorf. Reichsamt für Landesaufnahme, 1939, abgerufen am 31. Mai 2023.</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Salzwedel, St. Katharinen. In: ekmd.de. Abgerufen am 30. Mai 2023.</ref>

<ref name="Pfarrerbuch">Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hrsg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen (= Series Pastorum. Band 10). Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2009, ISBN 978-3-374-02142-0, S. 397–398.</ref>

<ref name="Riedel-16, S. 393">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>

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