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Riegel (Lohsa)

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Riegel
Roholń
Gemeinde Lohsa
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(105)&title=Riegel%3Cbr+%2F%3ERohol%C5%84 51° 26′ N, 14° 21′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(105) 51° 25′ 58″ N, 14° 21′ 25″ O
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Roholń
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Höhe: 119 m ü. NN
Fläche: 3,4 km²<ref name="Gindex">Gemarkung Riegel, Gemeinde Lohsa. In: GEOindex. Abgerufen im März 2026.</ref>
Einwohner: 105 (31. Dez. 2016)<ref>Einwohnermeldeamt der Gemeinde Lohsa.</ref>
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1978
Eingemeindet nach: Weißkollm
Postleitzahl: 02999
Vorwahl: 035724
Datei:Lohsa Riegel Aerial.jpg
Luftbild
Datei:Lohsa Riegel Mühle.jpg
Ehemaliges Mühlengebäude (2018)

Riegel, {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), ist ein Dorf in der Oberlausitz und seit 1994 Ortsteil der Gemeinde Lohsa im sächsischen Landkreis Bautzen. Es zählt zum offiziellen Sorbischen Siedlungsgebiet in Sachsen.

Zusammen mit dem Ortsteilen Weißkollm, Dreiweibern und Tiegling bildet es die Ortschaft Weißkollm.<ref name="HS">Hauptsatzung. (PDF; 154 kB) § 17. In: Webauftritt. Gemeinde Lohsa, abgerufen im März 2026.</ref>

Geographie

Der Ort befindet sich nahe dem entstehenden Scheibe-See an der Staatsstraße 108, die von Lohsa in das nur wenige Kilometer entfernte Hoyerswerda führt.

Geschichte

Erstmals wurde 1537 eine Heyde am Rigell („Heide am Riegel“) erwähnt. Die Grundherrschaft lag vom 16. bis ins 19. Jahrhundert bei der Standesherrschaft Hoyerswerda. In Riegel und Neustadt (Spree) betrieb Hoyerswerda seit 1550/1560 zwei neue Hammerwerke zur Bearbeitung des Raseneisenerzes. Beide Werke ersetzten das damals schon über 150 Jahre bestehenden einzige Hammerwerk in Nardt, das offenbar aufgegeben wurde.<ref name="Koschke">Wolfgang Koschke, Steffen Menzel: Rennherd, Hammer, Hüttenwerk: Die Geschichte des Oberlausitzer Eisens. Gunter Oettel, Görlitz - Zittau 2008, ISBN 978-3-938583-21-0.</ref> Der Dreißigjährige Krieg brachte eine Zäsur in der Eisenproduktion in der Oberlausitz. Seit mindestens 1660 ist der Hammer wüst.<ref name="Koschke" /> Das Hammerwerk befand sich wahrscheinlich auf dem Gelände der Wassermühle, deren Gebäude heute noch existiert. Der Mühlgraben ist unterdessen trocken und die Kleine Spree wurde im Zuge des Braunkohlebergbaus umverlegt.<ref name="Koschke" /> Sie fließt jetzt nördlich um den Scheibe-See.

Bis 1977 war Riegel eine eigenständige Landgemeinde, seit 1938 mit dem Ortsteil Scheibe. Am 1. Januar 1978 wurde sie nach Weißkollm eingemeindet.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.</ref> Der Ort Scheibe musste 1986/87 dem kurzfristig aufgeschlossenen Tagebau weichen.

Einwohnerentwicklung

Für seine Statistik zählte der Wissenschaftler Arnošt Muka im Jahre 1884 in Riegel 89 Einwohner, davon 86 Sorben und drei Deutsche.<ref>Ernst Tschernik: Die Entwicklung der sorbischen Bevölkerung. Akademie-Verlag, Berlin 1954, S. 92.</ref> Gemäß amtlicher Volkszählung 1925 waren damals 88,1 % der Riegeler Bevölkerung Sorben.<ref>Michael Richter: Wendische/sorbische Mehrheiten? Umstrittene Volkszählungen zwischen 1925 und 1951. In: Lětopis 1/2018, S. 21–46, hier S. 43.</ref> Ernst Tschernik gab an, dass im Jahr 1956 noch immer 86,5 % der Bevölkerung von Riegel und Scheibe Sorbisch sprachen.<ref>Ludwig Elle: Sprachenpolitik in der Lausitz. Domowina-Verlag, Bautzen 1995, S. 250.</ref> Damit gehörte Riegel zu dieser Zeit zu den Gemeinden mit dem größten sorbischsprachigen Bevölkerungsanteil in der Umgebung.

Einzelnachweise

<references />

Weblinks

Commons: Riegel/Roholń – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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