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Santeramo in Colle

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Santeramo in Colle
Vorlage:Platzhalterbild
Staat Italien
Region Apulien
Metropolitanstadt Bari (BA)
Koordinaten 40° 48′ N, 16° 46′ OKoordinaten: 40° 48′ 0″ N, 16° 46′ 0″ O
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Höhe 514 m s.l.m.
Fläche 143 km²
Einwohner 25.650 (31. Dez. 2024)<ref>Bilancio demografico e popolazione residente per sesso al 31 dicembre 2024. ISTAT. (Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2024).</ref>
Postleitzahl 70029
Vorwahl 080
ISTAT-Nummer 072041
Bezeichnung der Bewohner Santermani
Schutzpatron Erasmus von Antiochia
Website Santeramo in Colle
Datei:Piazza Municipio - Santeramo.jpg
Rathaus Santeramo

Santeramo in Colle ist eine süditalienische Gemeinde (comune) mit 25.650 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2024) in der Metropolitanstadt Bari in Apulien.

Lage

Die Stadt liegt auf dem Murgia-Plateau und ist bekannt für ihre historischen Stätten und kulinarischen Traditionen. Die Gemeinde grenzt an die Provinzen Tarent und Matera. Der Ort selbst liegt in einer Karstlandschaft circa 40 Kilometer südlich von Bari. Hinweise auf die Siedlung gibt es im Chronicon Vulturnense aus dem Jahre 882.

Geschichte

Die Geschichte von Santeramo in Colle reicht bis in die Antike zurück und ist eng mit religiösen Legenden und regionalen Adelsfamilien verknüpft. Archäologische Funde belegen Siedlungen aus dem 9. bis 8. Jahrhundert v. Chr. sowie aus dem 5. bis 4. Jahrhundert v. Chr. In der hellenistischen Ära war der Ort für geometrisch verzierte Keramik bekannt.<ref >Alexander Jaser: Historische Spuren auf Schritt und Tritt in Santeramo in Colle. In: suedkurier.de. 18. Januar 2025, abgerufen am 30. Januar 2026.</ref>

Der Name leitet sich von Sankt Erasmus (Sancti Herasmi) ab, einem Märtyrer aus der Zeit Diokletians. Laut Legende ist er der Gründer der Stadt. „In Colle“ bezieht sich auf die Lage auf einem Hügel des Murgia-Plateaus. Schriftlich wird die Siedlung erstmals im Jahr 882 im Chronicon Vulturnense genannt. Im Mittelalter entwickelte sich der Ort unter normannischer Herrschaft weiter. Im 16. Jahrhundert wurde eine bedeutende Festung errichtet, die später zum heutigen Palazzo Marchesale Caracciolo - Carafa umgebaut wurde, einem Symbol für die Macht des damaligen Adels. Das moderne Santeramo wurde offiziell am 19. Januar 1863 konstituiert.<ref >Manuela Lenoci: 10 must-do things to do in Santeramo in Colle. In: manuelalenoci.com. 27. Mai 2025, abgerufen am 30. Januar 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In den 1960er und 70er Jahren wanderten viele Einwohner als Gastarbeiter aus, insbesondere in die Schweiz nach Bülach zur Glasherstellung, was im Jahr 2000 zu einer offiziellen Städtepartnerschaft führte. Heute ist die Stadt als „Weltstadt des Wohnzimmers“ bekannt, da sie ein bedeutendes Zentrum der italienischen Möbelindustrie ist. Zudem ist sie Geburts- und Sterbeort des Malers Francesco Netti (1832–1894).

Verkehr

Santeramo in Colle liegt an der Bahnstrecke von Rocchetta Sant’Antonio/Lacedonia nach Gioia del Colle. An der Stadt selbst führt die Strada Statale 171 von Altamura nach Gioia del Colle vorbei.

Städtepartnerschaften

Santeramo in Colle unterhält Partnerschaften mit der baden-württembergischen Stadt Bad Säckingen (Deutschland), mit der Schweizer Stadt Bülach im Kanton Zürich und eine inneritalienische Partnerschaft mit der Stadt Formia in der Provinz Latina.

Sehenswürdigkeiten

  • Palazzo Marchesale Caracciolo - Carafa: Gebäude aus dem 16. Jahrhundert, das die architektonische Schönheit aristokratischer Gebäude der damaligen Zeit zeigt.
  • Grotta di Sant'Angelo: Höhle im Karstgestein, in der Zeichnungen und Fresken aus dem Frühmittelalter und dem 13. Jahrhundert zu finden sind.
  • Parrocchia Santissimo Crocifisso und Chiesa Madre: Historische Kirchen und Kathedralen, die das religiöse Erbe der Stadt widerspiegeln.
  • Piazza Enrico Berlinguer: Großer, historischer Platz

Weblinks

Commons: Santeramo in Colle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

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