Zum Inhalt springen

Willi Seidel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 9. Oktober 2024 um 16:45 Uhr durch 2a02:3100:9ddc:fc00:98c6:7644:ae0d:634e (Diskussion) (Leben und Beruf).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Vorlage:Hinweisbaustein

Datei:Willi seidel 1885 - 1976.jpg
Willi Seidel
Datei:Ehrengrab Willi Seidel (Hauptfriedhof Kassel).jpg
Grab von Willi Seidel auf dem Kasseler Hauptfriedhof
Datei:Haus der Jugend, Willi-Seidel-Haus, Mühlengasse 1 in Kassel.jpg
Haus der Jugend, Willi-Seidel-Haus

Willi Seidel (* 1. November 1885 in Kassel; † 9. März 1976 ebenda) war ein deutscher Beamter und Kommunalpolitiker. Von 1945 bis 1954 war er Oberbürgermeister der Stadt Kassel.

Leben und Beruf

Nach dem Abschluss der Oberrealschule begann Seidel 1903 als Beamtenanwärter seine Ausbildung im kommunalen Dienst der Stadt Kassel. Über die Station als Magistratssekretär wurde 1927 Stadtverwaltungsdirektor. Nachdem er sich zum 1. Juni 1933 von seinem Amt als Personalamtsleiter entbinden ließ, da er nicht das Vertrauen der NSDAP, die die Macht übernommen hatte, besaß, wurde er zum Leiter des städtischen Versicherungsamtes berufen. 1935 war er für die verwaltungstechnische Eingliederung der in jenem Jahr eingemeindeten Nachbargemeinden Harleshausen, Niederzwehren, Nordshausen, Oberzwehren, Waldau und Wolfsanger zuständig.

Die amerikanische Besatzungsmacht erreichte Anfang April 1945 Kassel und setzte Seidel am 7. April als kommissarischen Oberbürgermeister ein. Am 26. Juli 1946 wurde er von der ersten gewählten Stadtverordnetenversammlung nach dem Krieg zum ordentlichen Stadtoberhaupt gewählt. Als zwei Jahre später seine Wiederwahl anstand, setzte sich der parteilose Seidel per Losentscheid gegen den FDP-Kandidaten Fritz Oellers durch. Die Abstimmung hatte ein Patt von je 29 Stimmen für Seidel und Oellers bei einer Enthaltung ergeben. In seiner Amtszeit setzte er sich nicht nur für den Wiederaufbau der Stadt ein, sondern erreichte auch, dass 1955 – ein Jahr nach seinem Ausscheiden aus dem Amt – die erste Bundesgartenschau in Kassel stattfand.

Ehrungen

Literatur

  • Sabine Schneider, Eckart Conze, Jens Flemming, Dietfrid Krause-Vilmar: Vergangenheiten : die Kasseler Oberbürgermeister Seidel, Lauritzen, Branner und der Nationalsozialismus, Schüren Verlag, Marburg 2015, ISBN 978-3-89472-241-8.
  • Heinz Körner: Kassels Oberbürgermeister des Wiederaufbaus: Betrachtungen anhand der Tagebuchaufzeichnungen Willi Seidels mit Dokumenten und Erklärungen zur Zeitgeschichte, Südstadtbuchverlag Heinz Körner, Kassel 2017, ISBN 978-3-00-056102-3.

Weblinks

Commons: Willi Seidel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Klappleiste/Anfang

Karl Schomburg (1834–1841) | Nikolaus Ludwig Arnold (1842–1848) | Heinrich Wilhelm Hartwig (1848–1863) | Friedrich Nebelthau (1864–1875) | Emil Weise (1875–1892) | Albert Westerburg (1893–1899) | August Nikolaus Müller (1900–1912) | Ernst Scholz (1912–1913) | Erich Koch-Weser (1913–1920) | Philipp Scheidemann (1920–1925) | Herbert Stadler (1925–1933) | Gustav Lahmeyer (1933–1945) | Willi Seidel (1945–1954) | Lauritz Lauritzen (1954–1963) | Karl Branner (1963–1975) | Hans Eichel (1975–1991) | Wolfram Bremeier (1991–1993) | Georg Lewandowski (1993–2005) | Bertram Hilgen (2005–2017) | Christian Geselle (2017–2023) | Sven Schoeller (seit 2023)

Vorlage:Klappleiste/Ende

Vorlage:Hinweisbaustein