Retzelfembach
Retzelfembach Gemeinde Veitsbronn
| ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Koordinaten: | Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(453)&title=Retzelfembach 49° 31′ N, 10° 51′ O
{{#coordinates:49,509444444444|10,855277777778|primary
|
dim=10000 | globe= | name=Retzelfembach | region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code | type=city
}} |
| Höhe: | 299 (297–320) m ü. NHN | |||||
| Fläche: | 3,76 km²<ref>Die Fläche ergibt sich durch Subtraktion Fläche der Gemeinde Tuchenbach vor der Umgemeindung von Retzelfembach und Tuchenbach nach der Umgemeindung.</ref> | |||||
| Einwohner: | 453 (1. Jan. 2022)<ref name="Einwohner">Landkreis Fürth – Nahverkehrsplan 2023. (PDF; 10,7 MB) In: vgn.de. Verkehrsverbund Großraum Nürnberg, S. 65, abgerufen am 1. Oktober 2024.</ref> | |||||
| Bevölkerungsdichte: | 120 Einwohner/km² | |||||
| Postleitzahl: | 90587 | |||||
| Vorwahl: | 0911 | |||||
| Das Bild bitte nur als Dateipfad angeben! | ||||||
Retzelfembach (fränkisch: Redslfemba<ref>W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 34. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „rédslfemba“.</ref>) ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Veitsbronn im Landkreis Fürth (Mittelfranken, Bayern).<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Retzelfembach liegt in der Gemarkung Tuchenbach.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 8. Oktober 2024.</ref>
Geographie
Das Dorf liegt am Fembach, der 200 Meter weiter südöstlich als linker Zufluss in die Zenn mündet. Im Westen liegt der Puschendorfer Grund und der Winterranken, im Norden der Kühberg und im Nordosten das Bösfeld. Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Veitsbronn zur Kreisstraße FÜ 8 (1,7 km östlich), nach Raindorf zur FÜ 17 (0,7 km südwestlich) und die FÜ 7 kreuzend nach Tuchenbach zur FÜ 8 (2,4 km nördlich). Ein Wirtschaftsweg führt nach Puschendorf (2 km nordwestlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 16. Juli 2023 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).</ref>
Geschichte
Der Ort wurde 1396 im Berg’schen Reichslehenbuch als „Nidernvembach“ und als „Retzelvembach“ erstmals urkundlich erwähnt. Grundwort des Ortsnamens ist der Gewässername Fembach, der Sumpfbach bedeutet, Bestimmungswort der Personenname Retzel. Der Ort ist wahrscheinlich ein Ausbauort von Kirchfembach.<ref>W. Wiessner: Stadt und Landkreis Fürth, S. 34f.</ref>
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Retzelfembach 22 Anwesen. Das Hochgericht und die Dorf- und Gemeindeherrschaft übte das brandenburg-ansbachische Stadtvogteiamt Langenzenn aus. Grundherren waren das brandenburg-ansbachischen Kastenamt Cadolzburg (1 Viertelhof, 2 Güter, 2 Häuser, 1 Hirtenhaus), die Herrschaft Burgfarrnbach (1 Hof, 4 Güter), die Reichsstadt Nürnberg: Spitalamt (1 Halbhof), St.-Klara-Klosteramt (1 Gütlein), St.-Klara-und-Pillenreuth-Klosteramt (1 Gut) und Nürnberger Eigenherren: von Fürer (1 Gut), von Haller (1 Gut), von Imhoff (1 Gut), von Oelhafen (1 Hof, 2 Halbhöfe, 1 Gut, 1 Haus).<ref name="H163">H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 163f.</ref>
Von 1797 bis 1808 unterstand der Ort dem Justiz- und Kammeramt Cadolzburg. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Retzelfembach dem 1808 gebildeten Steuerdistrikt Veitsbronn zugeordnet. Es gehörte der im selben Jahr gebildeten Ruralgemeinde Tuchenbach an. In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden 7 Anwesen von 1821 bis 1848 dem Patrimonialgericht Buchschwabach, 6 Anwesen bis 1848 dem Patrimonialgericht Burgfarrnbach, 1 Anwesen von 1822 bis 1848 dem Patrimonialgericht von Scheurl zu Fischbach und 1 Anwesen bis 1812 dem Patrimonialgericht von Imhoff.<ref>H. H. Hofmann: Nürnberg-Fürth, S. 233f.</ref>
Am 1. Januar 1980 wurde Retzelfembach mit damals etwa 350 Einwohnern nach einer Bürgerbefragung von Tuchenbach nach Veitsbronn umgegliedert.<ref> </ref><ref>Veitsbronn > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 16. Mai 2025.</ref>
Ehemaliges Baudenkmal
- Haus Nr. 13: erdgeschossiges Wohnstallhaus, Anfang des 19. Jahrhunderts, massiv und verputzt; dreigeschossiger Straßengiebel mit regelmäßiger Fensteranordnung. Der Bau ist ein besseres Beispiel der für die Gegend typischen und im Ort noch durch die mit Nr. 4, 5, 10 und 18 vertretenen Bauernhäuser von um 1800 und aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.<ref>A. Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth, S. 141. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.</ref>
Einwohnerentwicklung
Wanderwege
Durch Retzelfembach verläuft der Fernwanderweg Ansbacher Weg.
Religion
Der Ort ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Veit (Veitsbronn) gepfarrt.<ref name="H163"/><ref name="OV 1961"/> Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach Heilig Geist (Veitsbronn) gepfarrt.<ref>Struktur. In: ssb-clw.kirche-bamberg.de. Abgerufen am 13. Juli 2023.</ref>
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Retzelsfembach. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 4: Ni–R. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753101, Sp. 482–483 (Digitalisat).
- August Gebeßler: Stadt und Landkreis Fürth (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 18). Deutscher Kunstverlag, München 1963, DNB 451450957, S. 141.
- Hanns Hubert Hofmann: Nürnberg-Fürth (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 4). Kommission für Bayerische Landesgeschichte, München 1954, DNB 452071224, S. 163–164 (Digitalisat). Vorlage:Hofmann Nürnberg-Fürth 1954 Zusätzliche Quelle
- Vorlage:Hönn Lexicon Topographicum
- Vorlage:Wiessner Stadt- und Landkreis Fürth
Weblinks
- Vorlage:Bavarikon Ort
- Retzelfembach in der Topographia Franconiae der Uni WürzburgVorlage:Abrufdatum
- Retzelfembach im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für ComputergenealogieVorlage:Abrufdatum
Fußnoten
<references responsive />
Vorlage:Navigationsleiste Gemeindeteile der Gemeinde Veitsbronn