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Kleinoldendorf

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Kleinoldendorf
Gemeinde Uplengen
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(158)&title=Kleinoldendorf 53° 19′ N, 7° 43′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(158) 53° 19′ 22″ N, 7° 43′ 17″ O
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Höhe: 9 m ü. NN
Einwohner: 158 (2024)<ref>Einwohner der Ortschaft Bühren. In: issuu.com. Gemeinde Uplengen, S. 15, abgerufen im September 2025.</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1973
Postleitzahl: 26670
Vorwahl: 04956
Lage von Kleinoldendorf in Niedersachsen

Kleinoldendorf ist ein Ort in der Gemeinde Uplengen im Landkreis Leer in Ostfriesland. Ortsvorsteher ist Heinrich Bolte.<ref>Gemeinde Uplengen Ortsvorsteher. Abgerufen am 14. November 2022.</ref>

Im Jahr 1598 wird Kleinoldendorf erstmals in der "Beestbeschreibung" des Amtes Stickhausen der Lengener Vogtei genannt. Zu dieser Zeit besaß Kleinoldendorf zwölf Bauernhäuser mit einem Viehbestand von 24 Pferden, 23 Ochsen, 48 Kühen und 16 Kälbern. Der Ort dürfte jedoch älter sein.<ref>Christian Meyer: "Historisches Familienbuch der Kirchengemeinden Firrel, Hollen, Ockenhausen und Uplengen (Remels)"</ref>

Während der Weimarer Republik wählten die Einwohner Klein- und Großoldendorfs, die zu einem Wahlbezirk zusammengefasst wurden, großteils oder mehrheitlich rechte Parteien. Im Gegensatz zum Großteil Ostfrieslands geschah dies bereits bei der Wahl zur Deutschen Nationalversammlung 1919. Die DNVP erhielt 33 Prozent der Stimmen, ihr folgten die DDP (30,5 Prozent), die SPD mit 23 und die DVP mit 14 Prozent. Bei der Reichstagswahl im Dezember 1924 siegte die DNVP bereits mit 84 Prozent der abgegebenen Stimmen. Ihr folgten die DVP mit neun, die DDP und die NSDAP mit jeweils 2,5 sowie die SPD auf dem fünften Rang mit zwei Prozent der Stimmen. Die Nationalsozialisten verzeichneten in den folgenden Jahren weitere Zugewinne (1930: 32,7 Prozent) und erhielten schließlich bei den Wahlen im Juli 1932 90,1 Prozent der Stimmen. Die DNVP erhielt weitere 7,6 Prozent, so dass insgesamt 97,7 Prozent der Einwohner eine nationalkonservative oder faschistische Partei wählten. Die Sozialdemokraten kamen bei dieser Wahl auf 1,3 Prozent der Stimmen.<ref>Garrelts/Eihusen: Großoldendorf, in: Garrelt Garrelts: Kaspel Uplengen, S. 375.</ref>

Am 1. Januar 1973 wurde Kleinoldendorf in die neue Gemeinde Uplengen eingegliedert.<ref>Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 262 und 263.</ref>

Der Ort wuchs vor allem durch die Aufnahme von Vertriebenen aus den ehemaligen Ostgebieten des Deutschen Reiches beträchtlich. Sie stellten 1946 74 der insgesamt 282 Einwohner. Dies entsprach einem Anteil von 26,2 Prozent. Der Anteil sank bis 1950 sehr leicht auf 25,8 Prozent (70 von 271 Einwohnern).<ref>Ortschronisten der Ostfriesischen Landschaft: Kleinoldendorf, PDF-Datei, S. 1, abgerufen am 23. Februar 2013.</ref>

Jahr Einwohnerzahl
1821 124
1848 140
1871 147
1885 127
1905 142
1925 169
Jahr Einwohnerzahl
1933 187
1939 193
1946 282
1950 271
1961 199
1970 213

Bei den Wahlen seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland hat sich Kleinoldendorf jahrzehntelang als Hochburg der CDU präsentiert, wohingegen Ostfriesland in seiner Gesamtheit innerhalb Deutschlands eine SPD-Hochburg ist. In Kleinoldendorf erreichten die Christdemokraten bereits bei der Bundestagswahl 1949 die absolute Mehrheit von 54,6 Prozent. Bei den folgenden Bundestagswahlen bis 1972 gingen an die CDU zwischen 56,8 Prozent (1953) und 88,7 Prozent (1965). 2002 erreichten die Christdemokraten 60,8 Prozent der Stimmen, bei der Bundestagswahl drei Jahre darauf trotz deutlicher Verluste immer noch 49,5 Prozent, womit sie stärkste Partei blieben.

Eine Dorferneuerung wurde in den Jahren 1995 bis 1998 in Klein- und Großoldendorf geplant und von 1998 bis 2006 umgesetzt.

Literatur

  • Garrelt Garrelts/Friedchen Eihusen: Großoldendorf, in: Garrelt Garrelts: Kaspel Uplengen, Selbstverlag, Bremen 2009, S. 366–378.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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