Zum Inhalt springen

Lydia Cacho

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 10. Oktober 2025 um 07:49 Uhr durch imported>Wurgl (doppelten Parameter entfernt).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Datei:Lydia Cacho Cancun 2017.jpg
Lydia Cacho

Lydia Cacho Ribeiro (* 12. April 1963 in Mexiko-Stadt) ist eine mexikanische Journalistin, Feministin und Menschenrechtsaktivistin.

Leben

Cacho Ribeiros Mutter war während des Zweiten Weltkrieges von Frankreich nach Mexiko emigriert und heiratete dort einen einheimischen Ingenieur. 1985 zog Cacho nach Cancún und arbeitete für den Kulturteil der Zeitung Novedades de Cancún. Mitte der 1990er Jahre verfasste sie Artikel über die Prostitution von kubanischen und argentinischen Mädchen in der Stadt. Sie betreibt dort eine Einrichtung für Kinder und Frauen, die der Prostitution entflohen sind, das Centro Integral de Atención a las Mujeres.<ref name="tagesspiegel">Philipp Lichterbeck: Rette mich, wer kann. In: Tagesspiegel, 22. August 2012.</ref> 2003 erweckte ihr Artikel in der Zeitung Por Esto über den sexuellen Missbrauch von Minderjährigen Aufmerksamkeit, da sie einen lokalen Hotelbesitzer namentlich erwähnte.<ref>A bote pronto: Lydia Cacho, periodista, Life & Style, November 2006, #27.</ref> Danach verfasste sie das Buch Los Demonios del Edén (Die Dämonen von Eden), in dem sie den Geschäftsmann Jean Succar Kuri beschuldigte, in einen Ring von Kinderpornographie und Prostitution verwickelt zu sein.<ref>Man With Child Porn Charge Extradited. In: cbsnews.com, 11. Februar 2009.</ref> Sie hatte Zeugenaussagen und einen Film, gedreht mit versteckter Kamera als Beleg. Das Buch erwähnte auch prominente Politiker wie Emilio Gamboa Patrón und Miguel Ángel Yunes Linares als in die Sache verwickelt.

Nach mehreren Verhaftungen und Anklagen empfahl 2008 die Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen Cacho die Ausreise und die Beantragung von politischem Asyl.<ref>ONU aconseja a Cacho dejar México. In: eluniversal.com.mx, 16. Februar 2008</ref>

Cacho recherchierte auch über die sexuelle Ausbeutung Minderjähriger aus anderen Ländern wie der Türkei, Israel, Japan, Kambodscha. Ihr Buch Sklaverei. Im Inneren des Milliardengeschäfts Menschenhandel erschien 2011 auch auf Deutsch.<ref name="tagi" />

Im August 2012 floh Cacho nach einer Morddrohung ins Ausland. Die Drohung könnte mit ihrem letzten Buch zusammenhängen, da sie darin unter anderem den Menschenhandel mexikanischer Drogenkartelle schilderte.<ref name="tagi">Sandro Benini: Verfolgt von Pädophilen und Menschenhändlern. In: Tages-Anzeiger vom 23. August 2012</ref>

Anlässlich des Welttages der Pressefreiheit 2014 wurde sie von Reporter ohne Grenzen als einer der weltweit „hundert Helden der Informationsfreiheit“ genannt.<ref>Lydia Cacho. (PDF) In: 100 Information Heroes. Reporters Without Borders, 3. Mai 2014, S. 16, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. August 2014; abgerufen am 5. Februar 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Auszeichnungen (Auswahl)

Werke

  • Los Demonios del Edén (2005), Grijalbo Mondadori, México, ISBN 968-5957-58-4.
  • Sklaverei. Im Inneren des Milliardengeschäfts Menschenhandel. Fischer, Frankfurt 2011, ISBN 978-3-10-010010-8.
  • Memorias de una infamia. Debolsillo, 2014. ISBN 978-6-073120715

Weblinks

Commons: Lydia Cacho – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references />

Vorlage:Navigationsleiste Träger des Guillermo Cano World Press Freedom Prize

Vorlage:Hinweisbaustein