Estedt
Estedt Hansestadt Gardelegen
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(369)&title=Estedt 52° 35′ N, 11° 22′ O
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| Höhe: | 44 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 14,85 km² | |||||
| Einwohner: | 369 (31. Dez. 2022)<ref name="EW-2022" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 25 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Januar 2011 | |||||
| Postleitzahl: | 39638 | |||||
| Vorwahl: | 03907 | |||||
Lage von Estedt in Sachsen-Anhalt
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| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Estedt ist ein Ortsteil der gleichnamigen Ortschaft der Hansestadt Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.<ref name="Hauptsatzung" />
Geografie
Estedt, ein Haufendorf mit Kirche, liegt 6 Kilometer nordwestlich der Kernstadt Gardelegen in der Altmark. Westlich des Dorfes beginnt das Landschaftsschutzgebiet Zichtauer Berge und Klötzer Forst.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Nachbarorte sind Wiepke im Nordwesten, Schenkenhorst im Nordosten und Laatzke im Süden.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Estedt wird urkundlich erstmals im Jahre 1121 als Eslestede erwähnt, als der Bischof von Halberstadt Reinhard von Blankenburg, den Ort an das Kloster Schöningen übereignete.<ref name="Riedel-17" />
Im Jahre 1273 waren die Markgrafen Otto V. und Albrecht in campo apud villam Estede (im Feld beim Dorfe Estedt), als der Verkauf der Vogtei in Quedlinburg beurkundet wurde.<ref name="Krabbo Regesten" />
Im Jahre 1345 wird berichtet, dass Markgraf Ludwig den Gardelegener Bürgern Walter Niendorf und Barthold von Berge (Berghe) Gericht und Patronat in villa Estede verleiht, welches sie schon vom Herzog Otto von Braunschweig als Pfandbesitz hatten.<ref name="Riedel-6" />
Südwestlich vom Dorf liegen die Ruinen vom Rösikenturm, einer alten Warte.<ref name="Zahn-1928" />
Im Süden des Dorfes steht eine Windmühle, die heute als Wohnhaus genutzt wird.
In der Nähe des Ortes kam es im April 1945 durch SS-Männer zu Massenerschießungen von 122 (nach anderen Angaben 108) KZ-Häftlingen eines Todesmarsches, der im Zusammenhang mit dem Massaker von Gardelegen steht. Räumungstransporte per Bahn hatten die Häftlinge zuvor aus mehreren Außenlagern des KZ Mittelbau-Dora und aus dem KZ Hannover-Stöcken nach Mieste verschleppt. Eine Gedenkstätte bei einem Sammelgrab auf dem Ortsfriedhof erinnert an sie.
Eingemeindungen
Ursprünglich gehörte das Dorf zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1810 lag es im Kanton Zichtau auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Gardelegen, dem späteren Landkreis Gardelegen.<ref name="HOB-12" />
Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Estedt in den kleineren Kreis Gardelegen umgegliedert. Am 1. Juli 1994 kam Estedt zum Altmarkkreis Salzwedel.<ref name="Metzler-Poeschel" /> Am 1. Januar 2011 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde zusammen mit 17 weiteren Gemeinden per Landesgesetz in die Hansestadt Gardelegen eingemeindet.<ref name="GemNeuglG SAW" /><ref name="Destatis" /> Der Stadtrat Gardelegen beschloss in der Ortschaftsverfassung für die ehemalige Gemeinde Estedt die Einführung eines Ortschaftsrates mit 7 Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister.<ref name="Hauptsatzung" />
Einwohnerentwicklung
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006:<ref name="HOB-12" />
Religion
- Die evangelische Kirchengemeinde Estedt gehörte früher zur Pfarrei Estedt.<ref name="Almanach1903" /> Heute gehört die Kirchengemeinde zum Pfarrbereich Estedt<ref name="Pfarrbereich" /> des Kirchenkreises Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Bis 1998 hatte die Kirchengemeinde zum Kirchenkreis Gardelegen gehört.<ref name="HOB-12" /> Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Estedt stammen aus dem Jahre 1686.<ref name="Machholz" />
- Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Hildegard in Gardelegen im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />
Politik
Ortsbürgermeister
Ortsbürgermeister der Ortschaft Estedt ist Volker Schmidt.<ref name="OR" />
Ortschaftsrat
Bei der Ortschaftsratswahl am 26. Mai 2019 wurden die 7 Sitze wie folgt vergeben:<ref name="VS 2019" />
- CDU, 1 Sitz
- Liste Ortschaftsrat-Estedt, 6 Sitze
Gewählt wurden eine Ortschaftsrätin und ein Rat.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die evangelische Dorfkirche Estedt ist ein um 1200 entstandener spätromanischer Feldsteinsaal mit eingezogenem quadratischen Chor und Westquerturm.<ref name="HOB-12" />
Verkehr
Das Dorf liegt an der B 71 von Salzwedel nach Gardelegen.
Es verkehren Linienbusse und Rufbusse der Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel.<ref>PVGS Altmarkkreis Salzwedel. In: pvgs-salzwedel.de. Abgerufen am 10. Juli 2022.</ref>
Durch das Dorf führt der Radfernweg Altmarkrundkurs.
Weblinks
- Estedt - Hansestadt Gardelegen. In: gardelegen.de.
- Estedt im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
Einzelnachweise
<references> <ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 12. Februar 2023.</ref>
<ref name="Destatis">Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011. StBA</ref>
<ref name="EW-2012">Einwohnerentwicklung 2012 in den Ortsteilen. In: Volksstimme Magdeburg. 1. Mai 2013 (volksstimme.de [abgerufen am 20. Februar 2022]).</ref>
<ref name="EW-2022">Elke Weisbach: Die Kurve zeigt wieder nach oben. In: Gardelegener Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger. 24. Januar 2022, DNB 1047268027, S. 13.</ref>
<ref name="GemNeuglG SAW">Gesetz über die Neugliederung der Gemeinden im Land Sachsen-Anhalt betreffend den Landkreis Altmarkkreis Salzwedel (GemNeuglG SAW). 8. Juli 2010, abgerufen am 22. August 2021.</ref>
<ref name="Hauptsatzung">Hauptsatzung der Hansestadt Gardelegen. Hansestadt Gardelegen. Der Bürgermeister., 4. Januar 2024, abgerufen am 27. Januar 2024.</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Krabbo Regesten">Hermann Krabbo: Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause. Hrsg.: Verein für Geschichte der Mark Brandenburg. 4. Lieferung. Duncker & Humblot, Leipzig 1910, S. 261, Nr. 1043 (uni-potsdam.de).</ref>
<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>
<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="OR">Hansestadt Gardelegen: Bürgerinfoportal Gardelegen, Ortschaftsrat Estedt. In: kitu-genossenschaft.de. Abgerufen am 11. Februar 2023.</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Estedt. Abgerufen am 15. April 2018.</ref>
<ref name="Riedel-17">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="Riedel-6">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>
<ref name="VS 2019">Donald Lyko: Sechs von vier Ratssitze in Jeseritz besetzt. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Gardelegen. 27. Juli 2012 (volksstimme.de [abgerufen am 5. Februar 2023]).</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>
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