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Bandau

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Bandau
Gemeinde Beetzendorf
Das Ortswappen bitte nur als Dateipfad angeben!
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(111)&title=Bandau 52° 40′ N, 11° 7′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(111) 52° 40′ 17″ N, 11° 6′ 43″ O
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Höhe: 45 m ü. NHN
Fläche: 15,17 km²<ref name="HOB-12" />
Einwohner: 111 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" />
Bevölkerungsdichte: 7 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2009
Eingemeindet nach: Beetzendorf
Postleitzahl: 38489
Vorwahl: 039000
Lage von Bandau in Sachsen-Anhalt
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Bandau ist ein Ortsteil der Gemeinde Beetzendorf im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geographie

<mapframe latitude="52.6715" longitude="11.1098" zoom="14" width="300" height="200" align="right" /> Bandau, ein Straßendorf mit Kirche, liegt rund sieben Kilometer nordwestlich der Stadt Klötze in der Jeetzeniederung in der Altmark.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref> Südöstlich liegt das Waldgebiet Der Lelchow.<ref name="KDR-264" />

Nachbarorte sind Darnebeck im Westen, Jeeben im Nordwesten, Poppau im Nordosten, Peertz im Süden und die Hoppesmühle im Südwesten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref><ref name="TOP50" />

Geschichte

Mittelalter bis 19. Jahrhundert

Im Jahr 1275 wurde Fridericus de Bandow, wohnhaft in Dolsleben, 1312 eine Beguta de Bandowe, wohnhaft in Salzwedel erwähnt.<ref>Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark. Band 1: A–K. Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-3743-4, Bandau. 4. Erste schriftliche Erwähnung, S. 120–121.</ref> Das Dorf selbst erschien erstmals 1420 urkundlich, Markgraf Friedrich belehnte dat dorpp Bandow an Günzel von Bartensleben.<ref name="Riedel-17, S. 274" />

Im 16. und 17. Jahrhundert lag der Ort wüst. Aus einigen wüsten Höfen des Dorfes Bandau und der wüsten Mark Lelchow und entstand in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts ein Gut, das nach einer Urkunde aus dem Schulenburgischer Archiv Wolfsburg am 23. Mai 1681 als ein Afterlehn von den von der Schulenburg dem Amtmann Koven überlassen wurde. Das Gut namens Lelchau oder Lerchau hatte im Jahre 1804 zwei Feuerstellen mit 14 Einwohnern.<ref name="Zahn-Wüstungen" /> Das von der Schulenburgische Rittergut wurde 1816 ohne die Lelchower Feldmark an die Bauern in Bandau verkauft, daraus entstand das heutige Dorf Bandau. Die Gemeinden Hohenhenningen und Peertz kauften die Lelchower Feldmark, das vormalige Vorwerk Lelchow.<ref name="Hermes-Weigelt" /> Dieses Lelchow lag südöstlich von Peertz in der Nähe der Ruine der alten Kirche.

Die Siedlung Bandau befand sich in der Jeetzeniederung im Gebiet des heutigen Alt-Bandau (Haufendorf). 1818 wurde hier eine kleine Dorfkirche errichtet. Der Ortskern dieses Dorfes brannte am 6. Juni 1832 nieder, nur 6 Wohngebäude und die Kirche konnten gerettet werden. Noch im gleichen Jahr wurde mit dem Aufbau einer neuen Ortslage 600 Meter ostwärts am Weg von Klötze nach Beetzendorf auf trockenerem Grund und in großzügigerer Bebauung begonnen (Straßendorf). Der Umzug der Dorfkirche und zweier weiterer Gehöfte folgte 1850.

Herkunft des Ortsnamens

Jürgen Udolph führt den Ortsnamen auf einen slawischen Personennamen zurück.<ref name="Friske 2021" /> Heinrich Sültmann leitet aus 1420 Bandow den möglichen Personennamen „Bandegast“, „Bandeslaw“ verkürzt zu „Bands“, ab.<ref name="Sültmann 1931" />

Eingemeindungen

Bandau gehörte bis 1807 zum Salzwedelischen Kreis, danach bis 1808 zum Kanton Klötze, anschließend bis 1813 zum Kanton Jübar im Königreich Westphalen, ab 1816 kam es in den Kreis Salzwedel, den späteren Landkreis Salzwedel im Regierungsbezirk Magdeburg in der Provinz Sachsen in Preußen.<ref name="HOB-12" />

Am 20. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Peertz und Poppau aus dem Landkreis Salzwedel eingegliedert.<ref name="2VO-LSA-1950" /> Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Bandau in den Kreis Klötze umgegliedert. Am 1. Juli 1994 kam Bandau zum Altmarkkreis Salzwedel.<ref name="Metzler-Poeschel" />

Ab 2005 gehörte Bandau zur Verwaltungsgemeinschaft Beetzendorf-Diesdorf.

Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschloss der Gemeinderat der Gemeinde Bandau am 27. Oktober 2008, dass die Gemeinde Bandau in die Gemeinde Beetzendorf eingemeindet wird. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Januar 2009 in Kraft.<ref name="Destatis" /><ref>„Transformationsprozesse öffentlicher Daseinsvorsorge in der Altmark“</ref><ref name="Stala" />

Nach Eingemeindung der bisher selbstständigen Gemeinde Bandau wurden Bandau, Poppau und Peertz Ortsteile der Gemeinde Beetzendorf. Eine Ortschaft wurde nicht gebildet.

Seit 1. Januar 2010 gehört Bandau auch zur Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner
1734 037
1774 079
1789 102
1798 080
1801 083
1818 108
Jahr Einwohner
1840 136
1885 144
1892 [00]148<ref name="Zahn-1928" />
1900 [00]159<ref name="Zahn-1928" />
1910 [00]193<ref name="Zahn-1928" />
1925 203
Jahr Einwohner
1939 166
1946 821
1964 620
1971 526
1981 480
1993 463
Jahr Einwohner
2005 [00]512<ref name="EW-LSA" />
2006 511
2007 [00]489<ref name="EW-LSA" />
2015 [00]128<ref name="EW-2018" />
2018 [00]126<ref name="EW-2018" />
2020 [00]123<ref name="EW-2021" />
Jahr Einwohner
2021 [00]120<ref name="EW-2021" />
2022 [00]115<ref name="EW-2022" />
2023 [0]111<ref name="EW-2023" />

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006<ref name="HOB-12" />

Religion

Die evangelische Kirchengemeinde Bandau, die früher zur Pfarrei Jeeben gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute betreut vom Pfarrbereich Beetzendorf des Kirchenkreises Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" />

Politik

Bürgermeister

Der letzte Bürgermeister der Gemeinde war Helmut Fehse.

Wappen

Blasonierung: „In Blau ein achteckiger, von einer goldenen Kette umschlossener silberner Stein, belegt mit einer blauen Windrose, überhöht von 2 goldenen Windrosen.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten

In Bandau stand ursprünglich eine Kapelle, die 1818 einstürzte. Die heutige Kirche ist ein rechteckiger Putzbau mit Fachwerkdachreiter.<ref name="Altmarkkirchen" /> Sie wurde 1850 aus dem weiter westlich gelegenen Alt-Bandau hierher versetzt. Die erhaltene Kirchenglocke stammt aus dem Jahr 1579.<ref name="Friske 2021" />

Sonstiges

In der Nähe befindet sich das Ökodorf Sieben Linden, eine sozial-ökologische Modellsiedlung.

Literatur

  • Joachim Stephan: Die Vogtei Salzwedel. Land und Leute vom Landesausbau bis zur Zeit der Wirren. Dissertation Humboldt-Universität zu Berlin 2003 (= Klaus Neitmann [Hrsg.]: Quellen, Findbücher und Inventare des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 17). Peter Lang. Europäischer Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main 2006, ISBN 3-631-54808-7.
  • Peter P. Rohrlach: Historisches Ortslexikon für die Altmark. Band 1: A–K. In: Historisches Ortslexikon für die Altmark (= Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil XII; Klaus Neitmann [Hrsg.]: Veröffentlichungen des Brandenburgischen Landeshauptarchivs. Band 68; Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt. Reihe A. Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts. Band 23). 2 Bände, Berliner Wissenschafts-Verlag, Berlin 2018, ISBN 978-3-8305-3743-4, Bandau wnw Klötze, S. 120–123.
  • Vorlage:BibOCLC
  • Vorlage:BibOCLC

Weblinks

Commons: Bandau – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 279 (PDF).</ref>

<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>

<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Destatis">StBA: Gebietsänderungen am 01.01.2009</ref>

<ref name="EW-2018">Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.</ref>

<ref name="EW-2021">Anke Pelczarski: Nur Wallstawe und Jübar legen zu. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 15. Januar 2022, DNB 1047268213, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2022">Anke Pelczarski: Wenn die Männer das Sagen haben. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 14. Januar 2023, DNB 1047268213, S. 17.</ref>

<ref name="EW-2023">Anke Pelczarski: 65 Geburten und 190 Sterbefälle. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 17. Januar 2024, DNB 1047268213, S. 15.</ref>

<ref name="EW-LSA">Bevölkerung der Gemeinden nach Landkreisen (= Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt [Hrsg.]: Statistische Berichte / A / I / A / II / A / III / 102). ZDB-ID 2921504-3 (destatis.de). (Jahr anklicken)</ref>

<ref name="Friske 2021">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783867323796 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Hermes-Weigelt">Vorlage:BibOCLC</ref>

<ref name="KDR-264">Karte des Deutschen Reiches, 1:100 000, Teil II/IV: Blatt 264: Klötze. Preußisches Statistisches Landesamt, 1906, abgerufen am 7. August 2022.</ref>

<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>

<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Beetzendorf. Abgerufen am 27. Januar 2018.</ref>

<ref name="Riedel-17, S. 274">Vorlage:CodexDiplBrandenbgTeilA</ref>

<ref name="Sültmann 1931">Heinrich Sültmann: Die Ortsnamen im Kreise Salzwedel (= Wochenblatt-Schriften. Folge IX.). 1931, DNB 362852693, S. 27.</ref>

<ref name="Stala">Gebietsinformationen Gemeindegebietsveränderungen seit dem 1. Juli 2007</ref>

<ref name="TOP50">Top50-CD Sachsen-Anhalt, 1:50.000, Landesamt für Landesvermessung und Geoinformation, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie, 2003</ref>

<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref>

<ref name="Zahn-Wüstungen">Wilhelm Zahn: Die Wüstungen der Altmark. In: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. Band 43. Hendel, Halle a.S. 1909, S. 7–8,120–121.</ref> </references>

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