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Ibadan

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Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 12. April 2026 um 15:25 Uhr durch imported>Loper12321 (Söhne und Töchter der Stadt: +Moses Oyiki Orode).
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Ibadan
Koordinaten 7° 23′ N, 3° 53′ OKoordinaten: 7° 23′ N, 3° 53′ O
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Basisdaten
Staat Nigeria
Vorlage:Info ISO-3166-2/admtypelink Oyo
Höhe 239 m
Fläche 3080 km²
Einwohner 3.306.000 (Berechnung 2017)
Metropolregion 5.881.345 (Berechnung 2012<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Bevölkerungsdaten der Metropolregion Ibadan (Memento des Vorlage:IconExternal vom 29. Dezember 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/bevoelkerungsstatistik.de</ref>)
Dichte 1.073,4 Ew./km²
Gründung 1829
Postleitzahl 200211 – 200285
Website www.oyostate.gov.ng (Englisch)
Politik
Gouverneur Adebayo Alao-Akala
Partei PDP
Ibadan
Ibadan
Ibadan
Datei:Cocoa House, Ibadan.JPG
Cocoa House
Datei:University of Ibadan gate.jpg
Zufahrt zur Universität von Ibadan
Datei:Ibadan street scene.jpg
Straßenszene in Ibadan

Ibadan (Aussprache: /ɪˈbædən/ bzw. Ibadong) ist eine Stadt in Nigeria. Sie ist die Hauptstadt des Bundesstaates Oyo und mit ihren 3.306.000 Einwohnern (Berechnungsstand 2017) neben Lagos, Benin City und Kano eine der größten Städte des Landes. Die Bevölkerungsmehrheit bilden die Yoruba.

Geographie

Ibadan liegt im Südwesten des Landes, nördlich der Metropole Lagos und östlich der Grenze zu Benin. Ungefähr zehn Kilometer östlich befindet sich der Asejire-Stausee. Im Norden der Stadt liegt der kleinere Eleyele-Stausee, der vom Fluss Alaputa gespeist wird. Der Fluss Ona und sein Zufluss Ogunpa entspringen in der Nähe der Stadt und fließen nach Süden. Auf dem Gebiet von Ibadan befinden sich mehrere Hügel, im Stadtzentrum beispielsweise der Mapo.

Bevölkerung

Bis Mitte der 1950er Jahre hinein, als es von Lagos überholt wurde, war Ibadan die größte Stadt des Landes. Dennoch hat sich die Bevölkerung der Stadt seit dem Jahre 1950 mehr als versechsfacht. Die Metropolregion Ibadan wächst weiterhin rasant. Bis 2050 wird mit 8,7 Millionen Einwohnern in der Agglomeration gerechnet.

Bevölkerungsentwicklung der Agglomeration laut UN

Jahr Einwohnerzahl<ref>World Urbanization Prospects - Population Division - United Nations. Abgerufen am 23. Juli 2018.</ref>
1950 450.000
1960 570.000
1970 809.000
1980 1.186.000
1990 1.739.000
2000 2.236.000
2010 2.816.000
2017 3.306.000

Geschichte

Ibadan wurde wahrscheinlich 1829 als Feldlager gegründet. Zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte die schnell wachsende Stadt etwa 150.000 Einwohner<ref>Salami, B. Olawale: Ibadan Slaves and Ibadan Wars in Pre-Colonial South Western Nigeria, 1835. In: IOSR Journal Of Humanities And Social Science (IOSR–JHSS), Bd. 7, Nr. 3, Januar–Februar 2013, S. 32–38, hier S. 35</ref> und war die größte Stadt in Subsahara-Afrika. 1893 kam Ibadan unter britische Herrschaft. Die Einführung der Kakaoproduktion durch die Briten brachte wachsenden Wohlstand. Von 1946 bis 1960 war Ibadan die Hauptstadt des britischen Protektorates Süd-Nigeria und nach der Unabhängigkeit zwei Jahre lang Hauptstadt der Western Region. Erst in den 1960er Jahren wurde Ibadans Einwohnerzahl von der Hauptstadt Lagos übertroffen.

Im Jahr 1959 entstand die erste nigerianische Fernsehstation in Ibadan. Die Stadt entwickelte sich auch zu einer Literaturmetropole. Sie ist ferner ein Zentrum des Jùjú-Musikstils, dessen Popularität in den 1940er Jahren begann und noch anhält.<ref>Vgl. Christopher A. Waterman: “I'm a Leader, Not a Boss”: Social Identity and Popular Music in Ibadan, Nigeria. In: Ethnomusicology, Bd. 26, Nr. 1 (25th Anniversary Issue) Januar 1982, S. 59–71</ref>

In jüngster Vergangenheit kam es wiederholt zu ethnischen Zusammenstößen und es gibt Berichte über Menschenrechtsverletzungen. Die hygienischen Verhältnisse sind schlecht. Am 23. Dezember 2001 wurde Justizminister Bola Ige in seinem Haus in Ibadan erschossen; er hatte sich gegen die Einführung der Scharia in nigerianischen Bundesstaaten und für die Demokratisierung des Landes ausgesprochen.

Sehenswürdigkeiten

Es gibt einen bekannten Markt und einen Zoo. Das Stadtbild wird hauptsächlich durch zwei Wahrzeichen geprägt: Durch das Cocoa House, das erste Hochhaus Afrikas,<ref>Cocoa House: Tropical Africa’s First Skyscraper. whatsupibadan.wordpress.com</ref> und durch den Bower’s Tower, einen durch die Briten errichteten Aussichtsturm auf Oke Aàre (der Hügel des Aàre). Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Universität von Ibadan und die Mapo Hall, das im Kolonialstil gebaute Rathaus.

Wirtschaft

Ibadan zählt zu den Wirtschaftszentren des Landes. So gibt es u. a. Nahrungs-, Zigaretten-<ref>Manufacturing in British American Tobacco’s West and Central Africa Area is done at the state-of-the-art factory located in Ibadan, Oyo state, Nigeria. www.batwca.com</ref> und Druckereigewerbe. Die Universität von Ibadan (gegründet 1948) ist die älteste des Landes. Daneben gibt es eine weitere Universität und das internationale Institut für Tropenlandwirtschaft.

Verkehr

Seit 2021 verbindet eine normalspurige Hochgeschwindigkeitsstrecke Ibadan mit Lagos und verkürzt die Reisezeit in die Hafenstadt auf unter drei Stunden. Die Züge fahren täglich um 8:00 und 16:00 Uhr ab.<ref>Lagos – Abeokuta – Ibadan Train Schedule & Ticket Price. www.sagetravels.com</ref> Im Rahmen des Normalspurprojekts, das die beiden Städte verbindet, wurde in Ibadan ein neuer Bahnhof errichtet.

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • O. Adeboye: The City of Ibadan: Yoruba Towns and Cities. Bookshelf Resources Ltd, Ibadan, 2003, ISBN 978-978-35768-7-2 (researchgate.net [abgerufen am 4. April 2026]).

Weblinks

Commons: Ibadan – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Ibadan – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein