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Uffhausen

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Uffhausen
Gemeinde Großenlüder
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(516)&title=Uffhausen 50° 35′ N, 9° 32′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(516) 50° 34′ 40″ N, 9° 31′ 49″ O
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Höhe: 259 (254–297) m ü. NHN
Fläche: 3,99 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 516 (30. Juni 2024) HW<ref name="DF">Entwicklung der Einwohnerzahlen. Gemeinde Großenlüder, abgerufen am 14. September 2024.</ref>
Bevölkerungsdichte: 129 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 36137
Vorwahl: 06648
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Uffhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Großenlüder im osthessischen Landkreis Fulda.

Geographie

Datei:Grossenlueder Uffhausen Auenverbund Fulda Lueder.png
Die Lüder bei Uffhausen

Uffhausen liegt südwestlich von Großenlüder an der Lüder. Durch den Ort verläuft die Landesstraße 3141.

Aktuelle und historische Siedlungsplätze in der Gemarkung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />

Geschichte

Datei:Heppenheim, Germany - panoramio (1).jpg
„Der verlobte Tag von Uffhausen“

Ortsgeschichte

Im Februar 1984 entdeckte der Fuldaer Heimatkundler Michael Mott in der Flur „Die Weizenäcker“ ein Urnengrab aus der Mittleren Hallstattzeit, welches notgeborgen wurde.

Die älteste bekannte schriftlich Erwähnung von Uffhausen erfolgte im Jahre 953,<ref name="lagis" /> in einer Urkunde König Ottos I.<ref>Ortsteil Uffhausen. In: Webauftritt. Gemeinde Großenlüder, abgerufen im November 2024.</ref> Archäologische Funde lassen aber auf eine wesentlich frühere Besiedlung schließen.

Der verlobte Tag

Im Dreißigjährigen Krieg soll die Gemeinde dem Heiligen St. Sebastian einen Feiertag gewidmet haben, den „verlobten Tag“. Nachdem das Dorf niedergebrannt wurde und die Pest ausbrach, soll nach diesem Versprechen Besserung eingetreten sein.

Hessische Gebietsreform (1970–1977)

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde Uffhausen am 31. Dezember 1971 auf freiwilliger Basis in die Gemeinde Großenlüder eingemeindet.<ref name="DEZ71">Gemeindegebietsreform in Hessen; Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 21. Dezember 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1972 Nr. 3, S. 84, Punkt 93 Abs. 56 (Vorlage:HessAmtsBL/LinkText [PDF; 6,0 MB]).</ref><ref></ref> Für Uffhausen, wie für alle im Zuge der Gebietsreform nach Großenlüder eingegliederten Gemeinden, wurden Ortsbezirke gebildet.<ref name="HS">Hauptsatzung. (DOC; 40 kB) § 5. In: Webauftritt. Gemeinde Großenlüder, abgerufen im September 2020.</ref>

Verwaltungsgeschichte im Überblick

Die folgende Liste zeigt die Staaten und Verwaltungseinheiten,<ref group="Anm.">Bis zur Trennung der Rechtsprechung von der Verwaltung waren die Ämter und frühen Gerichte sowohl Gericht als auch Verwaltungsorgan.</ref> denen Kleinlüder angehört(e):<ref name="lagis" /><ref>Vorlage:Verwaltungsgeschichte.de</ref>

Bevölkerung

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Uffhausen 483 Einwohner. Darunter waren 9 (1,9 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 105 Einwohner unter 18 Jahren, 247 zwischen 18 und 49, 90 zwischen 50 und 64 und 81 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 186 Haushalten. Davon waren 48 Singlehaushalte, 51 Paare ohne Kinder und 75 Paare mit Kindern, sowie 12 Alleinerziehende und 3 Wohngemeinschaften. In 33 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 123 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

• 1812: 33 Feuerstellen, 219 Seelen<ref name="lagis" />
Uffhausen: Einwohnerzahlen von 1812 bis 2024
Jahr  Einwohner
1812
  
219
1834
  
302
1840
  
339
1846
  
291
1852
  
300
1858
  
294
1864
  
281
1871
  
264
1875
  
265
1885
  
249
1895
  
284
1905
  
282
1910
  
254
1925
  
313
1939
  
306
1946
  
431
1950
  
422
1956
  
365
1961
  
349
1967
  
349
1970
  
351
1982
  
380
1990
  
394
1995
  
459
2000
  
457
2005
  
468
2010
  
477
2011
  
483
2015
  
478
2020
  
480
2024
  
516
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Gemeinde Großenlüder<ref>Haushalt 2020. (PDF; 35,7 MB) Einwohnerzahlen. In: Webauftritt. Gemeinde Großenlüder, S. 6, abgerufen im September 2020.</ref><ref name="DF" />; Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

• 1885: 249 katholische (= 100 %) Einwohner<ref name="lagis" />
• 1961: ein evangelischer (= 0,29 %), 348 katholische (= 99,71 %) Einwohner<ref name="lagis" />

Religion

In Uffhausen wurde 1964 eine moderne römisch-katholische Filialkirche errichtet, die dem Hl. Sebastian geweiht ist. Sie zählt zur Pfarrei St. Georg, Großenlüder im Bistum Fulda.

Politik

Für Uffhausen besteht ein Ortsbezirk (Gebiet der ehemaligen Gemeinde Uffhausen) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung.<ref name="HS" /> Der Ortsbeirat besteht aus fünf Mitgliedern. Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat 72,59 %. Alle Kandidaten gehören der Bürgerliste Uffhausen an.<ref>Ortsbeiratswahl Uffhausen. In: Votemanager. Gemeinde Großenlüder, abgerufen im November 2024.</ref> Der Ortsbeirat wählte Peter Muth zum Ortsvorsteher.<ref>Ortsbeirat Uffhausen. In: Webauftritt. Gemeinde Großenlüder, abgerufen im November 2024.</ref>

Infrastruktur

Im Uffhausen gibt es ein Bürgerhaus die römisch-katholische Filialkirche St. Sebastian und mehrere Mühlen an der Lüder, die heute noch zum Teil der Stromerzeugung dienen.

Literatur

  • Müller, Matthias: Zwei Flachbrandgräber aus der Gemarkung Großenlüder-Uffhausen, Kreis Fulda, in: Fuldaer Geschichtsblätter / Zeitschrift des Fuldaer Geschichtsvereins 1983, Fulda, 1984, S. 111–118.

Anmerkungen und Einzelnachweise

Anmerkungen <references group="Anm." />

Einzelnachweise

<references> <ref name="lagis">Uffhausen, Landkreis Fulda. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 16. Oktober 2018). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="KHK1818"> Kur-Hessischer Staats- und Adress-Kalender: 1818. Verlag d. Waisenhauses, Kassel 1818, S. 154 (online bei Google BooksSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.). </ref> <ref name="Z2011E">Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 8 und 64, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

Weblinks

Commons: Uffhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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