Wiener Kleine Post
Die Wiener Kleine Post war ein Stadtpostunternehmen in Wien.
Die Notwendigkeit für ein Stadtpostunternehmen ergab sich, weil die „große Post“ nur von Ort zu Ort zustellte, aber nicht innerhalb von Städten. 1772 gegründeten der Niederländer Josef Harty, Johann Baptist Schoutten von Bergestraeten und Carl Chevalier de Briennen das Postunternehmen.<ref>Klapperlpost. In: Wolfram Grallert: Lexikon der Philatelie. 2. Auflage. Phil*Creativ GmbH, Schwalmtal 2007, ISBN 978-3-932198-38-0, Seite 220</ref><ref name="Häger">Großes Lexikon der Philatelie, Bertelsmann Lexikon Verlag 1978, Band 1, Seite 374</ref><ref name="philapedia"><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />philapedia.de: Wiener Klapperpost ( des Vorlage:IconExternal vom 12. Oktober 2009 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis., abgerufen am 4. März 2011</ref> Da sich die Briefboten mit Handklappern bemerkbar machten, bekam sie bald den Beinamen „Wiener Klapperlpost“.<ref name="Häger"/><ref name="philapedia"/> Ihren Sitz hatte die Stadtpost in der Bäckerstraße 5, Wien I.<ref>Adalbert Stifter: Aus dem alten Wien: Mit über 200 Fußnoten zum besseren sprachlichen und historischen Verständnis. edition:nihil.interit, Wien, ISBN 979-87-3162466-4, S. 133.</ref> Adalbert Stifter setzte der Kleinen Post in seinem Essay „Die Wiener Stadtpost“ ein literarisches Denkmal:
Da der Fährmann der täglichen Korrespondenzen seine Tätigkeit dahin beschränkt sieht, daß er [...] die Korrespondenzen stadtaus, stadtein führt, ohne sich darum zu kümmern, was für unaussprechliche Liebesklagen und Liebesfreuden er in seinem Kasten haben mag, was für Vorwürfe von Gläubigern und verlassenen Schönen, was für Jubel eines Jünglings, der endlich das erste zarte Blatt von angebeteter Hand oder das langersehnte Geld von dem Onkel erhalten hat, oder was für ein Durcheinander von Geschäften, Anfragen, Bestellungen, Bitten, Sehnsüchten, Forderungen, Meinungen etc. etc. im Bauche seines Kastens sich rühren mag, sodaß ein Ameisenhaufen dagegen ein totgeborenes Kind ist.<ref>Adalbert Stifter: Aus dem alten Wien: Mit über 200 Fußnoten zum besseren sprachlichen und historischen Verständnis. edition:nihil.interit, Wien, ISBN 979-87-3162466-4, S. 136–137.</ref>
1785 erfolgte die Übernahme des privaten Postunternehmens durch die k. u. k. Hofpostverwaltung und 1830 entstand daraus die Wiener Stadtpost.<ref>tag-der-briefmarke.org: Tag der Briefmarke 1941 (PDF; 100 kB), abgerufen am 4. März 2011</ref>
Literatur
- Peter Fischer: Klapperpost – hört, Ihr Leute, und bringt Briefe, In: Deutsche Briefmarken-Zeitung, Ausgabe Nr. 18/2003, Seite 65
- Ludwig Tröndle: Briefmarkenkunde, Orbis Verlag, ISBN 3-572-00595-7, Seite 37 f
- Wolfgang Maassen: Philatelie und Vereine im 19. Jahrhundert, Verlag: Phil Creativ, Schwalmtal 2006, ISBN 978-3-932198-69-4, S. 48–52
Einzelnachweise
<references/>
Weblinks
- Vorlage:Cite book/Name: [Internetquelle: archiv-url ungültig Österreichisches Postgeschichte — Dr R Wurth with articles by Dr Christine Kainz.] In: The APS Library. Austrian Philatelic Society (APS), , archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am Vorlage:Cite book/URL; abgerufen am 6. März 2011.Vorlage:Cite book/URLVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung2Vorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/MeldungVorlage:Cite book/Meldung