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Baynard Kendrick

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Baynard Hardwick Kendrick (* 8. April 1894 in Philadelphia; † 22. März 1977 in Ocala)<ref>Sterbedatum vgl. Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Baynard Kendrick – Biography, Photos, Movies, TV, Credits.] hollywood.com, , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 21. Juni 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung</ref> war ein US-amerikanischer Schriftsteller. Bekanntheit erlangte er durch seine Kriminalromane und -novellen, die teilweise verfilmt wurden. Er schrieb auch unter dem Pseudonym Richard Hayward.

Leben

Kendrick war der erste US-Amerikaner, der zu Beginn des Ersten Weltkriegs nach Kanada reiste und dort den kanadischen Streitkräften beitrat. Während seiner Einsätze – u. a. in England und Frankreich – wurde einer seiner Gefährten verletzt und erblindete. Durch ihn lernte er anlässlich eines Besuchs im englischen St. Dunstan’s Rehabilitationszentrum für Erblindete<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Offizielle Hp (Memento vom 22. Juli 2009 im Internet Archive) der Klinik</ref> einen englischen Soldaten kennen, der die bemerkenswerte Gabe besaß, trotz seiner Blindheit Kendrick ungeahnt viele Details über ihn selbst erzählen zu können. Während des Zweiten Weltkriegs diente Kendrick als Ausbilder für erblindete Kriegsveteranen.<ref>ausführlichere Biografie in der New York Times</ref>

Baynard Kendrick schuf aus seinen Erfahrungen ab den dreißiger Jahren „eine klassische Gestalt der Detektiv-Literatur, den blinden Duncan Maclain (Longstreet genannt), der mit nahezu unglaublichen Sinnesleistungen, Wissen und Kombinationsfähigkeit, seine Blindheit ausgleicht und daher ‚im Dunkeln sehen kann‘“.<ref>zitiert nach <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Gerhard Voigt (Memento vom 13. September 2011 im Internet Archive)</ref> Unterstützt von seinem Partner Spud Savage und den beiden deutschen Schäferhunden Schnucke und Dreist löste er in zwölf Romanen und drei Novellen Whodunit–Kriminalfälle. Aus Kendricks Interesse an der Geschichte Floridas entstand ein fast ebenso bekannter Serien-Protagonist, der Deputy-Sheriff Miles Standish Rice, dessen Erlebnisse in drei Romanen festgehalten wurden.

Baynard Kendrick war Mitbegründer des amerikanischen Schriftstellerverbandes Mystery Writers of America (MWA), besaß den Mitgliedsausweis Nummer 1 und wurde 1945 auch zum ersten Präsidenten<ref>vgl. Liste der MWA-Präsidenten</ref> des Verbandes gewählt.

Auszeichnungen

  • 1967 Grand Master Award, die höchste Auszeichnung der Mystery Writers of America (MWA) für besondere Leistungen im Krimi-Genre und gleichbleibend hohe Qualität seiner Werke.

Darüber hinaus fanden mehrere Werke von Baynard Kendrick höchste Anerkennung in bedeutenden Bestenlisten. So findet sich Out of Control für 1945 als Spitzentitel in der populären amerikanischen Anthony Boucher's List of Best Titels und Blind Man's Bluff für 1943 in Anthony Boucher's List of Important Titels<ref>vgl. Sobin, Roger M.: The Essential Mystery List: For Readers, Collectors, and Librarians. Poisened Pen Press, Arizona 2007. Edition 2007, S. 302, 315</ref>.

Ellery Queens Queen's Quorum<ref>vgl. Queen, Ellery: Queen's Quorum: A History of the Detective-Crime Short Story as Revealed by the 125 Most Important Books Published in This Field, 1845-1967. Greenhill Books, London 1986</ref> verzeichnet den Sammelband Kendricks Make Mine MacLain für das Jahr 1947.

In den 105 Best Mystery Novels of All Time: A Preliminary List<ref>vgl. Sobin, Roger M.: The Essential Mystery List: For Readers, Collectors, and Librarians. Poisened Pen Press, Arizona 2007. Edition 2007, S. 435</ref> nimmt der amerikanische Kritiker und Schriftsteller Charles Shibuk<ref>Shibuk war Mitherausgeber der berühmten Encyclopedia of Mystery and Detection (McGraw-Hill, Columbus 1976), gemeinsam mit Otto Penzler, Marvin Lachman und Chris Steinbrunner, die 1977 für ihr Buch mit dem Edgar Award - Kategorie Beste Kritik ausgezeichnet wurden</ref> gleich zwei Romane von Kendrick auf: für 1936 Iron Spiders und für 1941 The Odor of Violets.

Werke

Captain Duncan Maclain-Serie

  • 1937 The Last Express
  • 1937 The Whistling Hangman (dt. Der pfeifende Henker. Alfred Ibach, Wien/Leipzig 1940)
  • 1940 The Odor of Violets<ref>auch als Eyes in the Night veröffentlicht</ref> (verfilmt)
  • 1943 Blind Man's Bluff (dt. Der Trick des blinden Mannes. Heyne, München 1973)
  • 1945 Death Knell
  • 1945 Out of Control (dt. Außer Kontrolle. Heyne, München 1976)
  • 1947 The Murderer Who Wanted More<ref name="maclain">die Novelle erschien zuerst 1947 im Sammelband Make Mine Maclain bei William Morrow, New York, daher unter diesem Jahr aufgeführt</ref>
  • 1947 Melody in Death<ref name="maclain" />
  • 1947 The Silent Whistle<ref name="maclain" />
  • 1952 You Die Today<ref>auch als You Diet Today veröffentlicht</ref>
  • 1954 Blind Allies
  • 1958 Clear and Present Danger
  • 1958 Reservations for Death
  • 1960 The Aluminum Turtle<ref>auch als The Spear Gun Murders veröffentlicht</ref>
  • 1961 Frankincense and Murder

Miles Standish Rice-Serie

  • 1936 The Eleven of Diamonds (dt. Der Karo-Elfer. Übersetzung Anton Zahorsky. Alfred Ibach, Wien/Leipzig 1939)
  • 1936 The Iron Spiders<ref>in späteren Jahren auch als The Iron Spiders Murders veröffentlicht</ref> (dt. Die eisernen Spinnen. E. P. Tal, Wien/Leipzig 1938)
  • 1938 Death Beyond the Go-Thru

Einzelwerke

  • 1934 Blood on Lake Louisa<ref name="hayward">erschien unter dem Pseudonym Richard Hayward</ref>
  • 1945 Lights Out (verfilmt)
  • 1948 The Flames of Time
  • 1949 The Tunnel
  • 1955 The Soft Arms of Death<ref name="hayward" />
  • 1952 Trapped<ref name="hayward" />
  • 1959 Hot Red Money
  • 1966 Flight from a Firing Wall

Sammelbände

  • 1947 Make Mine Maclain (beinhaltet: The Silent Whistle, Melody in Death und The Murderer Who Wanted More)

Kurzgeschichten

  • 1944 The Murderer Who Wanted More
  • 1945 Melody in Death
  • 1953 5 – 4 = Murderer<ref name="stories">Storys mit Captain Duncan Maclain</ref>
  • 1958 Silent Night<ref name="stories" />

Film + TV

  • 1938 The Last Express. US-amerikanische Verfilmung der Universal Studios. Regie: Otis Garrett. Drehbuch: Edmund L. Hartmann. Darsteller: Kent Taylor, Dorothea Kent, Greta Granstedt, Don Brodie, Paul Hurst, J. Farrell MacDonald u. a. m.
  • 1942 The Odor of Violets unter dem Titel Eyes in the Night (dt. Die Spur im Dunkel). US-amerikanische Verfilmung von MGM. Regie: Fred Zinnemann. Drehbuch: Howard Emmett Rogers und Guy Trosper. Darsteller: Edward Arnold, Ann Harding, Donna Reed u. a. m.
  • 1945 The Hidden Eye. Nach Motiven von Baynard Kendrick. US-amerikanische Verfilmung von MGM. Regie: Richard Whorf. Darsteller Edward Arnold, Frances Rafferty, Ray Collins, Paul Langton, William 'Bill' Phillips, Thomas E. Jackson u. a. m.
  • 1951 Lights Out unter dem Titel Bright Victory (dt. Sieg über das Dunkel). Adaptiert von Robert Bruckner. Regie: Mark Robson. Darsteller: Arthur Kennedy (Oscar-Nominierung als bester Darsteller), Peggy Dow, Julie Adams, James Edwards, Will Geer, Jim Backus, Rock Hudson u. a. m.
  • 1960 Change of Heart. TV-Pilotfilm nach Motiven von Baynard Kendrick für die Serie Westinghouse Desilu Playhouse der Disilu Productions. Regie: Richard Kinon. Darsteller: Robert Middleton, Donald May, Evan Evans u. a. m.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />

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