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Emil Aarestrup

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Emil Aarestrup

Carl Ludwig Emil Aarestrup (* 4. Dezember 1800 in Kopenhagen; † 21. Juli 1856 in Odense) war ein dänischer Dichter der Spätromantik und Erneuerer der erotischen Lyrik.<ref>Arkiv for Dansk Litteratur - Emil Aarestrup. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Juni 2016; abgerufen am 2. April 2026.</ref>

Leben

Aarestrup studierte seit 1819 Medizin an der Universität Kopenhagen und absolvierte 1827 sein medizinisches Staatsexamen. Im gleichen Jahr heiratete er Caroline Aagaard und ließ sich als praktischer Arzt zunächst in Nysted auf Lolland nieder. Ab 1838 arbeitete er in gleicher Funktion in Sakskøbing auf Lolland und wurde schließlich 1849 Kreisarzt in Odense.

Zu Lebzeiten erschien von Aarestrup, der mit dem Dichter Christian Winther eng befreundet war, ein einziges Werk (Digte, Gedichte, 1838), das, unter der Hand verbreitet (das Aarestrup-Museum spricht von 40 verkauften Exemplaren<ref>Der Aarestrup Museum. Abgerufen am 25. April 2026.</ref>), für einiges Aufsehen sorgte, aber von der damaligen Kritik nicht beachtet wurde. Erst nach seinem Tod wurde sein Werk aufgrund einer Abhandlung von Georg Brandes allgemein bekannt.

Beeinflusst wurde Aarestrups häufig „erotische Situationen“ darstellende Lyrik von Lord Byron, Heinrich Heine, Friedrich Rückert und Victor Hugo. Sein dichterischer Ausdruck üppiger Sinnlichkeit verrät den Einfluss von Adam Oehlenschläger.

Aarestrup übersetzte einige bedeutende Lyriker wie Heinrich Heine, Lord Byron und Thomas Morus ins Dänische. Er benutzte viele verschiedene Strophenformen und Versmaße, bevorzugte jedoch das Ritornell. Auch schrieb er Reimbriefe an seine Gattin. Sein damaliges Wohnhaus ist heute ein ihm und seinem Werk gewidmetes Museum.<ref>Museet Aarestrups Hus. Abgerufen am 25. April 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Werke

  • Efterladte Digte, 1863
  • Erotiske Situationer, 1916
  • Samlede Skrifter, 1976

Literatur

  • Hans Brix: Emil Aarestrup. Gyldendal, Kopenhagen 1952
  • Hans H. Jacobsen: Emil Aarestrup. Universitetsforlag, Odense 1975
  • Keld Zeruneith: Den frigjorte. Gyldendal, Kopenhagen 1981

Weblinks

Commons: Emil Aarestrup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource Wikisource: Aarestrup – Artikel der 4. Auflage von Meyers Konversations-Lexikon

Einzelnachweise

<references />

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