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Joachim Kratsch

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Joachim Kratsch (* 5. Januar<ref>Kunst in der DDR: Joachim Kratsch; abgerufen am 1. Oktober 2021</ref><ref>Teilweise wird als Geburtsdatum auch der 5. Dezember angegeben. So u. a. bei Kalliope; abgerufen am 1. Oktober 2021</ref> 1937 in Zwickau) ist ein deutscher Grafiker und Maler.

Leben

Nach einer Berufsausbildung als Maler 1951–1954 besuchte Kratsch von 1956 bis 1959 die Mal- und Zeichenschule in Zwickau (MuZ) unter Leitung von Carl Michel. Anschließend studierte er von 1959 bis 1964 an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst bei Bernhard Heisig. Er lebt seit 1959 in Leipzig.

Von 1978 bis 1992 war Kratsch Dozent für künstlerische Praxis an der Leipziger Universität im Fachbereich Kunsterziehung. Er hatte in der DDR Einzelausstellungen und war auf vielen wichtigen zentralen Ausstellungen vertreten, u. a. von 1967 bis 1987 auf sechs deutschen Kunstausstellungen bzw. Kunstausstellungen der DDR in Dresden.

In seinen Werken stellen die verarbeiteten Motive weniger szenische Momentaufnahmen dar, sondern eher Metaphern auf das Leben und die Beziehungsgeflechte der dargestellten Akteure. Wiederkehrendes Thema sind Masken und Maskeraden, die mit dem Grundgedanken der Verstellung oder des Verbergens des wahren Gesichts erfüllt sind.

Zu seinen Studienreisen zählen insbesondere die Reisen nach Rumänien und Bulgarien zu DDR-Zeiten und die Reisen nach Italien, besonders nach Venedig.

Kratsch war bis 1990 Mitglied des Verbands Bildender Künstler der DDR und wurde danach Mitglied im Bund Bildender Künstler Leipzig e.V.

Museen und öffentliche Sammlungen mit Werken Kratschs (unvollständig)

Ehrungen

  • 1971: Bronzemedaille der Internationalen Buchkunst Ausstellung Leipzig
  • 1972: 3. Preis Illustrations-Wettbewerb zur VII. Kunstausstellung der DDR

Werke (Auswahl)

Tafelbilder

  • Straßenlandschaft (1965, Öl)<ref>Joachim Unbekannter Fotograf; Kratsch: Straßenlandschaft I (Stadtlandschaft). 1965, abgerufen am 6. August 2022.</ref>
  • Die kleine Mannschaft (1974, Öl, 62,5 × 49,5 cm)

Druckgrafik

  • Hochzeitsreisende (1977, Aquatinta-Radierung)<ref>Gerhard; Kratsch Döring: Hochzeitsreisende. 1977, abgerufen am 6. August 2022.</ref>
  • Der bekränzte Vogelfänger (1978, Kaltnadel-Radierung)<ref>Gerhard; Kratsch Döring: Der bekränzte Vogelfänger. 1978, abgerufen am 6. August 2022.</ref>

Zeichnungen

  • Hochzeitstanz (1970, Federzeichnung, 58,2 × 41,6 cm)<ref>Gundula; Kratsch Balitzki: Hochzeitstanz. 1970, abgerufen am 6. August 2022.</ref>

Buchillustrationen

  • Pique Dame. Novelle von Alexander Puschkin (1968, Insel-Bücherei, Nr. 314)
  • Russische Märchen von Maxim Gorki (1968, Insel-Bücherei, Nr. 877)
  • Notre-Dame von Paris von Victor Hugo (1969, Insel-Verlag, Nr. 877)
  • Der Sturm auf die Mühle von Émile Zola (1973, Insel-Verlag, Nr. 164)

Einzelausstellungen

  • 1970 Museum der bildenden Künste Leipzig, Kabinettausstellung
  • 1973 Wort und Werk Leipzig
  • 1976 Galerie am Boulevard Rostock
  • 1977 Klubgalerie Magdeburg
  • 1979 Kunst der Zeit Leipzig
  • 1980 Haus der Kultur Neubrandenburg
  • 1985 Galerie im Hörsaalbau Universität Leipzig
  • 1994 Galerie im Rathaus Bruchsal (Beteiligung)
  • 1997 Art-Kapella Schkeuditz
  • 2006 Museum Schloss Rochsburg
  • 2008 Alfred Kubin Galerie Wernstein (Beteiligung)
  • 2008 Galerie am Domhof Zwickau
  • 2008 Galerie Sonnensegel Brandenburg an der Havel
  • 2009 Galerie Koenitz Leipzig
  • 2010 Rathausgalerie Grimma
  • 2015 Galerie Koenitz Leipzig
  • 2025 Galerie ART IN Meerane

Literatur

  • Kratsch, Joachim. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 477/478
  • H.U. Lehmann. Zeichnungen in der Kunst der DDR. Dresden 1974
  • G. Meißner. Leipziger Künstler der Gegenwart. 1977
  • G. Meißner. Malerei, Bilder auf Papier, Grafik. Katalog zur Ausstellung in der ART-Kapella Schkeuditz. Leipzig 1997.
  • J. Kratsch. Zum Paradies zweimal links, dann geradeaus. 2004
  • Hans F. Schweers: Gemälde in Museen. Deutschland, Österreich, Schweiz. Teil I. Band 2. Künstler und ihre Werke. K. G. Saur, München 2008, S. 812

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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