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Rote Borstenhirse

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Rote Borstenhirse
Datei:20140919Setaria pumila4.jpg

Rote Borstenhirse (Setaria pumila)

Systematik
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Süßgräser (Poaceae)
Unterfamilie: Panicoideae
Gattung: Borstenhirsen (Setaria)
Art: Rote Borstenhirse
Wissenschaftlicher Name
Setaria pumila
(Poir.) Roem. & Schult.

Die Rote Borstenhirse (Setaria pumila <templatestyles src="Person/styles.css" />(Poir.) Schult.), auch Fuchsrote Borstenhirse oder Fuchshirse genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Borstenhirsen (Setaria) innerhalb der Familie der Süßgräser (Poaceae).

Datei:Setaria pumila sl9.jpg
Habitus
Datei:20160814Setaria pumila4.jpg
Ausschnitt eines frisch aufgeblühten Blütenstandes

Beschreibung

Vegetative Merkmale

Die Rote Borstenhirse ist eine einjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 10 bis 130 Zentimetern. Ihre aufrechten oder gekniet-aufsteigenden Halme wachsen in Büscheln.

Die wechselständig am Halm angeordneten Laubblätter sind in Blattscheide und -spreite gegliedert. Die Blattscheide ist stark zusammengedrückt und kahl. Das Blatthäutchen (Ligula) ist ein Wimpernkranz aus 0,5 bis 1 Millimeter langen Trichomen. Die flache Blattspreite ist 10 bis 30 Zentimeter lang sowie 4 bis 10 Millimeter breit, auf der Oberseite rau und auf der Unterseite glatt.<ref name="Conert1979" />

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Der walzenförmige, aufrechte, dichte rispige Blütenstand ist 2 bis 15 Zentimeter lang und (ohne die Borsten gemessen) 6 bis 8 Millimeter breit; sie ist durch die gelben bis fuchsroten Borsten sehr auffällig.<ref name="Conert1979" /> Die Seitenäste tragen ein oder zwei Ährchen und dazu vier bis zwölf Borsten, die 3 bis 8 Millimeter lang sind. Die Stachelhaare der Borsten sind nach vorne gerichtet. Das Ährchen ist breit elliptisch mit einer Länge von 2,8 bis 3,1 Millimetern. Die untere Hüllspelze ist dreinervig, die obere Hüllspelze ist zugespitzt und fünfnervig; sie ist halb bis zwei Drittel so lang wie das Ährchen; die Deckspelze der oberen, zwittrigen Blüte und die Hüllspelze sind stark querrunzelig. Die Staubbeutel sind 1 bis 1,5 Millimeter lang.<ref name="Conert1979" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 36 oder 72.

Vorkommen

Das Haupt-Verbreitungsgebiet der Roten Borstenhirse reicht von Süd- und Mitteleuropa bis Nordafrika, Sibirien und Ostasien und umfasst insgesamt die Alte Welt. Sie kommt in vielen Gebieten der Welt als Neophyt vor.<ref name="WCSP" />

Die Rote Borstenhirse wächst auf mäßig trockenen, nährstoffreichen, milden bis neutralen, meist wenig humosen, lockeren Sand-, Lehm- oder Lössböden. Sie gedeiht in Hackfruchtäckern und Weinbergen.<ref name="Oberdorfer2001" /> Sie steigt im Kanton Wallis bei Vercorin bis in Höhenlagen von 1400 Meter auf. Im Himalaja erreicht sie sogar 2000 Meter.<ref name="Conert1979" /> Sie ist ein Indikator für wärmere Klimalagen. Sie wächst in Mitteleuropa in Pflanzengesellschaften der Klasse Polygono-Chenopodietea.<ref name="Oberdorfer2001" />

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2 (mäßig trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 3 (schwach sauer bis neutral), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 4 (nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />

Ökologie

Die Rote Borstenhirse wurzelt bis 35 Zentimeter tief.<ref name="Oberdorfer2001" />

Taxonomie

Die Erstbeschreibung erfolgte 1816 unter dem Namen (Basionym) Panicum pumilum durch Jean Louis Marie Poiret in Jean-Baptiste de Lamarcks Encyclopédie Méthodique: Botanique ... Supplément 4, Seite 273. Die Neukombination zu Setaria pumila <templatestyles src="Person/styles.css" />(Poir.) Schult. wurde 1817 durch Joseph August Schultes in Systema vegetabilium: secundum classes, ordines, genera, species. Cum characteribus differentiis et synonymis. Editio nova, speciebus inde ab editione XV, ed. 15, Band 2, S. 891 veröffentlicht. Synonyme für Setaria pumila <templatestyles src="Person/styles.css" />(Poir.) Schult. sind: Setaria helvola <templatestyles src="Person/styles.css" />(L. f.) Roem. & Schult., Panicum helvolum <templatestyles src="Person/styles.css" />L. f., Panicum pumilum <templatestyles src="Person/styles.css" />Poir., Setaria humifusa <templatestyles src="Person/styles.css" />(Dumort.) Dumort., Panicum holcoides <templatestyles src="Person/styles.css" />J.Jacq., Setaria glauca auct. non <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Beauv.<ref name="WCSP" />

Bilder

Literatur

  • William Derek Clayton: Setaria Beauv. In:
  • Monika Voggesberger: Setaria Beauv. 1812. In:

Einzelnachweise

<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP </ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="Conert1979">Hans Joachim Conert: Familie Poaceae. In Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage, Band I, Teil 3, Seite 50–51. Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg 1979. ISBN 3-489-52020-3.</ref> <ref name="InfoFlora"> Setaria pumila (Poir.) Roem. & Schult. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>

Weblinks

Commons: Rote Borstenhirse (Setaria pumila) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien