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Zirconiumwolframat

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Kristallstruktur
Struktur von Zirconiumwolframat
grüne Oktaeder: ZrO6; rote Tetraeder: WO4; rote Kugeln: Sauerstoffatome
Allgemeines
Name Zirconiumwolframat
Andere Namen

Zirkoniumwolframat

Verhältnisformel Zr(WO4)2
Kurzbeschreibung

weißes geruchloses Pulver<ref name="alfa"/>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 240-876-3
ECHA-InfoCard 100.037.145
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1464: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 586,92 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

5,1 g·cm−3<ref name="alfa">Datenblatt Vorlage:Linktext-Check bei Alfa AesarVorlage:Abrufdatum (Seite nicht mehr abrufbar).</ref>

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser<ref name="alfa"/>

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="alfa" />
keine GHS-Piktogramme

H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze<ref name="alfa" />
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Zirconiumwolframat (Zr[WO4]2) ist eine chemische Verbindung aus Zirconium, Wolfram und Sauerstoff und damit eine Verbindung aus der Gruppe der Wolframate.

Gewinnung und Darstellung

Zirconiumwolframat kann durch Reaktion von Zirconium(IV)-oxid und Wolfram(VI)-oxid gewonnen werden.

<math>\mathrm{ ZrO_2 + 2 \ WO_3 \longrightarrow{}\ Zr(WO_4)_2 }</math>

Eigenschaften

Eine ganz charakteristische Eigenheit von Zirconiumwolframat ist die Dichteanomalie. Es zieht sich bei Erhitzung zusammen, anders als die meisten anderen Stoffe. Dieses Verhalten tritt zwischen −270 °C (3,15 Kelvin) und 777 °C auf, die Längenausdehnung beträgt −8,7·10−6 K−1.<ref>Festkörper mit negativer thermischer Ausdehnung</ref> Einige andere Materialien haben zwar auch ein solches „umgekehrtes“ Temperaturverhalten, aber sie zeigen es innerhalb einer viel kleineren Temperaturspanne.

Anwendung

Als Füllstoff kann es die positive Temperaturausdehnung eines Matrixmaterials teilweise oder vollständig kompensieren, wodurch sich Werkstoffe mit geringer Wärmeausdehnung ergeben.<ref>Wayne Weyer et al.: Achieving Dimensional Stability Using Functional Fillers, Conference Paper 46th AIAA/ASME/ASCE/AHS/ASC Structures, Structural Dynamics and Materials Conference, doi:10.2514/6.2005-2091.</ref>

Einzelnachweise

<references />