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Grannen-Meier

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Grannen-Meier
Datei:Asperula aristata RF.jpg

Asperula aristata bei Stalden im Kanton Wallis

Systematik
Unterfamilie: Rubioideae
Tribus: Rubieae
Untertribus: Rubiinae
Gattung: Meier (Asperula)
Sektion: Cynanchicae
Art: Grannen-Meier
Wissenschaftlicher Name
Asperula aristata
L.f.

Der Grannen-Meier (Asperula aristata) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Meier (Asperula) innerhalb der Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Ihre hauptsächliche Verbreitung liegt in Südeuropa und reicht nordwärts bis nach Österreich und der Schweiz.

Datei:Asperula aristata subsp. scabra kz02.jpg
Blüte von Asperula aristata subsp. scabra

Beschreibung

Der Grannen-Meier wächst als ausdauernde, krautige Pflanze,<ref name="SchmeilFitschen" /> die am Grund etwas verholzen kann und Wuchshöhen von 10 bis 60 Zentimeter erreicht.

Die nicht blühenden Pflanzen sind grau oder graugrün gefärbt. Die mehr oder weniger aufrechten, aufsteigenden oder niederliegend-aufsteigenden Stängel sind im unteren Bereich oft kurz behaart und verkahlen gewöhnlicherweise gegen die oberen Regionen zu. Die Laubblätter stehen oft zu viert in Wirteln. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von meist 15 bis 25 (10 bis 40) Millimeter und einer Breite von nur 0,5 bis 2 Millimeter lanzettlich bis linealisch. Die Blattspreite ist im Spreitenquerschnitt nicht, schwach oder nur teilweise nach unten umgerollt und besitzt eine Mittelrippe sowie eine üblicherweise 0,1 bis 0,2 Millimeter lange, hyaline Blattspitze.

Die verzweigten Blütenstände mit zahlreichen je nach Unterart pyramiden-, schirmförmigen, kopfigen oder mehr oder weniger ährigen Teilblütenständen stehen wie die schwach lanzettlichen bis breit lanzettlich-eiförmigen Tragblätter frei. Die Blüten sind entweder sitzend oder auf bis zu 1,5 Millimeter langen Blütenstielen angeordnet. Die zwittrige Blüte ist vierzählig. Die stielteller- bis zu etwas trichterförmige Blütenkrone besitzt eine gegenüber den nicht oder deutlich mit Anhängseln versehenen Kronzipfeln meist zwei- bis drei- (1,75- bis 4-)fach längere Kronröhre. Die vier Kronblätter sind je nach Unterart in grünlich-violetten, violetten oder gelblichen bis zu rosafarbenen und rötlichen Farbtönen gefärbt.

Die Teilfrüchte sind warzig und selten behaart.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20 oder 40.<ref name="Oberdorfer2001" />

Vorkommen

Der Grannen-Meier kommt vor allem im südeuropäischen, mediterranen Raum auf der Iberischen Halbinsel, den Balearen, in Frankreich, Italien und der Balkanhalbinsel vor. Im Norden reicht das Verbreitungsgebiet bis Südtirol, zur Schweiz (Wallis und südliches Tessin) und zum südöstlichen Österreich. Die österreichischen Vorkommen sind selten und werden mit der Varietät Asperula aristata subsp. oreophila aus dem Bundesland Kärnten gemeldet.<ref name="ExkursionsfloraA2008"/> Der Grannen-Meier kommt in Trocken- und Steppenrasen auf warmen, trockenen, basenreichen Stein- oder Kiesböden vor und ist eine Charakterart der Klasse Festuco-Brometea.<ref name="Oberdorfer2001" /> Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1 (sehr trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 5 (kontinental).<ref name="InfoFlora" />

Systematik

Die Erstveröffentlichung von Asperula aristata erfolgte 1782 durch Carl von Linné dem Jüngeren in Supplementum Plantarum Systematis Vegetabilium Editionis Decimae Tertiae, Generum Plantarum Editiones Sextae, et Specierum Plantarum Editionis Secundae. Editum a Carolo a Linné. Brunsvigae [Braunschweig] Seite 120.<ref name="ipni" /> Als Synonyme für Asperula aristata <templatestyles src="Person/styles.css" />L.f. werden unter Anderen Asperula peristeriensis <templatestyles src="Person/styles.css" />Halácsy und Asperula majoriflora <templatestyles src="Person/styles.css" />Borbás angegeben.

Asperula aristata gehört zur Sektion Cynanchicae <templatestyles src="Person/styles.css" />DC. innerhalb der Gattung Asperula.

Diese polymorphe Art wird vorerst in fünf Unterarten aufgegliedert, deren Bestätigung in der Systematik jedoch noch genauerer Studien bedarf:

  • Asperula aristata <templatestyles src="Person/styles.css" />L.f. subsp. aristata als nominotypisches Taxon
  • Asperula aristata subsp. condensata <templatestyles src="Person/styles.css" />(Heldr.) Ehrend. & Krendl: Mit violettlichen Kronblättern in westlichen und zentralen Gebieten der Balkanhalbinsel
  • Asperula aristata subsp. nestia <templatestyles src="Person/styles.css" />(Rech.f.) Ehrend. & Krendl: Mit gelblich roten Kronblättern in Nordgriechenland und Südbulgarien
  • Asperula aristata subsp. oreophila <templatestyles src="Person/styles.css" />(Briqu.) Hayek: Mit rosafarbenen Kronblättern in den Südalpen, dem Apennin und den Pyrenäen.<ref name="FloraÖsterreich" /> Nach R. Govaerts ist sie ein Synonym von Asperula aristata subsp. scabra.<ref name="WCSP" />
  • Asperula aristata subsp. scabra <templatestyles src="Person/styles.css" />(J.Presl & C.Presl) Nyman: Mit grünlich-violetten, hell violettlichen oder gelblichen Kronblättern in Südeuropa und nordwärts bis Südfrankreich und dem Nordwesten der Balkanhalbinsel<ref name="scabra" /><ref name="malta" />
  • Asperula aristata subsp. thessala <templatestyles src="Person/styles.css" />(Boiss. & Heldr.) Hayek: Mit rötlichen Kronblättern in den Bergen Griechenlands.

Quellen

Literatur

  • Friedrich Ehrendorfer & Franz Krendl: Asperula. In (Gattung Asperula L. – Ableitung zu und Beschreibung von Sektion Cynanchicae und Art Asperula aristata)

Einzelnachweise

<references> <ref name="ipni">Asperula aristata. Plant Name Details. In: IPNI - The International Plant Names Index. Abgerufen am 14. April 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="scabra">Asperula aristata L. subsp. scabra (J. & C. Presl) Nyman. In: Herbario Virtual del Mediterráneo Occidental. Abgerufen am 14. April 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> <ref name="malta">Asperula aristata L. subsp. scabra (J. & C. Presl) Nyman. Southern Squinancywort. In: Malta WildPlants.com. Stephen Mifsud, abgerufen am 16. April 2011 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value), Southern Squinancywort auf Malta mit Fotogalerie).</ref> <ref name="FloraÖsterreich">Rubiaceae / Asperula aristata (subsp. oreophila) – Grannen-Meier. In: Botanik im Bild/Flora von Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Abgerufen am 14. April 2011.</ref> <ref name="SchmeilFitschen"></ref> <ref name="ExkursionsfloraA2008"></ref> <ref name="Oberdorfer2001"> </ref> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> <ref name="InfoFlora">Asperula aristata L. f. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple.</ref> </references>

Weblinks