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Kassieck

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Kassieck
Hansestadt Gardelegen
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Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(167)&title=Kassieck 52° 35′ N, 11° 29′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(167) 52° 35′ 11″ N, 11° 29′ 8″ O
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Höhe: 42 m ü. NHN
Fläche: 10,51 km²
Einwohner: 167 (31. Dez. 2022)<ref name="EW-2022" />
Bevölkerungsdichte: 16 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2011
Postleitzahl: 39638
Vorwahl: 039084
Lage von Kassieck in Sachsen-Anhalt
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Kassieck ist ein Ortsteil der Hansestadt Gardelegen im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt, Deutschland.

Geografie

Kassieck, ein Straßendorf mit Kirche, liegt etwa zehn Kilometer nordöstlich der Stadt Gardelegen in der Altmark am Kassiecker Graben, der in den Secantsgraben fließt.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref> Das Dorf ist umgeben von Wald, Wiesen und Ackerflächen und wurde bekannt durch seinen Hopfen- und Stangenbohnenanbau.<ref name="HP" />

Nachbarorte sind Algenstedt im Nordwesten, Lindstedt im Osten, Trüstedt im Süden und Hemstedt im Südwesten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>

Geschichte

Mittelalter bis Neuzeit

Zahlreiche Bodenfunde aus der Eisenzeit und der Jungsteinzeit belegen eine sehr frühe Besiedelung.<ref name="HP" /> Die erste Erwähnung von Kassiek stammt aus dem Jahre 1278, als die Markgrafen Johann, Otto und Konrad dem Kloster Neuendorf unter anderen Einkünften und Besitzungen auch zwei Wispel Roggen bestätigten.<ref name="Kunstdenkmale-Gardelegen" /> Wörtlich heißt es: In Ketsik (Ketcyk) duos choros filiginis.<ref name="Riedel-22, S. 372" /> Bis 1281 hatte Ritter Beteko von Wodenswegen über 3 Hufen zu Lehen, die 1281 von den Markgrafen ebenfalls an Kloster Neuendorf gingen.<ref name="HOB-12"/> Parisius und Brinkmann berichten ausführlich über die komplizierten Besitzverhältnisse. Der Ort war auf verschiedene Eigentümer aufgeteilt.<ref name="Kunstdenkmale-Gardelegen" />

Die Schreibweise des Ortsnamens variiert je nach Zeit und Quelle. Einige Beispiel sind 1315 villam dictam ketsik, 1418 Keetzig, 1541 Cassiek, 1551 Ketzike, 1610 Ketzucke, 1687 Kassigke, 1804 und 1903 Cassiek.<ref name="HOB-12" /><ref name="Almanach1903" />

Eingemeindung

Ursprünglich gehörte das Dorf zum Tangermündeschen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1810 lag es im Landkanton Gardelegen auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Gardelegen, dem späteren Landkreis Gardelegen.<ref name="HOB-12" />

Am 25. Juli 1952 kam die Gemeinde Kassieck zum Kreis Gardelegen und am 1. Juli 1994 zum Altmarkkreis Salzwedel.<ref name="Metzler-Poeschel" /> Kassieck wurde am 1. Januar 2011 per Landesgesetz in die Hansestadt Gardelegen eingemeindet.<ref name="GemNeuglG SAW" /><ref name="Destatis" />

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1734 185
1772 078
1790 202
1798 206
1801 215
1818 222
Jahr Einwohner
1840 307
1864 431
1871 394
1885 439
1892 [00]402<ref name="Zahn-1928" />
1895 402
Jahr Einwohner
1900 [00]361<ref name="Zahn-1928" />
1905 367
1910 [00]385<ref name="Zahn-1928" />
1925 382
1939 321
1946 521
Jahr Einwohner
1964 353
1971 337
1981 265
1993 252
2006 200
2012 [00]184<ref name="EW-2012" />
Jahr Einwohner
2016 178
2017 172
2021 [0]170<ref name="EW-2022" />
2022 [0]167<ref name="EW-2022" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006:<ref name="HOB-12" />

Religion

  • Die evangelische Kirchengemeinde Kassieck, die früher zusammen mit Kirchengemeinde Algenstedt zur Pfarrei Kassieck gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute betreut vom Pfarrbereich Lindstedt im Kirchenkreis Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />
  • Ungefähr im Jahre 1541 wirkte der erste evangelische Pfarrer namens Johann Wartenberg in Kassieck.<ref name="Pfarrerbuch" /> Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Kassieck (Cassieck) stammen aus dem Jahre 1675.<ref name="Machholz" />
  • Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Kassieck stammen aus dem Jahre 1675.<ref name="Machholz" />
  • Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Anna in Stendal im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />

Politik

Letzte Bürgermeisterin der Gemeinde Kassieck war Gloria Kretschmer.

Eine Ortschaft mit einem Ortschaftsbürgermeister entstand nach der Eingemeindung nicht. Es ist stattdessen ein Mal im Jahr eine Bürgersprechstunde im Ortsteil vorgesehen.<ref name="AZ 2022" />

Kultur und Sehenswürdigkeiten

  • Die evangelische Dorfkirche Kassieck ist ein im 19. Jahrhundert stark überformter mittelalterlicher Feldstein- und Backsteinbau mit eingezogenem Rechteckchor und quadratischem Westturm.<ref name="HOB-12" /> Die Orgel der Orgelbauer Gebrüder Rohlfing aus Osnabrück wurde um das Jahr 1900 eingebaut. Ihr Baujahr muss nicht dem Jahr des Einbaus identisch sein.<ref name="Altmarkkirchen" />
  • In Kassieck steht ein Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, eine aufgerichtete Granitplatte auf Feldsteinsockel, gekrönt von einem Adler mit Kaiserkrone.<ref name="Denkmalprojekt" />

Vereine

Kassiecker und Haie e. V.

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

<references> <ref name="AZ 2022">Ina Tschakyrow: Wie oft tagten die Gremien seit Mai 2019? In: Altmark Zeitung. 8. Januar 2022 (az-online.de).</ref>

<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>

<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 5. März 2022.</ref>

<ref name="Denkmalprojekt">Kassieck, Stadt Gardelegen. In: denkmalprojekt.org. Onlineprojekt Gefallenendenkmäler, 1. November 2015, abgerufen am 1. Oktober 2022.</ref>

<ref name="Destatis">StBA: Gebietsänderungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011</ref>

<ref name="EW-2012">Einwohnerentwicklung 2012 in den Ortsteilen. In: Volksstimme Magdeburg. 1. Mai 2013 (volksstimme.de [abgerufen am 20. Februar 2022]).</ref>

<ref name="EW-2022">Elke Weisbach: Die Kurve zeigt wieder nach oben. In: Gardelegener Volksstimme, Gardelegener Kreisanzeiger. 24. Januar 2022, DNB 1047268027, S. 13.</ref>

<ref name="GemNeuglG SAW">Gesetz über die Neugliederung der Gemeinden im Land Sachsen-Anhalt betreffend den Landkreis Altmarkkreis Salzwedel (GemNeuglG SAW) vom 8. Juli 2010. 8. Juli 2010, GVBl. LSA 2010, 410, § 3, § 4 (sachsen-anhalt.de [abgerufen am 28. Februar 2022]).</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="HP">Hansestadt Gardelegen: Kassieck. In: gardelegen.de. Abgerufen am 5. März 2022.</ref>

<ref name="Kunstdenkmale-Gardelegen">Adolf Parisius, Adolf Brinkmann: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Kreises Gardelegen (= Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler der Provinz Sachsen. Heft 20). Otto Hendel, 1897, DNB 362007144, S. 22–23.</ref>

<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>

<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>

<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Lindstedt. Abgerufen am 28. Dezember 2018.</ref>

<ref name="Pfarrerbuch">Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hrsg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen (= Series Pastorum. Band 10). Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2009, ISBN 978-3-374-02142-0, S. 365.</ref>

<ref name="Riedel-22, S. 372">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref> </references>

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