Zum Inhalt springen

Koronaring

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 18. Januar 2024 um 18:46 Uhr durch imported>Aka (Anwendung: Abkürzung korrigiert).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Corona rings on insulators.png
Koronaringe am oberen und unteren Ende von Isolatorketten

Ein Koronaring, auch Steuerring und {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ist ein ringförmiges Bauelement aus elektrisch leitfähigem Material, meist Metall, das zur Steuerung der elektrischen Feldstärke an bestimmten Punkten einer elektrischen Leitung dient. Üblicherweise wird der Koronaring als Armatur an Langstabisolatoren bei Freileitungen eingesetzt, welche mit Hochspannung betrieben werden.<ref name="klengel1" /><ref name="jwh1" /> Der Name der Armatur leitet sich von der Koronaentladung ab, welche bei hohen elektrischen Feldstärken auftritt.

Prinzip

Datei:Corona discharge 1.JPG
Koronaring mit Teilentladungen an einer mit 500 kV betriebenen Hochspannungsleitung

Der Koronaring stellt eine zweidimensionale Vereinfachung des Faradayschen Käfigs dar. Gemäß den Gesetzen der Elektrostatik ist das Innere eines solchen Ringes fast frei von elektrischen Feldern, deshalb können dort keine Koronaentladungen auftreten.

Im Außenbereich des Ringes können jedoch, durch Unebenheiten und lokal hohe Feldstärken, Korona- und Teilentladungen auftreten, wie in nebenstehender Abbildung dargestellt; diese Entladungen können mit Koronakameras sichtbar gemacht werden.

Anwendung

Der Koronaring an einem Isolator bewirkt, dass die mitunter scharfen Kanten der Befestigungselemente am spannungsführenden Ende des Isolators für das elektrische Feld kaum noch Bedeutung haben, da diese Bauteile sich innerhalb des Koronaringes in einem fast feldfreien Bereich befinden. Somit treten an ihren Kanten auch fast keine Spitzenentladungen auf.

Koronaringe findet man z. B.

Literatur

  • Andreas Küchler: Hochspannungstechnik. 2. Auflage. Springer, 2005, ISBN 3-540-21411-9.

Einzelnachweise

<references> <ref name="klengel1">Horst Klengel: Isolatoren und Armaturen für Isolatorketten in Starkstrom-Freileitungen. andersseitig.de, 2017, ISBN 978-3-95501-126-0, S. 173–174.</ref> <ref name="jwh1">J. Wilhelm Hofmann: 100 Jahre JWH-Elektroarmaturen. (PDF) RIBE-Elektroarmaturen, Firmenschrift, S. 49 – 51, abgerufen am 6. November 2017.</ref> </references>