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Altkloster

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Altkloster
Stadt Buxtehude
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city&title=Altkloster 53° 28′ N, 9° 41′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city 53° 27′ 58″ N, 9° 41′ 28″ O
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Fläche: 4,38 km²<ref name="vz95"/>
Eingemeindung: 1. April 1931
Postleitzahl: 21614
Vorwahl: 04161
Lage von Altkloster in Niedersachsen

Altkloster ist ein Ortsteil der Stadt Buxtehude im Landkreis Stade in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1931 eine eigenständige Gemeinde im damaligen Kreis Stade der preußischen Provinz Hannover. Heute wird Altkloster zur Buxtehuder Kernstadt gerechnet.

Geographie

Zur ehemaligen Gemeinde Altkloster gehörte praktisch das gesamte Gebiet der heutigen Kernstadt Buxtehude südlich der Bahnstrecke Hamburg–Cuxhaven. Der historische Ortskern befindet sich an der Hauptstraße und der Ferdinandstraße. Altkloster wird von Süden nach Norden von der Este durchflossen.

Datei:Gemeindegrenzen Raum Buxtehude Stand 1914.jpg
Die Gemeindegrenzen im Raum Buxtehude Stand 1914

Geschichte

Die Ansiedlung Altkloster entwickelte sich rund um das 1197 gegründete Benediktinerinnenkloster, das zur Unterscheidung von dem 1274 in der Nähe gegründeten Neuen Kloster Altes Kloster genannt wurde. Der Ort Altkloster gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Kurfürstentum Hannover. Von 1811 bis 1813 gehörte Altkloster unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie (Bürgermeisterei) Buxtehude im Departement der Elbmündung.<ref name="lasius">Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 57 (google.de).</ref> 1814 kam Altkloster zum Königreich Hannover und gehörte dort zunächst zum Amt Harsefeld, ab 1852 zum Amt Horneburg und ab 1859 wieder zum Amt Harsefeld. 1867 fiel die Gemeinde Altkloster mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte sie zum Kreis Stade. Im Verlauf des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Winter’sche Papierfabrik zum größten Arbeitgeber in Altkloster, dessen Bevölkerungszahl stark wuchs.<ref>Webseite der Stadt Buxtehude: Altkloster</ref> Am 1. April 1931 wurde Altkloster in die Stadt Buxtehude eingemeindet, die damals zum Kreis Jork gehörte.<ref>Heimat- und Geschichtsverein Buxtehude: Die Eingemeindung von Altkloster</ref> Seit der Auflösung des Kreises Jork im Jahre 1932 gehört Buxtehude zum Landkreis Stade.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1812 0216 <ref name="lasius"/>
1845 0277 <ref>Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 134 (google.de).</ref>
1871 0793 <ref>Volkszählung 1871</ref>
1885 1175 <ref>Volkszählung 1885</ref>
1895 1720 <ref name="vz95">Volkszählung 1895</ref>
1910 2770 <ref>Kreis Stade. Gemeindeverzeichnis 1900. In: gemeindeverzeichnis.de. Uli Schubert, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 12. August 2022; abgerufen am 20. Februar 2026.</ref>
1925 2984 <ref>Volkszählung 1925</ref>

Bau- und Naturdenkmale

In Altkloster befinden sich mehrere Baudenkmale:

  • Der Klosterhof mit rekonstruierten Fundamenten des ehemaligen Alten Klosters und einem anliegenden Wohnhaus
  • Zwei landwirtschaftliche Gebäude an der Lüneburger Schanze
  • Das Gefallenendenkmal an der Stader Straße
  • Eine größere Zahl von Wohnhäusern an der Stader Straße, der Bahnstraße, der Hauptstraße und der Schulstraße

In Altkloster liegt auch das Bodendenkmal Großsteingrab Buxtehude. Der Findling mit Kreuz an der Estetalstraße ist ein Naturdenkmal.

Vereine

Der TSV Buxtehude Altkloster und der Postsportverein Buxtehude fusionierten 2020 zur SG Buxtehude-Altkloster.<ref>Website der SG Buxtehude-Altkloster</ref> Der Schützenverein Altkloster von 1883 betreibt Schießsport und widmet sich der Pflege des lokalen Brauchtums.<ref>Website des Schützenvereins Altkloster</ref> Außerdem gibt es den Bürgerverein Altkloster.<ref>Website des Bürgervereins Altkloster</ref>

Verkehr

Die Bundesstraße 73 führt als Umgehungsstraße von Buxtehude durch das ehemalige Gemeindegebiet.

Einzelnachweise

<references /> Vorlage:Hinweisbaustein