Zum Inhalt springen

Benthophilinae

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 14. April 2024 um 16:06 Uhr durch imported>Haplochromis (Innere Systematik).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

<templatestyles src="Vorlage:Taxobox/styles.css" />

Benthophilinae
Datei:NeogobiusKessleriSide 7-9-2009 10-13-45 AM.JPG

Kessler-Grundel

Systematik
Acanthomorphata
Stachelflosser (Acanthopterygii)
Barschverwandte (Percomorphaceae)
Ordnung: Grundelartige (Gobiiformes)
Familie: Grundeln (Gobiidae)
Unterfamilie: Benthophilinae
Wissenschaftlicher Name
Benthophilinae
Beling & Iljin, 1927

Die Benthophilinae sind eine Unterfamilie der Grundeln. Die Unterfamilie wurde bereits 1927 durch die russischen Ichthyologen D. Beling und B.S. Iljin aufgestellt, die zugehörigen Gattungen aber später der Unterfamilie Gobiinae zugerechnet. 2009 wurden die Benthophilinae durch Neilson und Stepien als eine im pontokaspischen Raum endemische Grundelunterfamilie neu diagnostiziert.

Verbreitung

Die kleinen Süß- und Brackwasserfische kommen an den Ufern des Schwarzen, Asowschen und Kaspischen Meeres und in den zuströmenden Flüssen vor. Fünf Arten aus dieser Unterfamilie breiteten sich in den letzten Jahrzehnten über Mitteleuropa aus und konnten andere Einzugsgebiete besiedeln, z. B. den Rhein. Zwei Arten der Benthophilinae, die Marmorierte Grundel und die Schwarzmund-Grundel, gerieten durch das Ballastwasser von Schiffen in die nordamerikanischen Großen Seen und gehören jetzt dort zu den häufigsten Bodenfischen.

Merkmale

Die Benthophilinae sind kleine bis mittelgroße Grundeln. Zu ihren Kennzeichen gehören sensorische Papillen, die in sechs bis sieben Reihen unterhalb der Augen liegen, röhrenförmige vordere Nasenöffnungen, die hinteren liegen in der Nähe der Augenhöhlen, und obere Brustflossenstrahlen, die von Flossenmembran umgeben sind. Eine Schwimmblase fehlt. Die Eier sind mittelgroß bis groß und enthalten wenig Dotter. Ein pelagisches Larvenstadium fehlt. Von der Unterfamilie Gobiinae, zu der die Gattungen der Benthophilinae zuvor gezählt wurden, können die Benthophilinae vor allem durch die Anzahl der Wirbel unterschieden werden. Sie besitzen insgesamt 28 oder mehr Wirbel, davon 18 bis 22 Schwanzwirbel (alle Wirbel hinter dem Anus).

Innere Systematik

Datei:Benthophiloides brauneri.png
Gebänderte Kaulquappen-Grundel
Datei:Benthophilus casachicus, Caspian Sea.jpg
Benthophilus casachicus
Datei:B. magistri.jpg
Benthophilus magistri
Datei:Benthophilus macrocephalus, Caspian Sea.jpg
Kaulquappen-Grundel
Datei:NeogobiusFluviatilis.JPG
Flussgrundel
Datei:Neogobius melanostomus from Waal.jpg
Schwarzmund-Grundel
Datei:Toad goby from Gelendzhik, Caucasus.jpg
Kröten-Grundel
Datei:Ponticola ratan 7.jpg
Ponticola ratan
Datei:Proterorhinus marmoratus 1.jpg
Marmorierte Grundel

Literatur

  • Matthew E. Neilson, Carol A. Stepien: Escape from the Ponto-Caspian: Evolution and biogeography of an endemic goby species flock (Benthophilinae: Gobiidae: Teleostei). Molecular Phylogenetics and Evolution, Volume 52, Issue 1, July 2009, Pages 84–102 doi:10.1016/j.ympev.2008.12.023

Weblinks

Commons: Benthophilinae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien