Sender Dossenheim
Der Sender Dossenheim war ein Mittelwellensender des Südwestrundfunks (ehemals des Süddeutschen Rundfunks) für Hörfunk. Er befand sich am Stadtrand von Dossenheim in der Rheinebene unmittelbar an der Grenze zur Stadt Heidelberg gelegen, etwa zwei Kilometer südlich der Dossenheimer Innenstadt. Als Antenne kam ein gegen die Erde isolierter, 51 Meter hoher, abgespannter Stahlrohrmast zum Einsatz.
Der Sender Dossenheim wurde 1951 auf damals freiem Feld errichtet, um Lücken des Senders Mühlacker im Nordwesten des Sendegebietes des SDR zu schließen. Ursprünglich wurde er auf der Frequenz 998 kHz mit einer Leistung von 10 kW betrieben und verwendete eine Richtantenne mit zwei abgespannten Stahlrohrmasten. Mit Inkrafttreten des Genfer Wellenplans wechselte der Sender auf die Frequenz 711 kHz, wobei seine Leistung auf 5 kW reduziert wurde. Er bildete fortan bis zu seiner Abschaltung im Jahr 2004 zusammen mit den Sendern Ulm-Jungingen und Obereisesheim ein Gleichwellennetz. Im Zuge des Inkrafttretens des Genfer Wellenplans wurde die Anwendung einer Richtantenne entbehrlich und so wurde der westliche Stahlrohrmast demontiert. Als Programm wurde ab dem Jahr 2002 bis zum Ende des Senders SWR cont.ra abgestrahlt.
Am 30. April 2004 wurde der Sender Dossenheim abgeschaltet. Aufgrund der zwischenzeitlichen Bebauung um den Sendestandort konnten die verschärften EMV-Auflagen nicht mehr erfüllt werden, und ein Umbau erschien dem SWR zu teuer. Der Sender ist heute vollständig abgebaut. Am Standort der Antenne wurde später eine BMX-Strecke angelegt.
Weblinks
- <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Informationen zum ehemaligen Mittelwellensender Dossenheim 711 kHz ( vom 3. September 2011 im Internet Archive)