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Hans Heinrich Muchow

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Hans Heinrich Muchow (* 3. April 1900 in Hamburg; † 30. November 1981<ref>Sterbeanzeige Hamburger Abendblatt vom 18. Dezember 1981</ref>) war ein deutscher Psychologe und Pädagoge.

Leben

Muchow wurde 1900 als Sohn eines Zollinspektors in Hamburg geboren.<ref>Hans Heinrich Muchow: Jugend und Zeitgeist. Morphologie der Kulturpubertät. Reinbek bei Hamburg 1962. S. 254.</ref> Nach dem Besuch des Heinrich-Hertz-Realgymnasiums in Hamburg studierte er Psychologie, Pädagogik, Philosophie, Geschichte, Kunstgeschichte und Germanistik in Hamburg und München.<ref>Hans Heinrich Muchow: Jugend und Zeitgeist. Morphologie der Kulturpubertät. Reinbek bei Hamburg 1962. S. 254 (Pädagogik wird hier allerdings nicht als Studienfach genannt).</ref> 1923 legte er sein Staatsexamen ab und trat in den Schuldienst der Freien und Hansestadt Hamburg.<ref>Hans Heinrich Muchow: Jugend und Zeitgeist. Morphologie der Kulturpubertät. Reinbek bei Hamburg 1962. S. 254.</ref> Seine Staatsexamensarbeit schrieb er Über den Begriff des Unbewussten in der Psychoanalyse Sigmund Freuds.<ref>Hans Heinrich Muchow: Jugend und Zeitgeist. Morphologie der Kulturpubertät. Reinbek bei Hamburg 1962. S. 254.</ref> Am 24. Juni 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.605.663).<ref>Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/29251486</ref> Zuletzt war er als Oberstudienrat an einem Gymnasium in Hamburg sowie als Leiter einer Erziehungsberatungsstelle tätig.

Als Psychologe befasste er sich insbesondere mit der Psychologie, der Sexualreife sowie der Sozialstruktur der Jugend sowie Fragen zum Zeitgeist<ref>Detlef Siegfried: Time is on my side: Konsum und Politik in der westdeutschen Jugendkultur der 60er Jahre, 2006, ISBN 3-8353-0073-3, S. 94</ref>, zu sexuell übertragbaren Erkrankungen und Geschlechtserziehung. Diese Arbeiten und Forschungsergebnisse hielt er in zahlreichen Fachbüchern sowie Artikeln in Fachzeitschriften fest. Zu seinen bekanntesten Veröffentlichungen gehören:

Einige Werke wie Sexualreife und Sozialstruktur der Jugend und Flegeljahre erschienen auch in portugiesischer und spanischer Übersetzung unter den Titeln Juventude e desenvolvimento sexual em sociedade (1967) und La edad de las travesuras (1969).

Muchow war der jüngere Bruder der 1933 an den Folgen eines Suizidversuchs verstorbenen Psychologin Martha Muchow. Er gab 1935 deren wichtigstes Buch Der Lebensraum des Großstadtkindes heraus.<ref>Martha Muchow / Hans Heinrich Muchow: Der Lebensraum des Grossstadtkindes (Google Books)</ref><ref>Barbara Friebertshäuser, Antje Langer, Annedore Prengel: Handbuch Qualitative Forschungsmethoden in der Erziehungswissenschaft, S. 319</ref> 1949 veröffentlichte er mit Aus der Welt des Kindes ein weiteres Buch seiner Schwester Martha Muchow.

Weblinks

Literatur

  • Meyers Großes Personenlexikon, Mannheim 1968, S. 923
  • Bertelsmann Universal Lexikon, Band 12, Gütersloh 1990, S. 176

Einzelnachweise

<references />

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