Sachebu
| colspan="2" class="darkmode-hintergrundfarbe-neutral" style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit;"| Sachebu<ref></ref> in Hieroglyphen | |
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| class="darkmode-hintergrundfarbe-neutral" style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;" | Papyrus Westcar |
<hiero>Aa18-Z1-X-b-w-O49</hiero> |
| class="darkmode-hintergrundfarbe-neutral" style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;" | Neues Reich |
<hiero>z:X-b-w-O49</hiero> Sachbu S3ẖbw<ref>Vorlage:HannigÄgyptDeu</ref> |
| class="darkmode-hintergrundfarbe-neutral" style="background:#Vorlage:Ägyptologie Farbe; color:inherit; padding: 0 .5em;" | Spätzeit, Ptolemäerzeit |
<hiero>z:X-b-t:O49</hiero> Sachbt S3ẖbt |
Sachebu (auch Sachbu, ägyptisch S3ẖbw oder Sẖb<ref name="TM">Sachebou (Zat el-Kom). In: Trismegistos Places. Abgerufen am 15. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>) war ein altägyptischer Ort am südlichen Westrand des Nildeltas, der vor allem durch den Papyrus Westcar bekannt ist.
Geografische Lage
Die Lage von Sachebu wird bei Zat el-Kom vermutet, etwa 5,5 km nordwestlich von Letopolis (heute Ausim) im 2. unterägyptischen Gau (Letopolites).<ref name="TM" /> Der Ort lag am Zweifischekanal, einem Verbindungskanal zwischen der Nilgabelung am Mohammed-Ali-Staudamm und dem Süd-Nord-Kanal am westlichen Wüstenrand, dem „Großen Kanal“. Reste dieses Kanals sind heute noch sichtbar.<ref name="LÄ" />
Schriftliche Erwähnungen
Sachebu spielt eine wichtige Rolle in den Erzählungen des Papyrus Westcar. In diesem Papyrus wird Sachebu als Kultort des Re und als Wohnort eines Priesters erwähnt, dessen Gemahlin die ersten drei Könige der 5. Dynastie gebärt haben soll.<ref name="LÄ">Hellmut Brunner: Sachebu. In: Wolfgang Helck (Hrsg.): Lexikon der Ägyptologie (LÄ). Band V, Harrassowitz, Wiesbaden 1984, ISBN 3-447-02489-5, Sp. 323.</ref>
Im Laufe der Jahre sind zahlreiche Belege für Sachebu aufgetaucht, die vom Alten Reich bis in die Zeit Trajans reichen, was auf eine lange Besiedlung und Nutzung des Ortes hinweist.<ref name="LÄ" />
Religion und Kult
Der Hauptgott von Sachebu war Re, der oft auch als Horus-Re verehrt wurde, dargestellt als stehender falkenköpfiger Mann mit einer Sonnenscheibe. Auch Harpokrates wird als Gottheit des Ortes erwähnt. Der Kult in Sachebu scheint durch eine Personalunion von Priestern mit Memphis verbunden gewesen zu sein, das über den Wüstenrandkanal leicht zu erreichen war.<ref name="LÄ" />
Zur Zeit des Neuen Reiches sind Arbeiten von Thutmosis III. am Tempel des Horus-Re bezeugt.<ref>Thomas Schneider: Lexikon der Pharaonen. Patmos, Düsseldorf 2002, S. 295.</ref><ref></ref>
In ptolemäischer Zeit ist das Amt einer Gottesgemahlin belegt sowie die Verehrung eines „göttlichen Kindes mit Wärter“. Diese Aspekte deuten darauf hin, dass die im Papyrus Westcar erwähnte Theogamie, also die göttliche Ehe, in der Kultpraxis von Sachebu eine besondere Rolle spielte.<ref name="LÄ" />
Siehe auch
Einzelnachweise
<references />