Altensalzwedel
Altensalzwedel Flecken Apenburg-Winterfeld
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| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(178)&title=Altensalzwedel 52° 46′ N, 11° 11′ O
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| Höhe: | 29 m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 16,11 km² | |||||
| Einwohner: | 178 (31. Dez. 2023)<ref name="EW-2023" /> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 11 Einwohner/km² | |||||
| Eingemeindung: | 1. Juli 2009 | |||||
| Postleitzahl: | 38486 | |||||
| Vorwahl: | 039035 | |||||
Lage von Altensalzwedel in Sachsen-Anhalt
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Altensalzwedel ist ein Ortsteil des Fleckens Apenburg-Winterfeld im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.<ref name="Hauptsatzung" />
Geographie
Altensalzwedel, ein stark deformiertes Angerdorf mit Kirche,<ref name="HOB-12" /> liegt rund neun Kilometer südlich von Salzwedel in der Altmark an der Purnitz, einem Nebenfluss der Jeetze. Die Bundesstraßen 248 und 71 führen westlich bzw. östlich am Ort vorbei.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Nachbarorte sind Schieben im Westen, Amt Dambeck im Norden, Maxdorf im Nordosten, Saalfeld im Südosten und Hagen im Südwesten.<ref name="DE-ST_SAV">Sachsen-Anhalt-Viewer des Landesamtes für Vermessung und Geoinformation (Hinweise)</ref>
Geschichte
Mittelalter bis Neuzeit
Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wird Altensalzwedel als Antiqua Soltowedel<ref name="Landbuch" /> aufgeführt, das dem Kloster Dambeck gehörte. Weitere Nennungen sind 1541 Altensoltwedel, 1687 Altensaltzwedel<ref name="HOB-12" /> und 1804 Alt-Salzwedel, ein Dorf mit Lehnschulze und Wassermühle.<ref name="Bratring-1" />
Bereits 1379 wurde eine Mühle genannt, 1745 dann eine Wassermühle mit einem Mahlgang.<ref name="HOB-12" />
Bei der Bodenreform wurden 1945 ermittelt: 73 Besitzungen unter 100 Hektar hatten zusammen 950, eine Kirchenbesitzung hatte 31 Hektar Land, der Gemeinde gehörten 3 Hektar. Im Jahre 1954 entstand die erste Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft vom Typ III, die LPG „Glückliche Zukunft“.<ref name="HOB-12" />
Wüstung
Eine Wüstung, „die Dörpstede“ genannt, liegt 1½ Kilometer nordwestlich des Dorfes und östlich der Straße nach Salzwedel. Wahrscheinlich hat hier eine wendische Siedlung gelegen, deren Name verschollen ist.<ref name="Zahn-Wüstungen, Nr. 12" />
Burg Altensalzwedel
Am östlichen Ausgang des Dorfes am Weg nach Saalfeld beim Gehöft Nr. 12 liegt der zu einem Keller umgestaltete Rest eines Feldsteinturmes, der im Volk als Rest einer alten Burg angesehen wird,<ref name="Zahn-Wüstungen, Nr. 13" /> darüber „des Krügers Wohnstube gelegen“, so hieß es im Jahre 1753.<ref name="Beckmann-2" /> Hofmeister nahm an, dass hier 956 eine Grenzburg gegen das Wendenland gelegen habe und dass diese der Stammsitz der Edlen von Salzwedel gewesen sei.<ref name="Hofmeister 1884" /> Heute ist man sich sicher, dass sich die Altensalzwedeler Burg vor dem Purnitzübergang auf geringer natürlicher Anhöhe am Ostrand des Dorfes auf dem Westufer der Purnitz befanden hat.<ref name="Grimm-Burgwälle" /><ref name="Mittag 2019" />
Archäologie
Beim Ausbaggern einer Fundamentgrube wurden in der Ortsmitte Scherbenfunde von Standbodengefäßen mit Gurtverzierung aus einer jungslawisch-frühdeutschen Siedlung des 12. Jahrhunderts geborgen und dem Danneil-Museum übergeben.<ref name="Corpus 1" />
Herkunft des Ortsnamens
Manche Autoren vermuten, dass der ursprüngliche Name des Dorfes „Salzwedel“ gewesen sein könnte und dass das Dorf nach der Entstehung der Stadt Salzwedel den Zusatz „Alt“ bekam. Der Name könnte abgeleitet sein von salzigem oder sauren Grundwasser. Das Jeetzewasser im Sumpfgebiet war möglicherweise salzig.<ref name="Friske 2021" /><ref name="Mittag 2019" />
Eingemeindungen
Ursprünglich gehörte das Dorf Altensalzwedel zum Salzwedelischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Kanton Beetzendorf auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Nach weiteren Änderungen gehörte die Gemeinde ab 1816 zum Kreis Salzwedel, dem späteren Landkreis Salzwedel.<ref name="HOB-12" />
Am 20. Juli 1950 wurde die Gemeinde Hagen nach Altensalzwedel eingemeindet.<ref name="2VO-LSA-1950" /> Am 25. Juli 1952 kam die Gemeinde Altensalzwedel durch eine Gebietsreform zum Kreis Salzwedel. Am 1. Januar 1974 wurde die Gemeinde Saalfeld eingemeindet.<ref name="Metzler-Poeschel" />
Durch einen Gebietsänderungsvertrag beschlossen am 23. September 2008 die Gemeinderäte der Gemeinden Altensalzwedel, Flecken Apenburg und Winterfeld, dass ihre Gemeinden aufgelöst und zu einer neuen Gemeinde mit dem Namen Apenburg-Winterfeld vereinigt werden. Die neue Gemeinde ist berechtigt, die Bezeichnung Flecken weiterzuführen. Dieser Vertrag wurde vom Landkreis als unterer Kommunalaufsichtsbehörde genehmigt und trat am 1. Juli 2009 in Kraft.<ref name="AB-SAW" /><ref name="Destatis" />
Einwohnerentwicklung
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Quelle, wenn nicht angegeben, bis 2006<ref name="HOB-12" />
Religion
- Die evangelische Kirchengemeinde Altensalzwedel, die früher zu Pfarrei Altensalzwedel gehörte,<ref name="Almanach1903" /> wird heute bereut vom Pfarrbereich Apenburg des Kirchenkreises Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.<ref name="Pfarrbereich" /> Die ältesten überlieferten Kirchenbücher für Altensalzwedel stammen aus dem Jahre 1749.<ref name="Machholz" />
- Die katholischen Christen gehören zur Pfarrei St. Laurentius in Salzwedel im Dekanat Stendal im Bistum Magdeburg.<ref name="Bistum-MD" />
Kultur und Sehenswürdigkeiten
- Die evangelische Dorfkirche Altensalzwedel, ein stattlicher Feldsteinbau aus dem 12. Jahrhundert, ist eine der größten Landkirchen in der nordwestlichen Altmark. Ein in der Südwand des Turmes eingesetzter Eschenbalken in der Höhe der Traufe des ursprünglichen Schiffes wurde auf das Jahr 1306 datiert. Im 19. Jahrhundert wurden Schiff und Chor erheblich aufgestockt.<ref name="Altmarkkirchen" /><ref name="Friske 2021" />
- Der Friedhof liegt nördlich des Dorfes.
- Ein Gedenkstein für Artur Becker, ein kommunistischer Reichstagsabgeordneter, der als freiwilliger Kämpfer für die spanische Republik 1938 ums Leben kam, steht vor der Grundschule an der Dorfstraße 56. Er wurde im Jahre 1985 errichtet.
Wirtschaft
- Biogasanlage zur Erzeugung von elektrischer Energie und Wärme
- Die Milchhof GmbH & Co. KG Altensalzwedel beschäftigt sich mit der Produktion, Verarbeitung und dem Vertrieb von landwirtschaftlichen Produkten.
Vereine
- Förderverein Freiwillige Feuerwehr Altensalzwedel e. V.
Literatur
- Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.
- Vorlage:BibOCLC
- Vorlage:BibOCLC
Weblinks
- Altensalzwedel im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Einzelnachweise
<references> <ref name="2VO-LSA-1950">Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161). In: Landesregierung Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt. Nr. 18, 5. August 1950, ZDB-ID 511105-5, S. 279 (PDF).</ref>
<ref name="AB-SAW">Altmarkkreis Salzwedel: Gebietsänderungsvertrag über die Bildung einer neuen Gemeinde aus dem Flecken Apenburg und den Gemeinden Altensalzwedel und Winterfeld zum 1. Juli 2009 mit Genehmigung des Altmarkkreises Salzwedel vom 1. Januar 2009. In: Amtsblatt Altmarkkreis Salzwedel. 15. Jahrgang, Nr. 2, 18. Februar 2009, S. 33–36 (altmarkkreis-salzwedel.de [PDF; 388 kB; abgerufen am 20. August 2021]).</ref>
<ref name="Almanach1903">Vorlage:PfarrAlmanachProvinzSachsen1903</ref>
<ref name="Altmarkkirchen">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783981403954 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Beckmann-2">Johann Christoph Becmann, Bernhard Ludwig Beckmann: Historische Beschreibung der Chur und Mark Brandenburg. Band 2. Berlin 1753, 5. Teil, 1. Buch, III. Kapitel, Spalte 32 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Bistum-MD">Bistum Magdeburg, Online-Bistumskarte. 2013, abgerufen am 10. April 2023.</ref>
<ref name="Bratring-1">Friedrich Wilhelm August Bratring: Statistisch-topographische Beschreibung der gesammten Mark Brandenburg. Für Statistiker, Geschäftsmänner, besonders für Kameralisten. Band 1. Berlin 1804, S. 384 (Digitalisat).</ref>
<ref name="Corpus 1">Joachim Herrmann und Peter Donat (Hrsg.): Bezirke Rostock (Westteil), Schwerin und Magdeburg. Textteil. (= Corpus archäologischer Quellen zur Frühgeschichte auf dem Gebiet der DDR. Lieferung 1). Berlin 1973, DNB 740209957, S. 163, 18/1 Altensalzwedel.</ref>
<ref name="Destatis">StBA: Gebietsänderungen vom 02. Januar bis 31. Dezember 2009</ref>
<ref name="EW-2018">Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf: Einwohner der Ortsteile am 31. Dezember für die Jahre 2015 und 2018. 6. Juni 2019.</ref>
<ref name="EW-2021">Anke Pelczarski: Nur Wallstawe und Jübar legen zu. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 15. Januar 2022, DNB 1047268213, S. 17.</ref>
<ref name="EW-2022">Anke Pelczarski: Wenn die Männer das Sagen haben. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 14. Januar 2023, DNB 1047268213, S. 17.</ref>
<ref name="EW-2023">Anke Pelczarski: 65 Geburten und 190 Sterbefälle. In: Klötzer Volksstimme, Klötzer Rundschau (E-Paper). 17. Januar 2024, DNB 1047268213, S. 15.</ref>
<ref name="Friske 2021">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783867323796 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Grimm-Burgwälle">Paul Grimm: Handbuch der vor- und frühgeschichtlichen Wall- und Wehranlagen. Die vor- und frühgeschichtlichen Burgwälle der Bezirke Halle und Magdeburg (= Schriften der Sektion für Vor- und Frühgeschichte. Band 6). 1958, ZDB-ID 1410760-0, S. 376, Nr. 992.</ref>
<ref name="HOB-12">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/9783830522355 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Hofmeister 1884">August Friedrich Gebhardt Hofmeister: Historische Erörterungen zur Urkunde Kaiser Otto I. vom Jahre 956. In: Jahresberichte des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte. 18. Jahresbericht, 1884, S. 41–42, 12. Salzwedel (altmark-geschichte.de [PDF]).</ref>
<ref name="Landbuch">Johannes Schultze: Das Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 (= Brandenburgische Landbücher. Band 2). Kommissionsverlag von Gsellius, Berlin 1940, S. 403 (<templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />uni-potsdam.de ( vom 15. Januar 2019 im Internet Archive)).</ref>
<ref name="Machholz">Vorlage:Kirchenbücher Provinz Sachsen 1925</ref>
<ref name="Metzler-Poeschel">Der BibISBN-Eintrag Vorlage:BibISBN/3824603217 ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen neuen Eintrag an.</ref>
<ref name="Mittag 2019">Lothar Mittag: Die Burg in Salzwedel, S. 20–21. In: Altmärkischer Heimatbund e. V. (Hrsg.): Burgenlandschaft Altmark. Festgabe zum 18. Altmärkischen Heimatfest in Walsleben 2019. Osterburg, 2019. Die Altmark in Geschichte und Gegenwart 14.</ref>
<ref name="Hauptsatzung">Flecken Apenburg-Winterfeld (Hrsg.): Hauptsatzung Flecken Apenburg-Winterfeld. 2. Juli 2019 (beetzendorf-diesdorf.de [PDF; 100 kB; abgerufen am 11. September 2021]).</ref>
<ref name="Pfarrbereich">Pfarrbereich Apenburg. In: ekmd.de. Abgerufen am 10. April 2023.</ref>
<ref name="Zahn-1928">Vorlage:BibOCLC</ref>
<ref name="Zahn-Wüstungen, Nr. 12">Wilhelm Zahn: Die Wüstungen der Altmark. In: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. Band 43. Hendel, Halle a.S. 1909, S. 270, Nr. 12. (uni-jena.de).</ref>
<ref name="Zahn-Wüstungen, Nr. 13">Wilhelm Zahn: Die Wüstungen der Altmark. In: Geschichtsquellen der Provinz Sachsen und angrenzender Gebiete. Band 43. Hendel, Halle a.S. 1909, S. 270, Nr. 13. Burg Altensatzwedel (uni-jena.de).</ref>
</references>
Vorlage:Klappleiste/Anfang Altensalzwedel | Apenburg | Baars | Hagen | Klein Apenburg | Quadendambeck | Recklingen | Rittleben | Saalfeld | Winterfeld Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:Hinweisbaustein