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Luffa operculata

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Luffa operculata
Datei:Luffa operculata 01.JPG

Luffa operculata

Systematik
Eurosiden I
Ordnung: Kürbisartige (Cucurbitales)
Familie: Kürbisgewächse (Cucurbitaceae)
Unterfamilie: Cucurbitoideae
Gattung: Luffa
Art: Luffa operculata
Wissenschaftlicher Name
Luffa operculata
(L.) Cogn.
Datei:Luffa operculata MHNT.BOT.2011.3.93.jpg
Luffa operculata

Luffa operculata ist eine Pflanzenart aus der Gattung Luffa in der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Sie ist in der Neotropis weit verbreitet.

Beschreibung

Datei:Luffa operculata 02.JPG
Männlicher Blütenstand und junge Frucht.
Datei:Luffa operculata 07.JPG
Reife, trockene, braune Frucht mit dem Fasergeflecht im Inneren.

Luffa operculata wächst als kletternde krautige Pflanze. Die mehrere Meter langen Stängel sind kantig. Es sind Ranken vorhanden. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind lang gestielt. Die Blattspreite ist im Umriss herzförmig bis nierenförmig und leicht drei- oder fünflappig bis glattrandig.

L. operculata ist einhäusig getrenntgeschlechtig (monözisch). Die eingeschlechtigen Blüten sind radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die fünf gelben, freien Kronblätter bilden eine glockenförmige Krone. Die männliche Blüten stehen in achselständigen, traubigen Blütenständen über einem langen Blütenstandsschaft. Die weiblichen Blüten und damit auch die Früchte stehen einzeln in den Blattachseln. Die männlichen Blüten enthalten fünf freie Staubblätter. Die weiblichen Blüten enthalten neben dem Stempel auch fünf Staminodien.

Die Fruchtstiele sind 7 bis 20 mm lang. Die bei einer Länge von 6 bis 10 cm sowie einem Durchmesser von 3 bis 5 cm eiförmige Frucht ist im Vergleich zu anderen Luffa-Arten relativ klein. Die Früchte sind außen bestachelt, besitzen innen ein markiges Gewebe und ein feines Fasergeflecht. Die fast schwarzen, glatten Samen sind abgeflacht und 7,5 bis 10 mm lang.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 13.

Nutzung

Von den Ureinwohnern Kolumbiens wurde L. operculata zur Auslösung eines künstlichen intensiven Schnupfens verwendet.<ref name="Wolters" />

In Form homöopathischer Präparate (Nasentropfen) findet es bei Erkrankungen der Nase bzw. der Nasennebenhöhlen sowie bei Allergien wie Heuschnupfen Verwendung.<ref name="aerztezeitung">Luffa operculata ist eine getrocknete Kürbisfrucht. 26. Februar 2007, abgerufen am 27. Mai 2024.</ref> Die in der Homöopathie üblichen, äußerst stark verdünnten Arzneimittel lösen jedoch nicht den von den Indios gepflegten "Heilschnupfen" aus.

Eine andere Form der Anwendung kommt der ursprünglichen deutlich näher: Pflanzenteile werden gekocht und der hochkonzentrierte Sud wird in die Nase geträufelt. Dies löst üblicherweise einen sehr intensiven Schnupfen aus, welcher die Nasennebenhöhlen reinigen soll.

Belege für die Wirksamkeit und Verträglichkeit dieser und anderen Behandlungsmethoden existieren nicht.

Verbreitung

Diese neotropische Art kommt von Panama über Kolumbien, Guyana, Surinam, Venezuela, Brasilien und Ecuador bis Peru vor.<ref name="GRIN" />

Taxonomie

Diese Art wurde 1759 unter dem Namen (Basionym) Momordica operculata durch Carl von Linné in Systema Naturae, Editio Decima, 2, S. 1278 erstveröffentlicht. Sie wurde 1878 unter dem Namen Luffa operculata durch Célestin Alfred Cogniaux in Flora Brasiliensis, 6 (4), S. 12–13, Tafel 1<ref name="biodiversitylibrary" /> in die Gattung Luffa gestellt.<ref name="GRIN" /> Synonyme für Luffa operculata <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) Cogn. sind: Cucumis sepium <templatestyles src="Person/styles.css" />G.Mey., Elaterium quinquefidum <templatestyles src="Person/styles.css" />Hook. & Arn., Luffa astorii <templatestyles src="Person/styles.css" />Svenson, Luffa operculata var. intermedia <templatestyles src="Person/styles.css" />Cogn., Luffa operculata var. lobata <templatestyles src="Person/styles.css" />Cogn., Luffa purgans <templatestyles src="Person/styles.css" />(Mart.) Mart., Luffa quinquefida <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hook. & Arn.) Seem., Momordica operculata <templatestyles src="Person/styles.css" />L., Momordica purgans <templatestyles src="Person/styles.css" />Mart., Momordica quinquefida <templatestyles src="Person/styles.css" />(Hook. & Arn.) Hook. & Arn., Poppya operculata <templatestyles src="Person/styles.css" />(L.) M. Roem.<ref name="tropicos" />

Literatur

Weblinks

Commons: Luffa operculata – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

<references> <ref name="tropicos">Luffa operculata bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum</ref> <ref name="biodiversitylibrary">Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org.</ref> <ref name="GRIN">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GRIN“ ist nicht vorhanden. im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.</ref> <ref name="Wolters">Bruno Wolters: Drogen Pfeilgift und Indianermedizin, Arzneipflanzen aus Südamerika, Urs Freud Verlag. ISBN 3-924733-01-5</ref> </references>