Zum Inhalt springen

Berg-Wundklee

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 1. Dezember 2025 um 15:58 Uhr durch imported>SchlurcherBot (Bot: http → https).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Berg-Wundklee
Datei:Anthyllis montana.jpg

Berg-Wundklee (Anthyllis montana subsp. montana)

Systematik
Schmetterlingsblütenartige (Fabales)
Familie: Hülsenfrüchtler (Fabaceae)
Unterfamilie: Schmetterlingsblütler (Faboideae)
Tribus: Loteae
Gattung: Wundklee (Anthyllis)
Art: Berg-Wundklee
Wissenschaftlicher Name
Anthyllis montana
L.

Der Berg-Wundklee (Anthyllis montana) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Wundklee (Anthyllis) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).

Beschreibung

Datei:Anthyllis montana kz01.jpg
Berg-Wundklee (Anthyllis montana)
Datei:Anthyllis montana ssp. jacquinii 02.jpg
Anthyllis montana subsp. jacquinii

Vegetative Merkmale

Der Berg-Wundklee ist eine ausdauernde krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 30 Zentimetern<ref name="HegiGams1964" /> erreicht und oft polsterartig wächst. Der niederliegende bis bogig aufsteigende Stängel kann am Grund verholzen und ist vor allem oben dicht behaart.

Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind alle unpaarig gefiedert und besitzen acht bis zwanzig seitliche Teilblätter und ein Endblatt. Die Teilblätter sind bei einer Länge von 5 bis 8 (bis 10) Millimetern und einer Breite von 2 bis 3 Millimetern lanzettlich und beiderseits behaart.<ref name="HegiGams1964" /> Die Blattscheide reicht bis zu den untersten Teilblättern und ist ziemlich lang; beim Alpen-Wundklee (Anthyllis vulneraria subsp. alpicola) ist die Blattscheide kurz.

Generative Merkmale

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juli. Die köpfchenförmigen Blütenstände besitzen einen Durchmesser von 2 bis 3 Zentimetern und enthalten viele kurz gestielte Blüten. Die Hochblätter sind handförmig geteilt und dicht behaart.

Die zwittrigen Blüten sind zygomorph und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist glockig, weißlich und dicht behaart. Die Kelchzähne sind etwa so lang wie die Kelchröhre.<ref name="HegiGams1964" /> Die rosa- bis purpurfarbene Krone ist eine Schmetterlingsblüte und ist 12 bis 16 Millimeter lang. Die Platte der Fahne ist etwa doppelt so lang wie ihr Nagel. Die Fahne überragt die Flügel und das stumpfe, dunkelrote Schiffchen.<ref name="HegiGams1964" /> Die Hülse ist einsamig und fällt mit dem Kelch ab.<ref name="HegiGams1964" />

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 14 oder 28.<ref name="IPCN" />

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet reicht von Spanien über die Südwest-Alpen und das Jura bis zum Apennin. In den montanen bis subalpinen Höhenstufen gedeiht der Berg-Wundklee in Höhenlagen von 500 bis 2400 Metern auf steinigen Weiden, Kalkgeröll und auf Felsen. Die Art steigt in den Westalpen bis über 2000 Meter, in den Pyrenäen bis etwa 2400 Metern Meereshöhe auf.<ref name="HegiGams1964" />

Systematik

Die Erstveröffentlichung von Anthyllis montana erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 2, Seite 719.<ref name="SpPl" />

Je nach Autor gibt es von Anthyllis montana etwa drei Unterarten:<ref name="Euro+Med" />

  • Anthyllis montana <templatestyles src="Person/styles.css" />L. subsp. montana: Sie kommt in Frankreich, in Italien, der Schweiz und Österreich vor.<ref name="Euro+Med" /> In der Schweiz kommt die Unterart nur im Jura (Val de Travers, La Dôle) vor.<ref name="InfoFlora" /> Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind für diese Unterart in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1 (sehr trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 5 (basisch), Temperaturzahl T = 3+ (unter-montan und ober-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).<ref name="InfoFlora" />
  • Anthyllis montana subsp. hispanica <templatestyles src="Person/styles.css" />(Degen & Hervier) Cullen: Sie kommt nur in Spanien vor.<ref name="Euro+Med" />
  • Anthyllis montana subsp. jacquinii <templatestyles src="Person/styles.css" />(A.Kern.) Hayek (Syn.: Anthyllis jacquinii <templatestyles src="Person/styles.css" />A. Kern.): Sie kommt in Österreich, in Italien, auf der Balkanhalbinsel, in Bulgarien und in der Türkei vor.<ref name="Euro+Med" /> In der Schweiz fehlt sie.<ref name="InfoFlora" /> Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.<ref name="IPCN" /> Diese Unterart ist benannt nach Nikolaus Joseph von Jacquin.<ref name="HegiGams1964" />

Literatur

  • X. Finkenzeller: Alpenblumen, Mosaik Verlag, München, 1985, ISBN 3-570-01349-9.

Einzelnachweise

<references> <ref name="SpPl">Carl von Linné: Species Plantarum. Band 2, Lars Salvius, Stockholm 1753, S. 719 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3Dhttp%3A%2F%2Fwww.biodiversitylibrary.org%2Fopenurl%3Fpid%3Dtitle%3A669%26volume%3D2%26issue%3D%26spage%3D719%26date%3D1753~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).</ref> <ref name="IPCN"> Anthyllis montana bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="Euro+Med"> ILDIS World Database of Legumes 2010: Anthyllis montana In: Euro+Med Plantbase - the information resource for Euro-Mediterranean plant diversity.</ref> <ref name="HegiGams1964">Gustav Hegi, Helmut Gams: Familie Leguminosae. In: Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 1. Auflage, Band IV, Teil 3, Verlag Carl Hanser, München 1964, S. 1353–1355.</ref> <ref name="InfoFlora"> Anthyllis montana L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am Vorlage:FormatDateSimple. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Berg-Wundklee (Anthyllis montana) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien