Zum Inhalt springen

Estedt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 9. November 2025 um 10:51 Uhr durch imported>RuhigesKätzchen (Interne Verlinkungen: Ortsteil, Ortschaft).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Estedt
Hansestadt Gardelegen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(369)&title=Estedt 52° 35′ N, 11° 22′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(369) 52° 34′ 33″ N, 11° 21′ 31″ O
 {{#coordinates:52,575833333333|11,358611111111|primary
dim=10000 globe= name=Estedt region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
  }}
Höhe: 44 m ü. NHN
Fläche: 14,85 km²
Einwohner: 369 (31. Dez. 2022)<ref name="EW-2022" />
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2011
Postleitzahl: 39638
Vorwahl: 03907
Lage von Estedt in Sachsen-Anhalt
Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben!
Datei:Estedt in Gardelegen.svg
Lage der Ortschaft Estedt in Gardelegen

Estedt ist ein Ortsteil der gleichnamigen Ortschaft der Hansestadt Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.<ref name="Hauptsatzung" />

Geografie

Estedt, ein Haufendorf mit Kirche, liegt 6 Kilometer nordwestlich der Kernstadt Gardelegen in der Altmark. Westlich des Dorfes beginnt das Landschaftsschutzgebiet Zichtauer Berge und Klötzer Forst.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Nachbarorte sind Wiepke im Nordwesten, Schenkenhorst im Nordosten und Laatzke im Süden.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Datei:Holländerwindmühle Estedt 2013 Aufnahme & Copyright MEH Bergmann.jpg
Holländerwindmühle Estedt

Estedt wird urkundlich erstmals im Jahre 1121 als Eslestede erwähnt, als der Bischof von Halberstadt Reinhard von Blankenburg, den Ort an das Kloster Schöningen übereignete.<ref name="Riedel-17" />

Im Jahre 1273 waren die Markgrafen Otto V. und Albrecht in campo apud villam Estede (im Feld beim Dorfe Estedt), als der Verkauf der Vogtei in Quedlinburg beurkundet wurde.<ref name="Krabbo Regesten" />

Im Jahre 1345 wird berichtet, dass Markgraf Ludwig den Gardelegener Bürgern Walter Niendorf und Barthold von Berge (Berghe) Gericht und Patronat in villa Estede verleiht, welches sie schon vom Herzog Otto von Braunschweig als Pfandbesitz hatten.<ref name="Riedel-6" />

Südwestlich vom Dorf liegen die Ruinen vom Rösikenturm, einer alten Warte.<ref name="Zahn-1928" />

Im Süden des Dorfes steht eine Windmühle, die heute als Wohnhaus genutzt wird.

In der Nähe des Ortes kam es im April 1945 durch SS-Männer zu Massenerschießungen von 122 (nach anderen Angaben 108) KZ-Häftlingen eines Todesmarsches, der im Zusammenhang mit dem Massaker von Gardelegen steht. Räumungstransporte per Bahn hatten die Häftlinge zuvor aus mehreren Außenlagern des KZ Mittelbau-Dora und aus dem KZ Hannover-Stöcken nach Mieste verschleppt. Eine Gedenkstätte bei einem Sammelgrab auf dem Ortsfriedhof erinnert an sie.

Eingemeindungen

Ursprünglich gehörte das Dorf zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1810 lag es im Kanton Zichtau auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Gardelegen, dem späteren Landkreis Gardelegen.<ref name="HOB-12" />

Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Estedt in den kleineren Kreis Gardelegen umgegliedert. Am 1. Juli 1994 kam Estedt zum Altmarkkreis Salzwedel.<ref name="Metzler-Poeschel" /> Am 1. Januar 2011 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde zusammen mit 17 weiteren Gemeinden per Landesgesetz in die Hansestadt Gardelegen eingemeindet.<ref name="GemNeuglG SAW" /><ref name="Destatis" /> Der Stadtrat Gardelegen beschloss in der Ortschaftsverfassung für die ehemalige Gemeinde Estedt die Einführung eines Ortschaftsrates mit 7 Mitgliedern einschließlich Ortsbürgermeister.<ref name="Hauptsatzung" />

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1734 284
1774 276
1789 280
1798 259
1801 263
1818 282
Jahr Einwohner
1840 331
1864 424
1871 424
1885 453
1895 465
1905 467
Jahr Einwohner
1925 427
1939 390
1946 709
1964 475
1971 454
1981 398
Jahr Einwohner
1993 395
2006 398
2009 389
2012 [00]379<ref name="EW-2012" />
2016 358
2021 [0]352<ref name="EW-2022" />
Jahr Einwohner
2022 369<ref name="EW-2022" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006:<ref name="HOB-12" />

Religion

Politik

Ortsbürgermeister

Ortsbürgermeister der Ortschaft Estedt ist Volker Schmidt.<ref name="OR" />

Ortschaftsrat

Bei der Ortschaftsratswahl am 26. Mai 2019 wurden die 7 Sitze wie folgt vergeben:<ref name="VS 2019" />

  • CDU, 1 Sitz
  • Liste Ortschaftsrat-Estedt, 6 Sitze

Gewählt wurden eine Ortschaftsrätin und ein Rat.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die evangelische Dorfkirche Estedt ist ein um 1200 entstandener spätromanischer Feldsteinsaal mit eingezogenem quadratischen Chor und Westquerturm.<ref name="HOB-12" />


Verkehr

Das Dorf liegt an der B 71 von Salzwedel nach Gardelegen.

Es verkehren Linienbusse und Rufbusse der Personenverkehrsgesellschaft Altmarkkreis Salzwedel.<ref>PVGS Altmarkkreis Salzwedel. In: pvgs-salzwedel.de. Abgerufen am 10. Juli 2022.</ref>

Durch das Dorf führt der Radfernweg Altmarkrundkurs.

Weblinks

Commons: Estedt – Sammlung von Bildern

Literatur

Einzelnachweise

<references> <ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>

<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 12. Februar 2023.</ref>

<ref name="Destatis">Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011. StBA</ref>

<ref name="EW-2012">Einwohnerentwicklung 2012 in den Ortsteilen. In: Volksstimme Magdeburg. 1. Mai 2013 (volksstimme.de [abgerufen am 20. Februar 2022]).</ref>

<ref name="EW-2022">Elke Weisbach: Die Kurve zeigt wieder nach oben. In: Gardelegener Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger. 24. Januar 2022, DNB 1047268027, S. 13.</ref>

<ref name="GemNeuglG SAW">Gesetz über die Neugliederung der Gemeinden im Land Sachsen-Anhalt betreffend den Landkreis Altmarkkreis Salzwedel (GemNeuglG SAW). 8. Juli 2010, abgerufen am 22. August 2021.</ref>

<ref name="Hauptsatzung">Hauptsatzung der Hansestadt Gardelegen. Hansestadt Gardelegen. Der Bürgermeister., 4. Januar 2024, abgerufen am 27. Januar 2024.</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Krabbo Regesten">Hermann Krabbo: Regesten der Markgrafen von Brandenburg aus askanischem Hause. Hrsg.: Verein für Geschichte der Mark Brandenburg. 4. Lieferung. Duncker & Humblot, Leipzig 1910, S. 261, Nr. 1043 (uni-potsdam.de).</ref>

<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>

<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="OR">Hansestadt Gardelegen: Bürgerinfoportal Gardelegen, Ortschaftsrat Estedt. In: kitu-genossenschaft.de. Abgerufen am 11. Februar 2023.</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Estedt. Abgerufen am 15. April 2018.</ref>

<ref name="Riedel-17">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Riedel-6">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="VS 2019">Donald Lyko: Sechs von vier Ratssitze in Jeseritz besetzt. In: Volksstimme Magdeburg, Lokalausgabe Gardelegen. 27. Juli 2012 (volksstimme.de [abgerufen am 5. Februar 2023]).</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein